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Angestellt über Personaldienstleister - gekündigt und Stelle anders neu besetzt! Was tun?

12.08.2013 18:24 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Ein Personaldienstleister kann einen Arbeitnehmer bei Verlust des Auftrags durch den Endkunden nur dann kündigen, wenn er keine anderweitige Einsatzmöglichkeit für den Arbeitnehmer hat. Dies ist erfahrungsgemäß schwierig zu begründen, solange der Verleiher mehr als zehn Arbeitnehmer beschäftigt.

Bin seit 1,5 Jahren über einem Personaldienstleister bei einem globalen Unternehmen als Management Assistentin angestellt. Der Dienstleister ist persönlich mit einem in Team befreundet, und da intern die Position lange ausgeschrieben war, würde diese Art die Stelle zu besetzen angewendet. Bei dem Vorstellungsgespräch wurde gesagt, dass mein Vertrag erstmals ein halbes Jahr über den Personaldienstleister laufen sollte, um danach, wenn alles passte, in einem festen Vertag bei dem Unternehmen zu übergehen.

Bei meinem Anfang ist ein neuer Chef angetreten, an den ich zu berichten hatte. Als ich nachgefragt habe wie es mit einem Übernehmen aussieht, hieß es, dass es im Moment viele Baustellen gäbe, aber dass es geregelt sein sollte vor Ende des Jahres. Diese Prozedere wiederholte sich mehrmals, da sich nichts in dieser Hinsicht tat.

Bei der Rückkehr meiner Urlaub in Juli hieß es, meine Leistungen sind nicht gut (obwohl ich vorher gute Feedback bekommen habe) und dass deswegen den Vertrag mit dem Personaldienstleister gekündigt werden sollte. Am 26. Juli bin ich "abgemeldet" worden, und anschließend habe ich eine Kündigung von dem Personaldienstleister (im Falle er kann mich sonst nicht vermitteln) bis 31.08.2013 erhalten.

Meine Frage ist in wie Fern dieses Verhalten Rechtswidrig ist, da meine Position scheinbar neu besetzt werden sollte (mit einer so wie es aussieht günstigeren Arbeitskraft)? Eine annehmbare "Grund" meiner Kündigung habe ich nicht bekommen, außer dass meine Leistungen "nicht gut" sind.

Für Ihre Antwort wäre ich dankbar!

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt, wobei ich wie gewünscht mit geringer Detailtiefe ausführe:

Ihr Arbeitgeber ist das Personaldienstleistungsunternehmen, das Sie offenbar nach Verlust des Auftrags betriebsbedingt gekündigt hat. Dies ist erfahrungsgemäß nur schwierig zu begründen, da ein Personaldienstleister erfahrungsgemäß oft noch andere Einsatzmöglichkeiten hat und meist auch mehr als zehn Arbeitnehmer in Vollzeit beschäftigt, so dass das sog. Kündigungsschutzgesetz greift. Sie sollten daher Kündigungsschutzklage gegen den Personaldienstleister erheben. Bitte beachten Sie, dass die Klage zwingend spätestens drei Wochen nach Erhalt der Kündigung beim Arbeitsgericht eingehen muss, anderenfalls ist diese unumgänglich wirksam.

Zudem sollten Sie sich umgehend beim Arbeitsamt arbeitssuchend melden, soweit noch nicht geschehen.

Gegen das Entleihunternehmen sehe ich bei erster Prüfung wenig Ansatzpunkte, auch wenn Ihnen eine Übernahme in Aussicht wurde. Bei Leiharbeitnehmern ist es nun einmal so, dass diese nicht beim Entleiher beschäftigt sind und somit nicht argumentieren können, dass der Arbeitsbedarf beim Entleiher in Wahrheit gar nicht weggefallen ist. Vielmehr ist hier auf das Verleihunternehmen abzustellen, siehe oben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin

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