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Wie stehen die Chancen, das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu beantragen?

| 03.01.2008 12:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo,

meine Frage dreht sich um die Beantragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts. Meine Frau hat sich vor 3 Monaten von mir getrennt und ist ohne jegliche Hinweise von heute auf morgen ausgezogen und hat unseren gemeinsamen Sohn (wird im Januar 1 Jahr alt) mitgenommen. Wir haben beide das Sorge- und das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Vor Ihrem Auszug habe ich mich überwiegend um das Kind gekümmert, da meine Frau im wesentlichen sehr stark überfordert war mit unserem Sohn. Meine Frau ist nun fast 600 km weit weggezogen. Ich habe meiner Frau nicht erlaubt das Kind mitzunehmen, hat sich jedoch darüber hinweggesetzt. Sie stellte den Kontakt komplett ein und fordert inzwischen nur noch Unterhalt. Bisher konnte ich in diesen 3 Monaten mein Kind nur einmal sehen. Weiterhin habe ich noch 2 Kinder aus früherer Beziehung, die natürlich Ihren Bruder vermissen, aber da Sie den Kontakt komplett eingestellt hat, können selbst seine Brüder Ihn nicht mehr sehen. Sie hat unseren Sohn aus seinem Lebensmittelpunkt herausgerissen und versucht nun seine restliche Familie aus seinem Leben zu verdrängen. Sie lässt mir auch keine Informationen zukommen und betreibt inzwischen wüste Anschuldigungen gegen mich, die absolut haltlos sind. So hat Sie zum Beispiel mich auf dem Jugendamt an meinem Wohnort angezeit, dass ich meine Kinder missbrauchen und schlagen würde, woraufhin sofort ein Ermittler des Jugendamtes meine beiden ersten Kinder befragte. Der Ermittler ersah sofort, dass es sich hierbei um einen haltlosen Vorwurf handelte, was Ihm auch meine Kinder bestätigten. Des weiteren teilt Sie überall mit, dass ich im eigentlichen Sinne nur "Samenspender" gewesen bin, was natürlich sehr kränkt.

Wie stehen die Chancen, das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu beantragen, bei weiterhin bestehendem geteilten Sorgerecht?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben ohnehin beide derzeit das Aufenthaltsbestimmungsrecht inne. Sie müssten sich daher im Grunde mit der Mutter einigen, was aber vorliegend nicht möglich ist.

Sie können natürlich beantragen, dass das Aufenthaltsbestimmungsrecht auf Sie alleine übertragen wird. Ob das geschieht entscheidet letztendlich das Gericht unter Berücksichtigung des Kindeswohls, also anhand dessen was für das Kind das beste ist, unter Würdigung der Gesamtumstände. Bis das Gericht dies entscheidet, kann es allerdings etwas dauern.

Sie haben zusätzlich noch die Möglichkeit vorläufigen Rechtschutz zu beanspruchen, also zu erreichen, dass das Kind zunächst einmal sofort zu Ihnen zurückkehren kann. Auch hier sind aber das Kindeswohl und die Gesamtumstände maßgeblich. Es muss zudem auch zwingend erforderlich sein, dass das Kind sofort von der Mutter "entfernt" wird. Dafür dürfte meines erachtens der bisher bekannte Sachverhalt nicht ganz ausreichen.

Ein Anhaltspunkt ist allerdings schon mal, dass die Mutter Ihnen quasi Misshandlung Ihrer Kinder vorgeworfen hat. Die an sich zu behaupten, wenn man weis das dies tatsächlich nicht stimmt, ist ebenfalls strafbar. Sie sollten daher die Mutter ggf. Anzeigen. Ferner ist zu berücksichtigen, dass die Mutter fortwährend Ihren Umgang mit dem Kind verwehrt und es auch seiner Familie (Geschwistern) entfremdet. Dies sind alles Gründe, welche für eine Übertragung des Sorge-, bzw. Aufenthaltsbestimmungsrechts auf Sie sprechen.

Wenn Sie eine rechtliche Vorgehensweise hier in betracht ziehen, sollten Sie allerdings umgehend tätig werden. Je länger Sie warten, umso schwieriger wird es das Kind zurück zu bekommen, da die Mutter behaupten wird, das Kind habe sich bereits in seinem neuen Lebenraum eingelebt und solle daher dort verbleiben.

Wenn Sie eine weitere Vertretung in dieser Angelegenheit wünschen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt

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