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Scheidung

11.02.2013 11:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Fragen zu einer möglichen Scheidung

verheiratet seit 2.11.2000, Ehefrau geb 1968, Ehemann geb 1967, ein gemeinsames Kind 23.7.1999 geboren, Kind bleibt bei der Ehefrau. Ehefrau arbeitet im Unternehmen des Ehemanns via Minijob, letzter externer Job vor der Heirat

Wie hoch ist der Unterhalt prozentual für die Frau vor der Scheidung, wie hoch danach? Wie viele Jahre muss der Ehemann nach der Scheidung Unterhalt zahlen?

Es gibt ein gemeinsames Haus welches größtenteils abgezahlt ist, wie ist die Regelung wenn die Ehefrau mit dem Kind das Haus weiter nutzt?

Die Firma des Ehemanns besteht seit 1994, es ist eine GmbH mit einem weiteren Gesellschafter, hätte die Ehefrau Anrecht auf eine eventuelle Wertentwicklung seit dem Heiratsdatum bis zur Scheidung?

Der Ehemann hat mit dem weiteren Gesellschafter der GmbH eine GbR in der eine Immobilie welche an die eigene GmbH vermietet ist verwaltet wird und ein leeeres Grundstück sowie eine vermietete Wohnung. Grundstück und Wohnung sind bezahlt, die vermietete Immobilie ist noch zum großen Teil finanziert. Hat die Ehefrau Anrecht auf Anteile dieser GBR? Hat Sie ein Recht auf Auszahlung Ihres wertmäßigen Anteils oder kann Sie einen Verkauf erzwingen?

Sehr geehrter Ratsuchender,


der Unterhalt der Ehefrau kann nicht pauschal in Prozenten ausgedrückt werden, da Ihr anrechenbares Nettoeinkommen als Grundlage zu ermitteln ist. Auch das Einkommen Ihrer Ehefrau ist zu ermitteln.

Ganz grob kann man davon ausgehen, dass 3/7 der Differenz zu zahlen sind.

Aber das ist wirklich nur eine so grobe Einschätzung, so dass Sie unbedingt anhand aller Zahlen eine konkrete Unterhaltsberechnung vornehmen lassen sollten.

Denn bei der Berechnung des anrechenbaren Nettoeinkommens sind Verbindlichkeiten teilweise in Abzug zu bringen, was nur im Rahmen einer individuellen Prüfung ermittelt werden kann.



Nutzt die Ehefrau das gemeinsame Haus weiter, ist ihr dann zu ihrem Einkommen ein Wohnwertvorteil hinzuzurechnen. Auch insoweit bedarf es einer individuellen Berechnung anhand der konkreten Zahlen.



Sofern kein Ehevertrag oder eine sonstige vertragliche Vereinbarung getroffen worden ist, sit der Wertzuwachs in der Tat im Zugewinnverfahren auf Antrag einer Partei zu berücksichtigten. Dieses gilt aber nur für den Wertzuwachs bis zur Zustellung des Scheidungsantrages (also nicht Ausspruch der Scheidung), so dass die Ehefrau ggfs. einen finanziellen Ausgleichsanspruch hätte, nicht aber einen Übertragungsanspruch der Anteile.



Ein Anrecht auf Wertanteil hat die Ehefrau auch bei den Beteiligungen nicht, da die Scheidung insoweit nicht in die Eigentumsrechte eingreifen wird.

Aber auch hier besteht ein Anrecht auf Ausgleich des Vermögenszuwachses, sofern keine besonderen vertraglichen Vereinbarungen vorliegen.

Da hat Sie einen solchen Anspruch, hat sie dann auch ein Recht auf Auszahlung des wertmäßigen Anteils.

Den Verkauf kann sie nicht erzwingen - allenfalls im Rahmen einer Zwangsvollstreckung (wenn Sie also die berechtigten Ansprüche trotz rechtskräftiger Entscheidung nicht zahlen) könnte dann eine Versteigerung durchgesetzt werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Ergänzung vom Anwalt 11.02.2013 | 12:41

Sehr geehrter Ratsuchender,


bezugnehmend auf das soeben geführte Telefonat rate ich auch dringend dazu, eine einvernehmliche Lösung zu finden und keinen "Rosenkrieg" zu beginnen.

Zur Schaffung dieser Lösung sollte aber eben die individuelle Beratung vorgenommen werden, damit eine vernünfige Basis für eine Lösung gschaffen wird.


Nach dem rechtskräftigen Scheidungsurteil gibt es keinen festgelegten Zeitraum für nachehelichen Unterhalt. Denn grundsätzlich ist es so, dass nach der Scheidung jeder (ehemaligige) Ehepartner dann selbst für seinen Unterhalt zu sorgen hat - nur wenn es grob unbillig wäre, besteht eine Unterhaltspflicht, die aber IMMER zeitlich befristet werden sollte, wobei viele Gerichte in vergleichbaren fällen eine Befristung aufgrund der Kindesbetreuung von 1-3 Jahre ausgesprochen haben.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

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