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Exfrau beansprucht Hälfte des Vermögens - rechtmäßig?

| 09.07.2013 13:39 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


16:32

Zusammenfassung:

Erbrechtliche Ansprüche des geschiedenen Ehegatten.

Letztes Jahr verstarb mein kroatischer Halbbruder. Er hinterließ kein Testament. Meine drei Schwestern und ich erhalten 1/8 des Erbes und eine Tante meines Halbbruders 1/4. Jetzt kommt die Exehefrau meines Halbruders, die seit fünf Jahren von ihm geschieden ist (sie waren wohl sieben Jahre verheiratet), und beansprucht nahezu die Hälfte des gemeinsam erwirtschafteten Vermögens, also beinahe die Hälfte von allem. Wie kann das sein? Nach unserem Recht wird doch bei einer Scheidung alles geregelt.
Gilt in Kroatien eine andere Regelung? Wenn sie einen Anspruch hat, sollte man sich mit ihr außergerichtlich einigen oder es auf einen Gerichtsprozess ankommen lassen? Sie hat auf jeden Fall ihre Ansprüche vor Gericht geltend gemacht. Dieser von ihr beanaspruchte Anteil wird jetzt vom Nachlassgericht zurückbehalten, bis eine Einigung erzielt wird.
Für die Beantwortung im voraus herzlichen Dank.

09.07.2013 | 14:14

Antwort

von


(111)
Marburger Straße 5
10789 Berlin
Tel: 030 219 62 880
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Sofern Ihr Halbbruder und seine Ehefrau in Deutschland gelebt und geheiratet haben und auch hier geschieden wurden, gilt das deutsche Eherecht. Grundsätzlich hat der überlebende Ehegatte gem. § 1931 iVm § 1371 BGB Anspruch auf insgesamt 50% des Erbes, sofern eine Zugewinngemeinschaft bestand. Wenn die Ehegatten jedoch wirksam geschieden wurden, besteht kein Erbrechtsanspruch mehr gem. 1933 BGB. Der geschiedene Ehegatte hat weder einen Erb- noch einen Pflichtteilsanspruch. Daher würde in Ihrem Fall die geschiedene Ehefrau zumindest keinen erbrechtlichen Anspruch mehr haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Nadiraschwili, Rechtsanwaltt


Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.
Fachanwalt für Steuerrecht

Rückfrage vom Fragesteller 09.07.2013 | 15:21

Mein Halbbruder ist Kroate, seine ehemalige Ehefrau ebenso, sie sind nach kroatischem Recht geschieden worden, da sie auch nur dort gelebet haben. Also noch mal meine Frage: Hat seine Exfrau fünf Jahre nach der Scheidung Anspruch auf die Hälfte der zusammen in der Ehe erworbenen Güter? Gilt in Kroatien ein anderes Recht als bei uns in Deutschland?
Wenn ja, sollten wir uns außergerichtlich mit ihr einigen oder es auf einen Prozess ankommen lassen?
Sollten meine Fragen mehr kosten, dann teilen Sie mir das bitte mit. Ich habe mich an den Betrag orientiert, der mir vorgeben wurde.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.07.2013 | 16:32

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

In Kroatien gilt ein anderes Recht als in Deutschland - als in Deutschland zugelassener Rechtsanwalt kann ich keine abschließende Auskunft über die Rechtslage in Kroatien geben. Auf Grund Ihrer Schilderungen ging ich davon aus, dass Ihr Halbbruder Kroate war, aber in Deutschland gelebt hat.

Nach deutschem Recht hätte die Exfrau - wie gesagt - keine Ansprüche auf das Erbe, wie es sich nach kroatischem Recht verhält wäre ggf. durch einen kroatischen Kollegen zu bewerten. Ich kann mir jedoch kaum vorstellen, dass es dort anders ist.

Sie sagten Sie hat Ihre Ansprüche vor Gericht geltend gemacht und das Nachlassgericht hält den Anteil zurück - ist dies ein deutsches Gericht? Wenn dies der Fall ist, können Sie mich gerne z.B. per Mail kontaktieren und der Fall könnte im Rahmen einer Erstberatung unter Anrechnung des bisher gezahlten Betrags weiter erörtert werden. Sollte es ein kroatisches Gericht sein empfehle ich die Inanspruchnahme eines dort ansässigen Rechtsanwalts.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.07.2013 | 17:51

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Wenn ich schreibe, dass es sich um einen kroatischen Erbrechtsfall handelt, dann ist für mich klar, dass sich das Erbe in Kroatien befindet und damit vom kroatischen Nachlassgericht bearbeitet wird. Meine Frage wurde überhaupt nicht beantwortet. Ich bin jetzt genau so schlau wir vorher - nur 60 Euro ärmer. Danke

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 09.07.2013
2,4/5,0

Wenn ich schreibe, dass es sich um einen kroatischen Erbrechtsfall handelt, dann ist für mich klar, dass sich das Erbe in Kroatien befindet und damit vom kroatischen Nachlassgericht bearbeitet wird. Meine Frage wurde überhaupt nicht beantwortet. Ich bin jetzt genau so schlau wir vorher - nur 60 Euro ärmer. Danke


ANTWORT VON

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