Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verzicht auf nachehelichen Unterhalt rechtsgültig möglich?


| 04.09.2006 14:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

die Ehe dauerte 2 Jahre u. wurde im Okt. 04 geschieden. Wir haben ein gemeinsames Kind (jetzt 5 Jahre alt), das bei der Mutter lebt (gemeinsames Sorgerecht). Kindesunterhalt wird von mir gezahlt. Auch nachehelicher Unterhalt für meine Ex, der im Scheidungsurteil auf 250,-- € monatl. festgesetzt wurde. Mein monatl. Nettoeinkommen liegt bei 1.440,--€, das meiner Ex bei ca. 750,-- €.
Meine Ex hat jetzt ihre Ausbildung beendet u. eine Halbtagsstelle bekommen. Ab April 2007 hat sie nach eigener Aussage eine 2/3- oder 3/4-Stelle in Aussicht.
Meine Ex schlägt vor, dass ich den bisherigen nachehelichen Unterhalt bis einschl. März 2007 weiterzahle. Ab April will sie auf jegliche Unterhaltszahlung für sich verzichten (Kindesunterhalt bleibt unberührt).

Frage: Kann dies durch einen schriftlichen Vertrag ohne Inanspruchnahme eines RA / Notars rechtsgültig geregelt werden, und hätte dieser Vertrag auch Bestand, falls die Option April 2007 nicht eintritt und meine Ex evt. zum Sozialamt müsste?

Mit freundlichen Grüssen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

grundsätzlich können Sie einen Vertrag ohne Rechtsanwalt/Notar schließen.

Davon muss ich Ihnen aber abraten. Sie wollen mit Ihrer geschiedenen Frau einen Vertrag schließen, der unter anderem den sogenannten Betreuungsunterhalt ausschließen soll.

Hierfür bedarf es besonderer Regelungen, damit Sie nicht Gefahr laufen, später doch noch zum Unterhalt herangezogen zu werden.

Dieses könnte passieren, wenn man die Aufassung vertritt, der generelle Ausschluss wäre zu Lasten Ihrer geschiedenen Ehefrau und stelle ein derartiges Ungleichgewicht her, welches nicht mehr hinnehmbar ist. Da diese Abwägung von Gericht zu Gericht unterschiedlich getroffen wird, kommt es auf genaue Formulierungen im Vertrag an.

Um diesem vorzubeugen, kann ich Ihnen nur dringend raten, einen Rechtsanwalt oder Notar aufzusuchen.

Es kann in Ihrem Fall auch überlegt werden, ob nicht sogar eine Formulierung wegen einer kurzen Ehedauer aufgenommen werden sollte. Daran könnte in Ihrem Fall - auch wenn das Kind zu betreuen ist - durchaus gedacht werden, da die Ehe nur zwei Jahre gedauert hat und nach Ihrer Kurzdarstellung die Betreuung des Kindes sichergestellt ist.

Damit Sie meinen Rat nicht falsch auffassen, möchte ich Sie darauf hinweisen, das im Unterhaltsrecht 2007 gerade gesetzlich verankter werden soll, dass solche Vereinbarung der notariellen Beurkundung bedürfen. Daran können Sie erkennen, dass wegen der weitreichenden Folgen einer solchen Vereinbarung auch der Gesetzgeber die Notwendigkeit der umfassenden Beratung nun als Voraussetzung annehmen will.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 04.09.2006 | 15:20

Mit welchen Kosten müssten ich/wir beim Notar rechnen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.09.2006 | 15:49

Die genaue Höhe der Kosten kann ich Ihnen nicht verbindlich mitteilen, da diese vom Wert abhängen, die der Kollege dann seiner Kostennote voranstellt.

Grob geschätzt würde ich mit 750,00 EUR rechnen, die aber sicherlich gut angelegt wären.

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die zügige Bearbeitung meiner Frage. Die Antwort hat mich wahrscheinlich davor bewahrt, in eine Falle zu tappen. "
FRAGESTELLER 4/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER