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Unverheiratet- 'One-Night-Stand' und schwanger


| 04.05.2007 19:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Unverheiratet- "One-Night-Stand" und schwanger.
Zur Situation:
Mein Partner und ich sind, mit einer kurzen Unterbrechung, seit etwa 5 Jahren zusammen. Die besagte Unterbrechung fand vor zwei Monaten statt und dauerte ca. drei Wochen an.
In dieser Zeit hatte mein Partner einen "One-Night-Stand" mit einer Bekanntschaft, die er in einer Essener Diskothek kennengelernt hat.
Nach ca. einem Monat bekam er eine SMS, dass die Möglichkeit bestünde, dass sie schwanger sei.
Eine Woche später kam ein Anruf, dass sie nach einem Test ihrerseits und einem Besuch beim Frauenarzt auf jeden Fall schwanger ist und mein Partner der Vater sein soll.
Desweiteren sei sie zu 100% entschlossen, dass Kind zu bekommen und würde sich melden, wenn es alles weitere zu besprechen gelte.
Der weitere Kontakt beschränkte sich nur auf diese eine SMS und den Anruf, es liegen keinerlei Beweise für eine bestehende Schwangerschaft vor.
Verständlicher Weise sind diverse Zweifel an der Richtigkeit der Aussage aufgekommen, da mein Partner sich,trotz seines damaligen Alkoholrausches, absolut sicher ist ein Kondom benutzt zu haben.

Leider beruht alles lediglich auf dem Gefühl, dass da irgentwas nicht ganz "koscher" ist und nicht auf Fakten.
Obwohl "Wunschdenken" sicherlich auch eine persönliche Rolle dabei spielt, bin ich mir relativ sicher, dass sie meinem Partner entweder ein Kind "unterjubeln" will bzw. eine Spender gesucht hat.
Diese Annahme stützt sich auf einige seltsame- aber leider unbeweisbarer- "Zufälle" wie z.B., dass diese Person schon einmal ein Kind verloren hätte, aber Kinder will und sehr bald wieder von Herne nach Hannover zurückgehen würde- um da ihre Zukunft aufzubauen.

Meine Fragen daher sind:

1. Vaterschaftstest- kann sie meinen Partner einfach ohne Beweise als Erzeuger angeben (wobei ihr nur sein Vorname und seine Handynr. bekannt sind- bis jetzt)bzw liegt die Beweispflicht, dass er nicht der Vater ist bei ihm- Rechtslage?

2. wenn er doch der Vater sein sollte- welche verpflichtungen/ Kosten kommen auf ihn/uns zu?

3. da wir vorhatten/haben zu heiraten- werde ich bei den zahlungen mit einbezogen?

Ich hoffe, dass Sie vielleicht Licht in diesen Schlamassel bringen können und es Ihnen nicht allzuviel Mühe bereitet.
Vielen Dank im Voraus!

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

1. Ja, in aller Regel wird es sich aus der Sichtweise der Mutter anbieten Ihren Freund als Vater anzugeben.
Grundsätzlich wird von einer Vaterschaft ausgegangen, wenn der „Erzeuger“ mit der Mutter verheiratet ist oder er die Vaterschaft anerkennt.
Ansonsten verbliebe nur noch die Feststellung der Vaterschaft im Klageweg. D.h. die Mutter müsste den Klageweg bestreiten. Hier würde dann festgestellt werden ob Ihr Freund der Vater ist oder nicht.

2. In jedem Fall Unterhalt für das Kind. In gewissem Rahmen Unterhalt für die Mutter. Für Weitere Angaben bedarf es genauer unterhaltsbezogener Daten von Ihrem Freund, der Mutter, etc.

3. Sie selbst sind nicht verpflichtet Unterhalt zu zahlen.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 08.05.2007 | 17:34

Sehr geehrter Hr. Bukai,
ich danke Ihnen für die prompte Beantwortung meiner Fragen.
Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie mir noch etwas genauer den Punkt mit dem Unterhalt für Mutter(!) u. Kind erläutern würden.

Als Maler verdient mein Freund ca. 1400€ netto, die vermeintliche Mutter soll Bäckerin sein- über ein bestehendes Arbeitsverhältnis bin ich nicht informiert.
Von welchen Faktoren ist es also abhängig- ob u. wieviel Mutter u. Kind an Unterhalt bekommen kann?
Wäre es im Vorfeld nicht vielleicht sinnvoll sich zum Beweis ein Ultraschall- Bild zeigen zu lassen?
Kann man sich überhaupt "vorbereiten" bzw etwas tun?

In der Hoffnung, dass Sie meine Nachfrage nochmals
beantworten verbleibe ich

mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.05.2007 | 19:38

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Unterhaltshöhe wird von vielen Faktoren bestimmt. (Einkommen Unterhaltspflichtiger, Einkommen Unterhaltsberechtigter, Alter des Kindes, etc.)
Da bisher weder ein Kind vorhanden ist, noch Ansprüche gegen Ihren Freund angemeldet wurden sollten Sie sich zunächst keine Gedanken machen.
Im Vorfeld können Sie nichts tun. Sofern die Geschichte der besagten Person stimmen sollte, wird Ihr Freund dies rechtzeitig erfahren. Unter Umständen könnte man daran denken herauszufinden, ob die Schwangere im Empfängniszeitraum noch mit anderen Personen intime Beziehungen unterhielt. Besonders wichtig ist das zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht. Weiteres Handeln ist vor der Geburt nicht erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

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An dieser Stelle herzlichen Dank an Herrn Bukai. "
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