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Zugewinn Erbschaft Eigenheim


21.01.2005 18:17 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo
Ich bin seit 1990 verheiratet.Während der Ehe hat meine noch Frau eine Erbschaft von 115000 DM gemacht.Während der Ehe haben wir erst eine Eigentumswohnung gekauft und wieder verkauft,2002
dann ein Reienhaus von meinen Eltern abgekauft.Januar 2004 hat meine Frau nach einjähriger Trennung die Scheidung eingereicht.
Ich bewohne das Haus alleine, möchte es auch zum Alleineigentum behalten, meine (noch) Frau ist mit den Kindern ausgezogen. Sorgerecht,Unterhalt,Versorgungsausgleich ist geklärt,jetzt geht es um den Zugewinn und um die Immobilie. Die Erbschaft meiner (noch) Frau wird zum Anfangsvermögen dazugerechnet, von dem Geld ist allerdings nichts mehr da (Börsencrash).Während der Ehe kommt zur Hälfte das Haus und das Darlehen, also hätte meine (noch) Frau im Endvermögen miese gemacht, geht nicht, also hat sie 0€ Endvermögen. Mein Anfangsvermögen ist gering, in der Ehe wird mir zur Hälfte das Haus und das Darlehen berechnet, also habe ich Plus gemacht. Jetzt meine Frage: Bei dem Kauf des Hauses von meinen Eltern ist mir das Haus günstiger überlassen worden (Schenkung). Kann ich die Schenkung zu meinem Anfangsvermögen dazurechnen. Und darf das Haus im Zugewinn überhaupt berechnet werden. Und dann!!nochmal!! bei der Eigentumsüberlassung (ich alleine im Grundbuch, sie keine Darlenverpflichtung)? Das ist in meinen Augen unlogisch, weil ich ihr das Haus ja dann 2 Mal abkaufen muss. 1 Mal mit dem Zugewinn und 1 Mal mit der Eigentumsüberlassung.

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Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst gilt Folgendes in Ihrem Fall:

Bestimmte Vermögensmassen werden nach § 1374 Abs. 2 BGB dem Anfangsvermögen hinzugerechnet, obwohl sie erst während der Ehe erworben wurden. Dabei handelt es sich insbesondere um
- Erbschaften (auch vorweggenommene Erbschaften),
- Schenkungen (allerdings zählen dazu nicht Schenkungen eines Ehegatten an den anderen).

In Ihrem Fall können Sie den halben Wert des Hauses (Sie sind wohl nur zur Hälfte Miteigentümer) daher Ihrem Anfangsvermögen und Ihrem Endvermögen hinzusetzen. Es bleibt, abgesehen von Wertsteigerungen während der Ehezeit, so praktisch unberücksichtigt.

Soweit Ihre Frau Miteigentümerin des Hauses ist, muss Sie sich den halben Wert auf Ihr Endvermögen anrechnen lassen. Sollte die Schenkung auch gegenüber Ihrer Frau erfolgt sein, würde ebenfalls eine Anrechnung auf das Anfangsvermögen erfolgen.

Im Ergebnis, darf es bzgl. des Hauses zu keinem Zugewinnausgleich kommen, denn beide Partner waren je zu 1/2 Eigentümer und sind es wohl bis heute.

Sie haben also Recht, soweit Sie nicht einsehen, das Haus zweimal zu bezahlen.

Ich hoffe Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben.
Sollte ich die Eigentumsverhältnisse bzgl. des Hauses falsch interpretiert haben, bitte ich Sie im Rahmen der Nachfragefunktion dies mitzuteilen. Ich werde dann nochmals Stellung nehmen.

Mit freundlchen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 21.01.2005 | 19:23

Also meine Frau und ich sind je zu 1/2 im Grundbuch eingetragen.
Die Erbschaft wir meiner Frau zum Anfangsvermögen angerechnet, die Schulden und der Wert des Hauses zu 1/2 dem Endvermögen.
Mir werden die Schulden und der Wert des Hauses zu 1/2 dem Endvermögen hinzugerechnet. Die Schenkung wir in der Rechnung nicht berücksichtigt. Wird das Haus im Zugewinn mitberechnet und danach noch mal, wenn ich das Haus alleine erwerben will?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.01.2005 | 19:31

Wenn das Haus Ihnen beiden zu je 1/2 gehört (Eigentümer) hat dieses innerhalb des Zugewinnausgleiches keine Bedeutung, obwohl es rein rechnerisch einbezogen wird.
Die Schenkung wird berechnet. Im Zugewinnausgleich werden Schenkungen zum Anfangsvermögen gezählt.

Sie müssen also nicht doppelt zahlen. Dies wäre unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt möglich.

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