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Kindesunterhalt bei Unterhalt für volljähriges Kind


05.02.2018 17:10 |
Preis: 35,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe zwei konkrete Fragen, die wohl kurz mit Ja oder Nein beantwortet werden können.
Es gilt folgender Sachverhalt:

Eine volljährige Gymnasiastin mit eigenem Hausstand (also nicht privilegiert) begehrt Unterhalt von den geschiedenen Eltern.
Der Vater ist neu verheiratet. Seine (neue) Frau ist Studentin ohne Einkommen und sorgt für das gemeinsame einjährige Kind.
Die Mutter ist berufstätig, in einer festen neuen Lebensgemeinschaft und sorgt für das gemeinsame Kind, also dem Bruder der Gymnasiastin. Für dieses Kind zahlt der Vater Barunterhalt.

Unklar ist, wie der Unterhalt für die beiden anderen Kinder bei der Berechnung des Unterhaltes an die Tochter Berücksichtigung finden.

1) Der Unterhalt für den Sohn aus erster Ehe wird in Vorabzug gebracht bei der Bereinigung des Einkommens des Vaters.
Wird ebenso gleichsam fiktiv auch der Unterhalt an den Sohn aus zweiter Ehe berücksichtigt, da die Mutter ja ohne Einkommen ist?

2) Wird bei der Mutter analog zum Vater auch gleichsam fiktiv Unterhalt für den Sohn, der bei ihr lebt, in Vorabzug gebracht?
Sie bekommt ja tatsächlich Unterhalt vom Vater für das gemeinsame Kind.

Ich danke für eine Antwort.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es wird davon ausgegangen, dass der Vater der Gymnasiastin auch der Vater des Bruders ist, welcher bei der Mutter lebt. Weiter wird davon ausgegangen, dass dieser Sohn minderjährig ist.

Dann gilt für die erste Frage ein "Ja". Bei der Einkommensermittlung des Vaters wird der Zahlbetrag des Unterhalts für den Sohn ebenso in Abzug gebracht, wie der Zahlbetrag des Unterhalts für den Sohn aus zweiter Ehe. Grund: Die minderjährigen Kinder sind vorrangig unterhaltsberechtigt gem. § 1609 BGB .

Bei der Mutter wird der Unterhalt für den Sohn ebenso in Abzug gebracht. Es spielt insofern keine Rolle, ob Bar- oder Betreuungsunterhalt geleistet wird. Dieser ist dem Barunterhalt auf Seiten des Vaters gleichwertig.

Der Barunterhalt wird auf Seiten der Mutter nicht hinzugerechnet, da dieser Einkommen des Kindes ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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