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Wohnsitz Deutschland - Überschüsse von Windradanteilen in Dänemark

| 19.04.2010 16:46 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Holger J. Haberbosch


Hallo,

ich wohne und arbeite fest in Deutschland.

Ich möchte Windradanteile im Heimartland Dänemark kaufen. In Dänemark sind Überschüsse von Windradanteile *steuerfrei* bis ~1000€/Jahr.

Es funktioniert so: Ich kaufe ein Anteil und beziehe
halbjährlich Überschüsse 25 Jahre lang. Die Anlage selbst bekomme ich nicht zurück.

1) Wie muss ich die Überschüsse auf der deutschen Steuererklärung angeben?

2) Werden die Überschüsse von dem zuständigen deutschen Finanzamt als Unternehmensgewinne gesehen? Wenn nein: Als was?

3) Angenommen die Überschüsse betragen weniger als 1000€ pro Jahr. In diesem Fall müsste ich *keine* Steuer in Dänemark bezahlen. Muss ich an Deutschland Steuer auf die Überschüsse bezahlen? *)

Mit freundlichen Grüßen
N.


*) Das Dobbeltsteuerabkommen zwischen Deutschland und Dänemark (auf Deutsch):
http://www.skm.dk/public/billeder/dbo/tyskland.pdf
Eine Mitarbeiterin hat mir unverbindlich erzählt, dass es sich bei Windradüberschüssen um Unternehmensgewinne handelt (Artikel 7) und dass nur Dänemark "Steuerrecht" hat. Ich bin nicht überzeugt, dass diese Aussage stimmt.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich möchte Ihre Frage anhand des dargestellten Sachverhaltes und des ausgelobten Einsatzes wie folgt beantworten:

Tatsächlich werden Einkünfte aus Solaranlagen in Deutschland als gewerbliche Einkünfte behandelt. Im DBA-Recht fallen diese gewerblichen Einkünfte dann unter unternehmerische Gewinne, so dass in Ihrem Fall Art. 7 DBA D-Dänemark Anwendung findet.

Hiernach steht das Besteuerungsrecht, zumindest bezüglich der Einnahmen aus einer in Dänemark befindlichen Anlage, Dänemark zu. In Deutschland werden diese Einkünfte gem. Art.24 DBA dann freigestellt, allerdings werden die Einkünfte in D zur Berechnung des Steuersatzes miteinbezogen(Progressionsvorbehalt).

Sie müssen die Einkünfte daher in der deutschen Einkommensteuererklärung, am besten gesondert, angeben mit dem Hinweis auf das DBA, so dass die Einkünfte nur im Rahmen des Progressionsvorbehaltes auf Ihre Steuerlast einwirken.

Nachfrage vom Fragesteller 19.04.2010 | 18:26

Vielen Dank für Ihre Antwort. Sie haben schon sehr weitergeholfen.

Eine noch genauere Antwort auf die erste Frage würde mich freuen.

Sie schreiben, dass "die Einkünfte nur im Rahmen des Progressionsvorbehaltes auf [meine] Steuerlast einwirken".

Wenn eine Anlage von 1000€ pro Jahr 150€ Überschüsse erzielen würde, wirkt dann die 150€ auf meine Steuerlast oder kann ich durch Abschreibung jährlich ~40€ abziehen, so dass nur 110€ auf meine Steuerlast wirkt? Wie sind die entsprechenden Formularfelder auf der Einkommenssteuererklärung gekennzeichnet?

Mit freundlichen Grüßen
N.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.04.2010 | 18:43

Sehr geehrter Fragesteller,

berücksichtigt werden für den Progressionsvorbehalt nur die Gewinne. Dieser Gewinn wird nach deutschem Steuerrecht berechnet. D.h. alle Ihnen zugeflossenen Einnahmen abzüglich der Ausgaben oder Abschreibungen die zulässig sind. Der verbleibende Gewinn wird Ihren deutschen Einkünften hinzugerechnet und aus diesem Betrag der Steuersatz berechnet, der wiederum nur auf die deutschen Einkünfte angewendet wird.

Für die Steuererklärung müssen Sie die Anlage AUS die entweder im Formular Manager des Bundesfinanzministeriums runtergeladen werden kann, benutzen oder Sie haben ein geeignetes Programm für die Steuererklärung, die meisten haben dieses Formular ebenfalls integriert.

Ich hoffe Ihnen Ihre Nachfrage beantwortet zu haben und wünsche noch einen schönen Abend.

Haberbosch

Bewertung des Fragestellers 19.04.2010 | 21:54

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