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Wechsel von Vollzeit auf Teilzeit


26.06.2007 10:47 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Stefanie Helzel



Ich arbeite seit 5 Jahren in einer großen Firma mit mehr als 500 Angestellten als Geschäftsleitungsassistentin in Vollzeit. Vor 2,5 Jahren wurde ich Mutter. Mein Mann und ich teilen uns die Elternzeit. Ich bin nach 1,5 Jahren in meinen alten Job zurückgekehrt. Mein Mann befindet sich noch in Elternzeit. Nach Ablauf der Elternzeit, wird mein Mann wieder Vollzeit arbeiten u. ich möchte in Teilzeit arbeiten. Unser Sohn wird ab November 2006 bis September 2008 in die Kinderkrippe gehen. Im ersten Schritt kommt mir mein Arbeitgeber entgegen u. ich werde bis September 2008 im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Arbeitgeber bis 16.00 Uhr arbeiten. Ab September 2008, wenn unser Sohn in den Kindergarten kommt, möchte ich noch weiter verkürzen u. bis 14.00 Uhr arbeiten. Hier signalisiert mir der Arbeitgeber, dass die Chancen auf eine Teilzeitstelle sehr schlecht aussehen. Mein Chef möchte keine weitere Kraft für den Nachmittag einstellen, sondern nur mit einer festen Vollzeit-Assistentin arbeiten. Auf Rückfrage bei unserer Personalabteilung stehen die Chancen bei 20 % oder weniger, dass ich eine Teilzeitstelle innerhalb der Firma bekomme.

Ich werde meinen Antrag auf Teilzeit 3 Monate vor Ablauf September 2008 einreichen. Sollte die Firma mir keine Teilzeitstelle anbieten können, habe ich eine Chance auf Abfindung, da ich ja eigentlich weiterarbeiten möchte, jedoch auf Grund von Betreuungsproblemen eben nur noch Teilzeit zur Verfügung stehen kann?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vorab möchte ich darauf hinweisen, dass es grundsätzlich keinen Rechtsanspruch auf eine Abfindungszahlung gibt. Die einzig gesetzliche Ausnahme kennt § 1a KSchG im Rahmen der betriebsbedingten Kündigung. Ein Abfindungsanspruch kann ausnahmsweise gegeben sein, wenn dies tarif- oder arbeitsvertraglich vereinbart wurde.

Ein Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit ergibt sich aus § 8 TzBfG. Sind die Voraussetzungen des § 8 TzBfG erfüllt, besteht ein Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit, wenn nicht innerhalb der letzten 2 Jahre bereits schon einmal die Arbeitszeit verringert wurde oder der Arbeitgeber den Antrag berechtigt abgelehnt hat. Leider geht aus Ihrer Schilderung nicht eindeutig hervor, ob es sich bei der aktuellen Reduzierung bereits um einen Teilzeitantrag i.S.d § 8 TzBfG handelt. Sofern Sie hier bereits einen solchen Anspruch geltend gemacht haben, können Sie eine erneute Verringerung erst nach Ablauf von 2 Jahren beanspruchen.
Den Teilzeitantrag darf der Arbeitgeber nur ablehnen, sofern betriebliche Gründe entgegenstehen, d.h. rationale, nachvollziehbare Gründe vorliegen, die eine Ablehnung seitens des Arbeitgebers rechtfertigen. Ob der Arbeitgeber den Antrag berechtigt ablehnen kann, ist im Rahmen dieser Plattform nicht zu beurteilen. Grob gesagt kann ein betriebliches Organisationskonzept, welches dem Teilzeitwunsch entgegensteht, eine Ablehnung rechtfertigen. Letzlich wäre voraussichtlich eine gerichtliche Prüfung erforderlich, um festzustellen, ob die von Ihrem Arbeitgeber genannten Gründe eine Ablehnung rechtfertigen. Bei einer berechtigten Ablehnung, werden Sie kein Abfindungsangebot seitens Ihres Arbeitgebers erhalten. Scheut der Arbeitgeber eine gerichtliche Auseinandersetzung, wird er Ihnen möglicherweise vorab eine Abfindung anbieten.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung vermittelt zu haben, ein konkretere Beurteilung Ihrer Chancen ist im Rahmen dieser Beratung leider nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Helzel
- Rechtsanwältin -
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