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Wer kann den Unterhalt für ein Volljähriges Kind einklagen?

| 03.08.2019 20:16 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


19:51
Hallo, mein Fall ist der:

Zur Zeit bezahle ich meiner berufstätigen (in Teilzeit) Exfrau den vereinbarten Kindesunterhalt für unsere minderjährige Tochter.

Unsere Tochter hat jetzt ihre Ausbildung begonnen (Duales Studium) mit einem Gehalt von brutto ca. 1200€, von dem sie 130€ mtl an die Hochschule bezahlen muss und sich mtl ein Monatsticket für Bus und Bahn für 100€ kauft.

Sie wird in zwei Monaten volljährig.

Hauptsächlich wohnt meine Tochter in dem Haus des Lebensgefährten meiner Exfrau, weil es von dort kürzer zur Ausbildungsstelle ist. Meine Exfrau hat noch eine Mietwohnung, die sie teilweise nutzt, weil es für sie von dort zu ihrer Arbeitsstelle kürzer ist. Ansonsten wohnt sie auch bei ihrem Lebensgefährten.

Nun meine zwei kurzen Fragen:

1. Berechnet sich der neue Kindesunterhalt bis um 18. Geburtstag meiner Tochter wie folgt: Alter Kindesunterhalt 600€ - ( netto Gehalt 800€ - Ausbildungspauschale 90€ - Hochschule 130€ - Monatsticket 100€ ) / 2 = 360€? Also sind Ausbildungspauschale UND Hochschule UND Monatsticket anzurechnen?

2. Meine Tochter und ich haben uns über die Höhe des Unterhalts einvernehmlich geeinigt, den ich direkt an sie bezahlen werde, wenn sie volljährig ist.
Meine Exfrau droht mir nun, gerichtlich gegen mich vorzugehen, um zu erreichen, dass ich mehr Unterhalt meiner Tochter zahle.
Hat meine Exfrau das Recht, GEGEN den Willen meiner dann volljährigen Tochter, gegen mich wegen Kindesunterhalt zu klagen?

Danke für ihre Antworten im Voraus
03.08.2019 | 21:27

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

1. Wenn Sie bisher 600,00 € Unterhalt zahlten, so berechnet sich der Unterhalt nach Aufnahme des dualen Studiums wie folgt:

600,00 € Unterhalt – ((800,00 € netto Gehalt – 100,00 € Ausbildungspauschale – 130,00 Hochschule – 100,00 € Monatsticket)/2 =) 235,00 € = 365,00 €.

Die Ausbildungspauschale hat sich ab 01.01.2019 auf 100,00 € erhöht. Sie beinhaltet nicht die Fahrtkosten und Studiengebühren.

2. Wenn Ihre Tochter volljährig wird, ist auch die Kindesmutter (Ihre Ex-Frau) nach ihrer Leistungsfähigkeit barunterhaltsverpflichtet. Wenn Ihre Ex-Frau mehr als den Selbstbehalt von 1.300,00 € netto im Monat verdient, muss sie auch zum Kindesunterhalt beitragen.

Das berücksichtigungsfähige Gehalt Ihrer Tochter wird in voller Höhe (470,00 €) auf ihren Unterhaltsanspruch angerechnet.

Ihre Ex-Frau kann nicht anstelle Ihrer Tochter und gegen deren Willen auf höheren Kindesunterhalt für Ihre Tochter klagen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, dass diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie bei Rückfragen gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 17.08.2019 | 09:20

Hallo,

Ich habe noch eine Rückfrage bzgl Punkt 2.

Sie schreiben, dass die Mutter barunterhaltsverpflichtet ist, wenn sie mehr als den Selbstbehalt von 1.300,00€ verdient.

Nun, da die Mutter nur Teilzeit arbeitet, tut sie dies nicht.

Nun verlangen die Mutter und ihr Lebensgefährte aber von meiner Tochter 200€ für Miete, da meine Tochter ja mit in dem Haushalt des Lebensgefährten wohnt.

Ist das rechtens? Wenn nein, wie könnte sich meine Tochter dagegen wehren?

Danke für eine kurze Antwort im Voraus.

Schöne Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.08.2019 | 19:51

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage betrifft einen neuen Sachverhalt und ist als kostenlose Nachfrage daher nicht zulässig.

Gleichwohl will ich kurz antworten: Wenn die Kindesmutter nicht zum Unterhalt beitragen kann, und Ihre Tochter auch nicht im Haushalt der Mutter wohnt, kann verlangt werden, dass Ihre Tochter Miete zahlt, wenn sie volljährig ist. Ihr Unterhaltsanspruch erhöht sich dann auf 735,00 € (abzgl. 470,00 € =) 265,00 €.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.08.2019 | 22:26

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