Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Muss man den Ausschluss eines Erbberechtigten begründen?

02.05.2006 12:01 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Kürzlich habe ich in der Presse eine Notiz gelesen, leider ohne Quellenangabe, darin stand, dass bei einer Enterbung genaue Gründe angegeben werden müssen. Der bloße Hinweis, dass man jemanden, der erbberechtigt ist ausschließt, reiche nicht. Ist das nicht erfolgt, hat man Anspruch auf den Erbteil über den Pflichtanteil hinaus. Stimmt das so?
Mfg
blaupunkt_de

Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsberichts wie folgt beantworten möchte:

Nein, das haben Sie wohl falsch aufgefaßt oder der Bericht war mißverständlich. Sie müssen unterscheiden:

1.

Die „Enterbung“, also der durch Testament oder einseitige Verfügung erfolgte Ausschluss von der gesetzlichen Erbfolge muss nicht begründet werden. Es reicht schlicht die Einsetzung eines gewillkürten Erben oder selbst der alleinige Ausschuss des gesetzlichen Erben („negatives Testament“).

Dem „Enterbten“ verbleibt ja noch die Hälfte des gesetzlichen Erbteils; der Erblasser hat nur zulässigen Gebrauch von seiner Testierfreiheit gemacht.

2.

Anders verhält es sich bei der Entziehung des Pflichtteils. Dieser verlangt Pflichtteilsunwürdigkeit (§ 2333 ff. BGB), die in der letztwilligen Verfügung o.ä. darzulegen ist (§ 2336 II BGB).

Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ansonsten hoffe ich, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüssen,

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67941 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke, Herr RA Schröter, für die verständliche Erklärung meines Sachverhaltes. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle Antwort, auch auf die Rückfrage. Problem wurde geklärt, jetzt fühlt man sich schon gleich besser gewappnet gegen ggf. unberechtigt eintreffende Forderungen :) ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Bin top zufrieden. Auch bei einer dritten Nachfrage per E-Mail wurde meine Frage abschließend beantwortet. Gerne jederzeit wieder. ...
FRAGESTELLER