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Urlaubsanspruch bei Kündigung 31.7.

28.05.2018 09:55 |
Preis: 35,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Scheidet ein Arbeitnehmer nach Erfüllung der Wartezeit in der zweiten Jahreshälfte aus dem Arbeitsverhältnis aus, kann er den vollen Jahresurlaub verlangen. Eine Kürzung des über den gesetzlichen Mindesturlaub gewährten vertraglichen Urlaub ist nur möglich, wenn dies vereinbart ist.

Guten Tag,

folgender Sachverhalt: Meine Frau kündigt ihren Arbeitsvertrag fristgerecht zum 31.7.2018. Im Arbeitsvertrag ist in dem Absatz „URLAUB" folgendes zu lesen:

„Die Arbeitnehmerin hat Anspruch auf einen kalenderjährigen Erholungsurlaub von 30 Arbeitstagen. Im Übrigen finden auf den Urlaubsanspruch die gesetzlichen Bestimmungen des BurlG Anwendung."

Im laufenden Jahr sind bisher 3 Urlaubstage abgegolten. Wie viel Urlaub steht ihr noch zu, und wie erfolgt die Berechnung und nach welchen Gesetzesgrundlagen?

Vielen Dank

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frau hat Anspruch auf den vollen Jahresurlaub von 30 Tagen, wenn Sie länger als sechs Monate beim alten Arbeitgeber beschäftigt ist.. Dies folgt aus dem Umkehrschluss zu § 5 Abs. 1 c) BUrlG. Da Ihre Frau in der zweiten Jahreshälfte ausscheidet und bei einer Betriebszugehörigkeit von mehr als sechs Monaten auch die Wartezeit erfüllt hat, kann sie den vollen Urlaub verlangen.

Ihr muss aber auch klar sein, dass Sie dann beim neuen Arbeitgeber für 2018 keinen Urlaub mehr nehmen kann. Aus diesem Grund macht es für manche Arbeitnehmer Sinn, die Urlaubsabgeltung nicht vollem Umfang zu verlangen und so z.B. noch "zwischen den Jahren" im neuen Arbeitsverhältnis Urlaub nehmen zu können. Auch wenn so der alte Arbeitgeber Geld spart.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 28.05.2018 | 12:20

Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Beantwortung.
Zu dem Wortlaut "kann den vollen Urlaub verlangen" bleibt noch die Frage, ob dies beim AG schriftlich gestellt werden muss, evtl. schon im Kündigungsschreiben?
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.05.2018 | 12:44

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt: Aus juristischer Sicht muss der Urlaub nicht schriftlich beantragt werden und auch nicht mit der Kündigung verbunden werden. Allerdings macht dies Sinn, da so der Urlaubsantrag gut dokumentiert ist und so Ihre Frau notfalls auch die Urlaubsabgeltung, also die Auszahlung, verlangen kann, wenn der Arbeitgeber darauf besteht, dass Ihre Frau zu Übergabezwecken bis zum Schluss arbeitet.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

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