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Anspruch auf Erbteil


06.11.2007 21:22 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



1999 verstarb meine Mutter. Es liegt ein gemeinsamer Erbschein meiner Schwester und mir vor. Ich bin die Tochter aus erster Ehe meiner Mutter. Mein leiblicher Vater ist verstorben. Meine Schwester ist das einzige Kind aus zweiter Ehe meiner Mutter. Meine Mutter und mein Stiefvater bauten sich 1955 gemeinsam ein Haus. Dieses wurde 1964 mit dem ererbten Geld meiner Mutter komplett bezahlt und war somit schuldenfrei. Das Grundstück ist auf den Namen meines Stiefvaters im Grundbuch eingetragen. Bin ich am Haus erbberechtigt?

Aus persönlichen Gründen wage ich erst jetzt, rund zwei Jahre nach dem Tod meines Stiefvaters, mein eventuelles Erbe einzufordern.

Das Haus wurde 2007 ohne mein Wissen abgerissen und das Grundstück wird neu bebaut. Hätte man mich als eventuelle Erbin in diese Planungen einbeziehen müssen?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

anhand Ihrer Schilderung ist davon auszugehen, dass Ihr Stiefvater Alleineigentümer des Grundstücks war. Durch die bloße Finanzierung des Grundstücks ist Ihre Mutter nicht (Mit-)Eigentümerin geworden.

Als Erbin Ihrer Mutter sind Sie nicht ohne weiteres auch am Grundstück erbberechtigt, da Ihre Mutter nicht Eigentümerin des Grundstücks war. Als Stieftochter sind Sie im Rahmen der gesetzlichen Erbfolge nicht zur Erbin des Stiefvaters geworden. Sie sind nur dann Erbin geworden, wenn der Stiefvater Sie in einem Testament oder einem Erbvertrag bedacht hat.

Da Sie nicht Erbin sind, waren Sie beim Abriss und Neubau nicht zu beteiligen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bedaure, keine anderslautende Auskunft geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.11.2007 | 21:53

Sehr geehrter Herr Matthes,

vielen dank für die schnelle Bearbeitung meiner Frage. Ich bin mir jedoch nicht ganz sicher, ob es zwischen uns ein Missverständnis gegeben hat. Gilt Ihre Aussage auch, wenn das Grundstück durch beide Ehepartner (während der Ehe) erworben und bezahlt wurde? Es entspricht der Tatsache, dass nur mein Stiefvater, nicht aber meine Mutter im Grundbuch eingetragen ist.

Viele Grüße
evborn

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.11.2007 | 13:17

Eigentum an einem Grundstück wird durch Auflassung und Eintragung in Grundbuch erworben, §§ 873, 925 BGB. Die Eintragung Ihrer Mutter ins Grundbuch ist nicht erfolgt, weshalb sie nicht Eigentümerin geworden ist.

Der Erwerb während der Ehe hätte Auswirkung auf den Zugewinn gehabt. Da aber Ihre Mutter vor Ihrem Stiefvater verstorben ist, ergeben sich insoweit keine erbrechtlichen Ansprüche zu Ihren Gunsten am Nachlass des Stiefvaters. Ich bleibe daher bei meiner ursprünglichen Einschätzung.

Mit freundlichen Grüßen

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