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Wird Haus bei Insolvenz verwertet?

| 06.02.2013 19:06 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Mein EX-Mann und ich habe zusammen ein Haus, dass er aber alleine bewohnt.
Wir stehen beide im Grundbuch je 1/2 und haften auch beide für die Kredite.
Es ist aber noch Luft nach oben, das Haus ist mehr Wert als Kredite drauf sind.
Meine Frage wäre : müsste einer von uns beiden Insolvenz anmelden wegen anderen
Schulden, könnte das Haus dann verwertet werden obwohl der andere mit im Grundbuch
steht?

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Eine Insolvenz ändert an dem Zustand, der sich aus dem Grundbuch ergibt nichts.

Der Insolvenzverwalter, der dann für einen Miteiegntümer auftritt wird nicht ohne den anderen Miteigentümer verkaufen können. Vielmehr wird die finanzierende Bank bei einem Insolvenzantrag und späteren Eröffnung des Insolvenzverfahren in der Regel sofort die Zwangsversteigerung einleiten, gerade vor dem Hintergrund, dass die Grundschuld nicht mehr in voller Höhe valutiert.

Der bessere Weg wäre, dass beide Eigentümer sich auf einen Gutachter verständigen, der die Immobilie bewertet und auf dieser Grundlage ein Verkauf erfolgt. Hierbei besteht dann auch die Möglichkeit, dass ein Miteigentümer die gesamte Immobilie als auch das gesamte Darlehen übernimmt und den ausscheidenden Eigentümer auszahlt.

Besteht hierfür keine Grundlage, kann ein Eigentümer die Teilungsversteigerung beantragen. Hierbei wird das Objekt versteigert und der Erlös nach Abzug der Bankforderung an die Eigentümer aufgeteilt. Auch hier kann ein Eigentümer die Immobilie ersteigern.

Im Ergebnis bietet die Insolvenz keine Lösung, um den Verkauf des Hauses gegen den Willen des anderen Miteigentümers voranzutreiben.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen und stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion weiterhin zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 07.02.2013 | 09:53

Erst einmal vielen Dank für die Antwort.

Habe ich das richtig verstanden, dass, wenn die finanzierende Bank
keine Versteigerung will, da eventuell der nicht betroffene
Teil die gesamte Rückzahlung übernimmt, kann der Inso
Verwalter das Haus nicht versteigern.?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.02.2013 | 21:19

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet wird, wird die Bank grundsätzlich die Zwangsversteigerung beantragen. Eine Ausnahme ist nur dann möglich, wenn vorher eine Vereinbarung oder Verständigung getroffen wird.

Der Insolvenzverwalter kann ebenfalls eine Zwangsversteigerung beantragen wird dies aber in der Regel nicht vornehmen, da er mit den Gutachterkosten in Vorleistung treten muss.

Vielmehr wird er dann den nicht insolventen Miteigentümer zum Verkauf des ganzen Hauses oder Übernahme der Eigentumshälfte bewegen wollen.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 07.02.2013 | 18:03

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"Die Antwort war klar und gut verständlich. Das was ich nicht
verstanden habe, habe ich in einer Nachfrage nochmal
geschrieben, allerdings noch keine Antwort bekommen.

"
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