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Anspruch auf Erbteil Nach Hausverkauf des Adoptivvater

| 02.01.2020 07:47 |
Preis: 85,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Sehr geehrte Anwaltschaft,
Sehr geehrte Damen und Herren,

in meinem Fall wird nun, mit zweimonatiger Vorkaufsmöglichkeit, von meinem Adoptivvater
der restliche Hausanteil mit umliegenden Teilgrundstück (3/4 Anteil Haus/Grundstück) gehört dem Adoptivvater (Verkaufsvertrag m. Aufteilungsplan liegt bereits vom Notar vor) verkauft.
Es liegt ein Vorkaufsrecht für uns vor. Ein vierteleigentum wird von unserer Familie bewohnt.
Vorkausfsrecht soll jetzt von uns (mit meinem Ehemann) mit zweimonatsfrist entschieden werden.
Meine Frage dazu wäre ob der Pflichtteil auf den Resthausverkauf geltend gemacht werden kann?
Ist dadurch vielleicht eine Kaufpreisminderung möglich?
Kann ein/ der Erbteil (von mir als Adoptivtochter) noch/ auch vom Verkäufer (Adoptivvater) und seinen von ihm bestimmten Generalbevollmächtigten in der Sache (Käufer; Nichte, Großnichte) geltend gemacht bzw. eingefordert werden ( ggf. mittels Pflichteilsverzicht auf weitere Pflichtteilsansprüche über Anwalt/ od. Notar?) Es kann doch der Pflichtteil nicht etwa "verpuffen?"

Wie dokumentiert man soetwas am besten?

Der Verkaufspreis liegt bei 300 000 €uro und wir sollen 350 000 (bei Annahme Vorkaufsrecht) bezahlen. Ist das Sittenwidrig und soll so das Vorkaufsrecht sabotiert/ ausgehebelt werden?
Wie ist die richtige Vorgehensweise in so einem eigenwilligen "Fall?"

Wir bitten Sie um dringend um einen Rat!

mit freundlichen Grüßen:

Sehr geehrter Fragensteller,

an sich muss sich der Vorkaufspreis immer an dem Preis orientieren, den der Erstinteressent zahlen will, ohne jetzt Ihre konkreten vertraglichen Regelungen zu kennen. Insofern würde sich die mündliche sowie schriftliche Rücksprache mit dem mit der Sache befassten Notar empfehlen.

Vielleicht handelt es sich um Kaufnebenkosten oder andere vertragliche Absprachen, die im Rahmen der Einräumung des Vorkaufsrechts getroffen wurden. Ohne Einsicht in die Verträge / Kostennoten kann man da nur mutmaßen. Der Notar wird es Ihnen sicher verständlich und detailliert erläutern können.

Ein Pflichtteilsanspruch nach den den §§ 2303 ff. BGB, in den zeitlichen Grenzen der §§ 195 ff. BGB, entsteht an sich erst, wenn ein Erbfall vorlag und man auch enterbt worden ist bzw. das Erbe den Pflichtteil unterschritten hat.

Ein Pflichtteilsrecht hat man aber an sich auch als Adoptivkind. Natürlich könnte man auch mit Pflichtteilsansprüchen aufrechnen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Saeger

Nachfrage vom Fragesteller 02.01.2020 | 08:51

Sehr geehrter Herr Anwalt Saeger,
vielen Dank für Ihre Rückantwort auf unsere Frage/n. Zahltag ist also nach dem Ableben des Erblassers!

Nachfrage:
Kann der Hauskaufbetrag von 350 000 Euro im Erbpflichtteil (also Anteilig?) gegen die Nichte und Großnichte gegengerechnet werden?

mit freundlichen Grüßen:

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.01.2020 | 08:58

Sehr geehrter Fragensteller,

in der Tat: Erb- und / oder Pflichtteilsansprüche entstehen erst im Erb- Todefall, wenn nichts anderes vertraglich geregelt ist.

Dieser Anspruch kann dann gegen die Erben gerichtet werden. Wenn dies Nichten usw. sein sollten, gegen diese. Sollten andere erben, dann sind wiederum diese diejenigen, die den Pflichtteil zu erfüllen haben. Sollte die Vollmacht der Nichten auch postmortal gelten, kann man sich auch an diese wenden, wenn die Erben noch unbekannt sein sollten. Denn deren Vollmacht gilt ja weiter.

Ich danke Ihnen ebenso für Ihre Fragestellung.

MfG RA Saeger

Bewertung des Fragestellers 07.01.2020 | 08:58

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Schnelle und kompetente Antwort, vielen Dank! Ich komme gerne auf Herrn RA Lembcke zurück ...
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Ich bin immer noch der Meinung, dass es damals die passende Rechtsgrundlage gab, aber diese Detektivarbeit sprengt vielleicht diese Fragestellung. Das Drumrum war sehr hilfreich. Danke ...
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