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Alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht oder Sorgerecht beantragen


03.12.2004 16:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,

bei der Geburt unseres Sohnes 1998 haben der Vater und ich (nicht verheiratet) uns für das gemeinsame Sorgerecht entschieden. Wir haben dann in Südamerika gelebt und uns 2000 getrennt. Ich ging mit dem Kind zurück nach Deutschland.
Ich arbeite ganztags, das Kind wird dann von meiner Familie betreut.
Ich habe den Umgang immer gefördert, der Vater konnte das Kind bei seinen seltenen Besuchen in Deutschland (ca. 2 x jährlich für 2 Wochen) jederzeit sehen, abholen (unregelmäßig und auch ohne Vorankündigung), mit uns essen usw. Ich war immer freundlich zu ihm. Das Verhältnis war einigermaßen in Ordnung.
Nun geht unser Sohn in die Schule und ich habe ihm das Kind betreffend erstmals Vorgaben gemacht, falls er ihn abholen wollte (Hausaufgaben am Schreibtisch, nicht irgendwo, Mittagessen etc.). Diese wollte er so nicht akzeptieren, er fand es immer selbstverständlich wie alles war. Er hat aber gemerkt, dass ich keinen Deut nachgebe in meiner Erziehungweise, und blieb dann während des Aufenthaltes mir gegenüber aggressiv. Er kam dann nicht, wie abgesprochen, rief nicht an, obwohl er es dem Kind versprochen hatte, kam nach durchzechter Nacht und in desolatem Zustand viel zu spät (1,5 Stunden), um zur Oma zu fahren, machte mich madig („die Mama redet schon wieder Scheiß“) usw. Der Junge war sehr verwirrt und wartete oft stundenlang. Dann schlug er dem Jungen vor, ihn in Südamerika besuchen zu kommen (allein). Ich fand das gar keine gute Idee, und es hat mir auch Angst gemacht, er könnte ihn einfach mitzunehmen versuchen. Da ich alleine die Verantwortung für das Kind habe, möchte ich nun zumindest das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht, damit er ihn nicht einfach mitnehmen kann, wann er will , evtl. auch das alleinige Sorgerecht. Auch nicht um ihm das Kind vorzuenthalten, sondern vornehmlich, um das Kind davor zu schützen, das Verhalten seine Vaters und seine Stellung als Variable in seinem Leben (ich sehe ihn als sozial gehandicapped), als normal zu empfinden. Vielleicht sieht er dann auch ein, dass sein Sohn eine ernstzunehmende Person ist, und verhält sich entsprechend.
Ich finde nicht, dass er seiner Sorgepflicht nachkommt, indem er 50-70 Stunden jährlich mit ihm verbringt. Er ist ja auch nicht wirklich da für den Jungen, z.B. als der Junge im Krankenhaus lag, hätte ich ja auch seine Zustimmung für eine OP gebraucht, oder bei der Schulanmeldung. Er ist in Deutschland nicht wohnhaft, ihm einen Brief zuzustellen ist schwierig. Ich habe nicht einmal seine aktuelle Telefonnummer (er ruft übrigens auch nie zwischen den Deutschlandaufenthalten an). Wie stehen meine Chancen zur Erlangung des alleinigen Aufenthaltsbestimmungsrechtes? Wie könnte ich vorgehen?

Freundliche Grüße

Norma

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Guten Abend,

ich bitte Sie, zunächst zu prüfen, ob die bei Geburt des Kindes abgebene Erklärung überhaupt wirksam ist. Das Gesetz geht bei nichtehelichen Kindern immer noch von dem gesetzlichen alleinigen Sorgerecht der Mutter aus.

Nur wenn in einer öffentlichen Urkunde (heißt, sie muß durch einen Notar oder das Jugendamt aufgenommen worden sein) ein gemeinsames Sorgerecht vereinbart ist, gilt dies für beide Eltern. Eine einfache Erklärung oder nur eine Willensübereinstimmung reicht hier nicht.

Wenn die Erklärung nicht in der geforderten Form aufgenommen wurde, sind Sie ohnehin alleine Sorgeberechtigte.

Ansonsten müßten Sie beim Familiengericht einen Antrag auf Übertragung des Sorgerechtes stellen. Das Familiengericht wird dann erst einmal Bericht des Jugendamtes einholen und dann über den Antrag entscheiden. Ich habe allerdings nach Ihrer Schilderung keinen Zweifel, daß eine Übertragung dem Kindeswohl entspricht.

Sie sollten für die Antragstellung einen Rechtsanwalt vor Ort aufsuchen, mit dem Sie das weitere Vorgehen besprechen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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