Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung durch den AN


07.08.2007 17:26 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Am 30.07.2007 habe ich meinen genehmigten unterschriebenen Urlaubsantrag, für den Zeitraum vom 24.08.07-07.09.07,vom AG zurück erhalten. Am 03.08.2007 kündigte ich mein AV fristgerecht zum 31.08.2007. Mir steht noch Resturlaub von insgesamt 8 Tagen zu. Am 06.08.2007 reichte ich eine Änderung zum gen. Urlaubsantrag ein.Ich bat um Änderung des Urlaubes auf 22.08.07-31.08.07. Der AG streichte mir den KOMPLETTEN Urlaub und bestimmte das er mir diesen auszahlen wird. Ohne mich überhupt zu fragen ob mir das recht sei. Ich will keine Auszahlung des Urlaubs.Ich habe einen Urlaubsplatz ab dem 24.08.07 gebucht. Bei uns herrscht kein Personalmangel.
Nun meine Frage:
Darf mein AG mir meinen zustehenden Urlaubsanspruch einfach so streichen? Vorallem den erst genehmigten Urlaubsschein ohne meine Zustimmung streichen? Wie kann ich mich verhalten, ohne dass wir im Streit auseinander gehen????
Vielen Dank für Ihre Bemühungen
mit freundlichen Grüßen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Es können nur die wesentlichen Aspekte des Falles geklärt werden.

Aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Wenn der Arbeitgeber den Urlaub vom 24.08.2007 – 07.09.2007 bereits gewährt hat, ist er an diese Genehmigung gebunden. Daran ändert auch Ihr neuerlicher Urlaubsantrag nichts.

Wenn Sie von dem Arbeitgeber nach erfolgter Genehmigung einen Änderungsantrag einreichen, so gelten auch hier die allgemeinen Regeln für die Gewährung des Urlaubs. Danach kann Ihr Arbeitgeber den Urlaubswunsch nur ablehnen, wenn dringende betriebliche Belange oder die Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer entgegenstehen. Da der zweite Urlaubszeitraum sich größtenteils mit dem ersten deckt, ist von beiden Alternativen nicht auszugehen.

Ihre Kündigung darf jedenfalls bei der Frage der Urlaubsgewährung nicht ausschlaggebend sein.

Der Arbeitgeber darf Ihnen also nicht den Urlaub streichen und darf darüber hinaus wohl auch nicht den zweiten Antrag ablehnen. Sie sollten Ihren Fall dem Betriebsrat (falls vorhanden) vortragen. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie mit dem Arbeitgeber direkt Rücksprache halten. Wenn dies nichts bringt, sollten Sie eine/n Kollegen/Kollegin vor Ort mit der Sache betrauen.

Um Ihre Rechte zu wahren, sollten Sie schnell handeln, da ansonsten Ihre Rechte in der kurzen Zeit nicht mehr durchgesetzt werden könnten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Kerres
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 08.08.2007 | 09:53

Sehr geehrter Herr Kerres,

vielen Dank für die schnelle Antwort. In meinen Beruf bin ich für die Erstellung der Nebenkostenabrechnungen zuständig. Diese müssen fristgerecht bis zum 31.12.2007 an die Mieter verschickt sein.
Ich habe nur eine Nachfrage.
Was können "dringende betriebliche Gründe"sein? Zählt mein Aufgabengebiet auch darunter?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.08.2007 | 10:15

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ob ein betrieblicher Grund zur Ablehnung des Urlaubsantrages vorliegt, ist nicht pauschal zu beantworten. Um dies festzustellen muss die Situation des konkreten Betriebes im Einzelfall geprüft werden. Die Ablehnung eines Urlaubsgesuches kann aus betrieblichen Gründen geboten sein, wenn der Urlaubswunsch in eine besonders arbeitsintensive Zeit wegen der Eigenart der Branche (bei Ihnen Nebenkostenabrechnungen) fällt, und der Arbeitgeber den Urlaub des Arbeitnehmers nicht durch andere Arbeitskräfte kompensieren kann.

Die Aufzählung dessen, was sonst ein Grund sein kann sprengt an dieser Stelle den Rahmen (Beispiele: hoher Krankenstand / hohes Arbeitsaufkommen durch unerwarteten Auftrag / Unterbesetzung des Betriebes...)

Da der Arbeitgeber aber schon Urlaub für den gleichen Zeitraum gewährt hatte, hat er damit bereits signalisiert, dass eben kein betrieblicher Grund vorliegt.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Kerres
- Rechtsanwalt -

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER