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Auszahlung meiner Schwester


| 11.12.2013 20:17 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgenden Fall. Ich würde das Haus meiner Eltern übernehmen, die dadurch ein lebenslanges Wohnrecht haben, damit bin ich auch voll einverstanden.Die Plege für meine Eltern würde ich auch übernehmen und werde sie bestimmt nicht ins Altersheim abgeben falls der Fall eintreten sollte.Die Grundstücksgröße auf dem sich das Haus mit Keller, Garage , Carport, Schuppen für Fahrräder usw.befindet, beträgt 1800m².

Das Haus ist 30 Jahre alt und es wurde seitdem nichts erneuert. Holzheizung, Hausdach sind überfällig und müssen erneuert werden.

Außerdem haben meine Eltern noch zwei Waldstücke die beide eine Fläche von jeweils 0,2 Hektar haben.

Der komplette Wert wurde vom Schätzer ,mit 195.000 Euro ermittelt

Meine Elterm wohnen im Erdgeschoss und ich würde dann oberhalb (Dachgeschoss) 80m² mit meiner Frau einziehen. Das Haus ist 15 auf 15 Meter groß. Die obere Wohnung die derzeit leer steht würde ich dann ausbauen damit man mit einer Familie mit zwei Kindern wohnen kann. Der stand derzeit reicht gerade mal für zwei Personen für die Dachwohnung. Die beiden Wohnungen sind abgetrennt.

Von meinen Eltern aus soll ich meiner Schwester 80.000 Euro geben und alles würde dann mir überschrieben werden.

Die Summe wenn ich höre, wird mir ganz übel. Wenn ich darüber nachdenke wieviel man in das Haus einrichten muss z.B neues Hausdach, neue Heizung, der komplette Ausbau der mit 170.000 Euro von einen Fachmann veranschlagt wurde, dasind mir 80.000Euro viel zu viel die ich meiner Schwester geben soll.

Können Sie mir bitte weiterhelfen.

Wenn meine Eltern ein lebenslanges Wohnrecht haben vermindert sich doch der Wert dadurch? Meine Eltern sind beide 53 Jahre.

Außerdem kommen dann immer noch weitere Reperaturen auf mich zu wenn das Haus 30Jahre alt ist.

Ich habe gesagt dass sie meiner Schwester die Waldgrundstücke geben sollen aber das will meine Schwester nicht weil sie 120km wegwohnt.

Wieviel Geld muss ich meiner Schwester auszahlen wenn ich alles bekommen würde.
bzw. welcher Plichtteil steht ihr zu.

Können Sie mir hier bitte eine Rechnung aufstellen?

Können Sie mir hier dazu Ihre Meinung erläutern?

Vielen Dank








11.12.2013 | 21:09

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1.
Eine Übertragung des Hausgrundstücks Ihrer Eltern auf Sie gegen Einräumung eines lebenslänglichen Wohnrechts an einer Wohnung und Übernahme der Pflege und einer Ausgleichszahlung an die Schwester unterliegt der freien Vereinbarung. Feste Regeln gibt es dafür nicht und ich kann leider auch keine "Rechnung" aufstellen.

Bei den mitgeteilten Zahlen erscheint mir eine Ausgleichzahlung an die Schwester in Höhe von 80.000,-- € jedoch auch übersetzt.

Sie müssen sich mit Ihren Eltern einigen. Wenn eine Einigung nicht zustandekommt werden Ihre Eltern Ihnen das Grundstück nicht übertragen.

2.
Um den Wert eines lebenslanges Wohnrecht zu ermitteln, wird das Wohnrecht unter Berücksichtigung der Lebenserwartung der Eltern kapitalisiert. Grundlage ist die ortsübliche Miete für die Wohnung der Eltern.

3.
Die Frage eines Pflichtteils stellt sich so wohl gegenwärtig nicht. Ein Vertrag wie angedacht wäre vermutlich keine Schenkung.

Wenn die Schwester mit einer Ausgeichszahlung abgefunden würde, könnte sie wegen der Grundstücksübertragung säter keine Ansprüche mehr stellen.

Wenn Ihre Schester enterbt würde, wäre sie nach jedem Elternteil pflichtteilsberechtigt. Nach dem Tod des ersten Elternteils würde der Pflichtteil 1/8, nach dem zweiten Elternteil 1/4 betragen. Dabei gehe ich davon aus, dass keine weiteren Geschwister vorhanden sind.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Moosmann, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 11.12.2013 | 21:29

Sehr geehrter Herr Anwalt,

gibt es einen festgelgten Prozentwert der Lebenserwartung der Eltern für das Wohnrecht und wie wird das dann vom Gesamtwert abgezogen? (Miete 400Euro/Monat)

Können Sie bitte eine Beispielrechnung von den 195.000Euro geben?

Was wäre ein angemessener Auszahlungspreis?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.12.2013 | 09:27

Sehr geehrter Ratsuchender,

das Statistische Bundesamt gibt Stebetafeln zur durchschnittichen Lebenserwartung heraus. Danach hat eine 53-jährige Frau eine durchschnittliche Lebenserwartung von 27,06 Jahren, ein Mann in Höhe von 31,22 Jahren.

Der Kapitalwert eines lebenslänglichen Nutzungsrechts ermittelt sich nach § 14 Bewertungsgesetz (BewG) mit dem Vielfachen des Jahreswerts der Nutzung. Der Vervielfältiger ergibt sich aus der durchschnittlichen Lebenserwartung.

Ich komme aufs Erste zu folgender Berechnung:

Jahreswert 4.800,-- € x 31,22 = 159.856,-- €


Bei einem angenommenen Grundstückswert von 195.000,-- € hätten Sie durch eine Übertragung des Grundstücks durch die Eltern rechnerisch "nur" folgenden Vorteil:

Grundstückswert 195.000,-- €
./. Wohnungsrecht 149.856,-- €
_____________
verbleiben 45.144,-- €

Die Hälfte hiervon, also ca. 22.572,-- € wäre als Ausgleichszahlung gerechtfertigt.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Bewertung des Fragestellers 14.12.2013 | 03:00


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 14.12.2013
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