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Erbteil meiner Nichte

| 23.11.2018 06:06 |
Preis: 64,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.


Guten Morgen,

meine Mutter ist vor einigen Wochen in hohen Alter von 94 Jahren verstorben. Es wurde nie ein Testament oder sonstiges gemacht da mein Vater schon lange verstorben ist und meine Mutter unter ihren Kinder alles gleich aufteilen wollte! Zum Nachlass gehören ein großes 3-Parteien Mietshaus sowie ca. 3ha Ackerland und ca. 40000€ Barvermögen ! Es lebt außer mir noch meine Schwester, unser Bruder ist leider auch schon lange verstorben, dieser hat aber eine Tochter(meine Nichte)!
Frage 1: Bekommt hier meine Nichte den selben Anteil wie ich und meine Schwester also 1/3 vom ganzen Erbe oder nur die hälte des Drittels ? Wenn ja wäre das sehr schade da diese seit 20 Jahren keiner mehr gesehen hat, sich um nichts gekümmert hat und nicht mal auf der Beerdigung war aber sei’s wies ist!
Frage 2: Wenn meine Schwester und ich das Haus behalten wollen, müssen wir meines Wissens nach den Verkehrwert des Hauses ermitteln lassen und den daraus folgenden Erbteil an unsere Nichte ausbezahlen! Was wenn dieses Szenario abgeschlossen ist und wir das Haus dann sagen wir ein Jahr später doch viel teuerer verkaufen? Muss hier dann nachfolgend noch ein Ausgleich an meine Nichte stattfinden?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zu Frage 1:

Wenn Ihre Nichte das einzige Kind Ihres vorverstorbenen Bruders ist, dann ist diese als dessen Abkömmling begünstigt.

Nach § 1924 BGB sind die erstrangigen gesetzlichen Erben die Abkömmlinge des Erblassers. Abkömmlinge sind die Kinder, Kindeskinder etc. Eben jene, die dem Stamm des Abkömmlings zuzurechnen sind.

Ist ein Abkömmling vorverstorben, treten an dessen Stelle dessen Abkömmlinge. Dies ergibt sich evident aus § 1924 Abs. 3 BGB .

Nach § 1924 Abs. 4 BGB erben alle Abkömmlinge zu gleichen Teilen. D. h. Ihre Nichte erbt auch 1/3.

Zu Frage 2:

Ja, das ist korrekt. Maßgeblich ist der Verkehrswert zum Zeitpunkt der Erbauseinandersetzung. Zukünftige mögliche Wertsteigerungen/Wertverluste sind nicht zu berücksichtigen. Denn die Immobilie könnte in ein paar Jahren auch weniger Wert sein.

Ein nachträglicher Ausgleich ist daher nicht vorgesehen und angezeigt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Sofern meine Ausführungen zufriedenstellend waren, würde ich mich über die Abgabe einer vollen 5-Sterne-Bewertung freuen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 23.11.2018 | 08:21

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