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Urlaubsanspruch bei Kündigung bis zum 15. des Monats

19.09.2019 08:28 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich habe im Februar des Jahres angefangen zu arbeiten.#Jetzt habe ich meinen Vertrag fristgerecht zum 15.10. gekündigt. Mein Arbeitgeber will mir für den Oktober keinen Urlaubstag laut Bundesarbeitsgesetz gewähren ist das richtig?
19.09.2019 | 09:43

Antwort

von


(475)
Harmsstraße 86
24114 Kiel
Tel: 0431 88 70 49 75
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Halbe Monate bei einer Kündigung zum 15. des Monats werden grundsätzlich auch mit der Hälfte des Monatsanspruchs berechnet. Demzufolge ergäbe sich beispielsweise ein 0,5 Urlaubstag.

Ergeben sich nach der Rechnung aber ungerade Zahlen mindestens 0,5 , so wird bei mehr als einem halben Tag aufgerundet. Abgerundet wird nie.

Eine Ausnahme besteht jedoch dann, wenn sich hier bei der Urlaubsberechnung Bruchteile von unter 0,5 Urlaubstagen ergeben, dann ist zwar immer noch nicht abzurunden. Vielmehr ist dieser Bruchteil dann aber durch Freistellung zu gewähren.

Beispiel: § 5 Abs. 2 BUrlG bestimmt, dass Urlaubstage ab einem halben Tag aufzurunden sind. Ergeben sich also beispielsweise durch das Zwölftelungsprinzip 12,5 Urlaubstage, so ist auf 13 Tage aufzurunden. Bei 0,1 bis 0,4 Urlaubstagen ist "abzurunden". Aus 12,4 Urlaubstagen werden 12 Tage. Die übrigen 0,4 Urlaubstage verfallen jedoch nicht, sondern müssen minuten- bzw. stundengenau abgegolten werden.

Ferner gilt die Vorschrift des § 4 BUrlG : "Der volle gesetzliche Urlaubsanspruch wird erstmalig nach 6 monatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben."

Unter § 5 Bundesurlaubsgesetz ist geregelt, in welchen Fällen dem Arbeitnehmer lediglich 1/12 des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses zusteht.

Einen Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs hat der Arbeitnehmer
- wenn er aufgrund der Nichterfüllung der Wartezeit (§ 4 Bundesurlaubsgesetz) keinen vollen Urlaubsanspruch erworben hat;
- wenn er vor erfüllter Wartezeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet;
- wenn er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahres aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Lembcke

ANTWORT VON

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