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Kündigung während Krankheit bei einer Arbeitsvermittlung


27.11.2015 13:42 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Wenn ein Leiharbeitnehmer betriebsbedingt gekündigt wird, muss der Verleiher vortragen und beweisen, dass es keine Einsatzmöglichkeiten für den Leiharbeitnehmer gibt. Dies bezieht sich nicht nur auf den Entleiher, bei dem der Arbeitnehmer eingesetzt war, sondern auch auf andere Entleiher.


Guten Tag,
mit wurde heute telefonisch die Kündigung ausgesprochen zum 31.12.
Aktuell bin ich bis zum 4.12. krankgeschrieben. Ich war bis zum gestrigen Tag in einem vermittelten Arbeitsverhältniss welches nun augrund der evtl längeren Krankheit beendet wurde und habe nun von meinem Arbeitgeber heute mitgeteilt bekommen dass ich in den nächsten Tagen die Kündigung erhalten werde aufgrund schlechter Auftragslage da sie aktuell noch nicht wissen wie lange meine Krankmeldung noch bestehen wird und sie mich daher aktuell nicht weitervermitteln können. Können Sie mir so einfach die Kündigung aussprechen? Muss ich diese annehmen?

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Sehr geehrter Fragestellerin,

ich verstehe Sie zunächst so, dass Sie im Wege der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigt sind und der Entleiher den Arbeitnehmerüberlassungsvertrag aufgrund ihrer Krankheit beendet hat.

Soweit Sie länger als sechs Monate beschäftigt sind und Ihre Arbeitgeberin mehr als zehn Arbeitnehmer in Vollzeit beschäftigt, gilt für Ihr Arbeitsverhältnis das Kündigungsschutgesetz. Für eine betriebsbedingte Kündigung bestehen hohe Anforderung, da die Arbeitgeberin im Fall einer Kündigungsschutzklage vortragen und beweisen muss, dass sie keinen anderweitigen Auftrag für Sie hat.

Die Kündigung muss zudem schriftlich erfolgen. Ich verstehe Sie aber so, dass Sie die schriftliche Kündigung noch erhalten sollen und heute nur vorab telefonisch informiert wurden. Sie sind verpflichtet, die Kündigung in Empfang zu nehmen, können aber drei Wochen nach Erhalt der Kündigung Klage beim zuständigen Arbeitsgericht erheben. Dann müsste die Arbeitgeberin erklären, dass sie wirklich keine Arbeit für Sie hat. Die 3wöchige Frist ist in jedem Fall einzuhalten,.

Soweit Sie aktuell schwanger oder schwerbehindert sind, besteht ggf. noch Sonderkündigungsschutz. Hierzu machen Sie jedoch keine Ausführungen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.11.2015 | 15:58

Für mich ist allerdings auch die Frage ob mich die Arbeitnehmerüberlassung während meiner Krankheit die über den 30.11. hinausgeht kündigen kann, zusätzlich liegt dieser meine Krankmeldung erst seit dem 24.11. vor und gestern wurde der Einsatz vom Entleiher beendet.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2015 | 16:08

Sehr geehrte Fragestellerin,
auch ein erkrankter Arbeitnehmer kann gekündigt werden. Ein Krankenschein an sich stellt keinen Kündigungsschutz dar.

Soweit Ihre Arbeitgeberin die Kündigung auf die Erkrankung stützen möchte, bestehen im Fall der Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes auch hier hohe Anforderungen, da Ihre Erkrankung entweder so sein muss, dass Sie die geschuldete Tätigket voraussichtlich nicht mehr werden erbringen können. Oder Sie müssen in den letzten drei Jahren Kurzzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen Dauer pro Jahr erlitten haben.

So wie Ihnen die Kündigung aber wohl telefonisch erläutert wurde, wird diese aber wohl eher mit Auftragsmangel begründet und somit betriebsbedingt ausgesprochen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler

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