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Rückzug genehmigter Urlaub bei Kündigung durch AN

| 20.06.2011 17:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


19:47

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Sachverhalt ist folgender:

Kündigungsfrist 3 Monate zum Monatsende
Kündigung Abgabe 28.06.2011
Austritt aus Unternehmen 30.09.2011

genommener Urlaub 10 Tage.
Urlaubsanspruch p.a. aus AV 30 Tage

Meine Frage ist nun, kann ein bereits genehmigter Urlaub (KW 34&35) zurückgezogen werden?
Wenn ja, wie kurzfristig kann dies erfolgen?
Wer trägt die Kosten der Stornierung?

Wie schnell ist in so einem Fall eine einstweilige Verfügung zu erwirken um Selbstbeurlaubung auszuschließen?

Ist der volle Urlaubsanspruch von 30 Tagen gültig oder sind für die Monate bis Jahresende Abzüge durch AG möglich?
aus Arbeitsvertrag:
[Scheidet der AN während des Kalenderjahres nach Ablauf des 30.06. aus, so gilt für einen über den gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch nach dem Budesurlaubsgesetz hinaus gewährten Urlaub das Zwölftelungsprinzip.]

Es ist zu erwarten, dass der Arbeitgeber sämtliche verfügbaren Wege in Anspruch nimmt um den bereits genehmigten Urlaub zu streichen und nach seinem Gusto verschiebt, bzw. gewährt.

Vielen Dank vorab!

20.06.2011 | 18:37

Antwort

von


(562)
Mädewalder Weg 34
12621 Berlin
Tel: 030.56702204
Web: http://www.RafBB.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

der Arbeitgeber darf einmal genehmigten Urlaub nur dann widerrufen, wenn der Arbeitgeber in eine existenzbedrohliche Situation gerät; u.a. Arbeitsgericht Frankfurt Az.: 22 Ca 4283/05 . Der Widerruf kann auch kurzfristig erfolgen.

Wird der Urlaub wirksam widerrufen, hat der Arbeitgeber die dadurch anfallenden Kosten zu tragen. Ob die Stornierungskosten der Familienangehörigen ebenfalls zu übernehmen sind, hängt vom Einzelfall ab und kann nicht pauschal beantwortet werden.

Eine einstweilige Verfügung kann innerhalb weniger Stunden oder weniger Tage ergehen, je nach Eilbedürftigkeit und Zeitpunkt der Antragstellung.

Die Klausel in Ihrem Arbeitsvertrag bezüglich des anteiligen Urlaubs kann so wirksam vereinbart werden. D.h. abhängig von Ihrer vertraglich vereinbarten Arbeitszeit (5- oder 6-Tage Woche) haben Sie Anspruch auf den gesetzlichen Jahresurlaub. Für den Urlaub darüber hinaus 1/12 je Monat.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.


Rückfrage vom Fragesteller 20.06.2011 | 19:10

Sehr geehrter Herr Bordasch,

Eine Frage zur Kurzfristigkeit des Widerrufes, kann z.B. Freitag Nachmittag zu kurzfristig sein? Und ist in diesem Fall ein Gericht notwendig zur Durchsetzung meines Urlaubwunsches?

Vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.06.2011 | 19:47

Sehr geehrter Fragesteller,

der Widerruf kann jederzeit erfolgen. Ein Widerruf Freitag nachmittag wäre demnach möglich. Jedoch ist der Arbeitgeber im Zweifel beweispflichtig wann Ihnen der Widerruf zugegangen ist.

Ein Gericht sollten Sie dann einschalten, wenn der Widerruf vor Urlaubsantritt Ihnen zugeht. Nach Urlaubsantritt müssen Sie den Urlaub wegen eines Widerrufs nicht abbrechen oder gerichtliche Schritte einleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 20.06.2011 | 19:55

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