Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.675
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhaltsneuberechnung für Minderjährigen


30.11.2016 19:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger



Guten Tag,

zunächst ein Paar Eckdaten:

Wir sind seit 07/2016 verheiratet. Ich habe eine Tochter (16 Jahre, Schülerin) mit in die Ehe gebracht, für die ich keinen Unterhalt (Vater bezieht Hartz IV) und keinen Unterhaltsvorschuss erhalte. Gemeinsam haben wir noch eine Tochter (5 Jahre).
Aus vorheriger Beziehung hat mein Mann einen 15jährigen Sohn. Für diesen zahlt er zur Zeit 355€ Unterhalt monatlich.
Seine Mutter möchte nun den Unterhalt neu berechnen lassen und hat über ihren RA Einkommensnachweise verlangt.

Meinem Mann wurde vor zwei Wochen allerdings betriebsbedingt zum 15.02.2017 gekündigt. Sein durchschnittliches Nettoeinkommen betrug bis dahin 2500€. Er hatte einen Dienstwagen und fuhr jeden Tag 60km einfache Strecke zur Arbeit wobei bereits ein Steuerfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen war und ab August die Steuerklasse 3 und ich in Steuerklasse 5 die hohen Abzüge habe und nur noch 988€ ausgezahlt bekomme.

Nun zu meinen Fragen:
1. Auf welches Einkommen wird der neue Unterhalt gerechnet, auf das vergangene? Und was ist wenn er ab 16.02.2017 dann nur noch 1700€ Arbeitslosengeld bekommt oder nur einen neuen Job findet, wo er weniger verdient?

2. Wie wird meine 16jährige Tochter, die ich ja von meinem Geld allein unterhalten muss berücksichtigt? Bin ich gegenüber meinem Mann (zwar im Nachrang) auch unterhaltsberechtigt oder verdiene ich dafür zuviel?

3. Kann rückwirkend erhöhter Unterhalt verlangt werden, weil mein Mann mehr verdiente als Düsseldorfer Tabelle 1?

4. Wie errechnet sich der zu zahlende Unterhalt und wie wird dabei die Steuerklasse berücksichtigt. Denke über einen Wechsel in 4/4 nach?

Vielen Dank im Voraus.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragenstellerin,

der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass eine Kündigungsschutzklage gegen die Kündigung nur innerhalb einer Frist von 3 Wochen ab Zugang der Kündigung beim örtlich zuständigen Arbeitsgericht erhoben werden kann. Entweder unter persönlichem Erscheinen bei der Geschäftsstelle des Arbeitsgerichts oder durch einen Anwalt.

1. Auf das jeweils bestehende. Ändert sich das Einkommen, ändert sich die Berechnung. Das gilt für das ALG und / oder einen neuen Job, wenn nachweisbar kein höheres Einkommen erzielbar ist.

2. Die Töchter sind vorrangig unterhaltsberechtigt gegenüber ihrem Mann - § 1603 Abs. 2 BGB.

Die gemeinsame Tochter ist auch gegenüber ihrem Mann unterhaltsberechtigt. Die Forderungen wären insofern im Mangelfall gleichrangig zu quoteln.

Die andere Teilfrage kann ich schlecht beantworten, da Ihr Einkommen nicht angegeben ist.

3. Grds. ist der Anspruch erst ab Geltendmachung neuer Forderungen neu zu berechnen. Andere Zeiträume sind verwirkt. Außer, die Ansprüche auf höheren Unterhalt wären bereits vorher geltend gemacht worden.

4. Einen Einblick in die Berechnung kann man z. B. hier gewinnen:

http://www.scheidung-online.de/unterhalt/einkommensberechnung/unterhalt-einkommen.php

Allerdings ist eine konkrete Berechnung nur unter Einsicht in alle Unterlagen vor Ort möglich, da die Berechnung kompliziert ist und hier auch noch Rechnungsposten fehlen. Insofern kann ich Ihnen auch nicht pauschal zu der einen oder anderen Steuerklasse raten.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 30.11.2016 | 20:20

Guten Tag Herr Saeger,
Ich hatte mein Einkommen mit 988,00€ angegeben. Eine ganz grobe Berechnung des zu erwartenden Unterhaltsbetrages wäre schön.
Vielen Dank und freundliche Grüsse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.11.2016 | 20:22

Sehr geehrte Fragenstellerin,

stimmt.

Da Ihr Einkommen nur 988 € beträgt, sind Sie Ihrem Mann nicht unterhaltspflichtig.

Haben Sie Verständnis dafür, dass eine konkrete Berechnung auf der dünnen Basis schlicht ausgeschlossen ist und vertrauen sich einem Kollegen oder einer Kollegin vor Ort an.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- RA -

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER