Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhaltspflicht (an Kind und Mutter) von Vater ohne Ehe

01.02.2015 00:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Sehr geehrtes Forum, sehr geehrte Anwaelte,

Ich schildere mal die vorliegende Situation (Stand Jan 2015):

Eine Frau (27) und ein Mann (28) waren circa 2,5 Jahre ohne Ehe zusammen und bekamen dann ungeplant 2 Kinder (Zwillinge, mittlerweile 4 Jahre alt).
Vor circa 3 Jahren also 1 Jahr nach der Geburt (nach insg circa 4 Jahren uneheliche Beziehung inklusive einem guten Jahr gemeinsamer Wohnung) verlaesst der Vater ueberraschend die Mutter und die Kinder.
Das Erziehungsrecht hat er nicht. Er sieht die Kinder fast jedes zweite Wochenende von Samstag frueh bis Sonntag abend. Wie lange sollte er die Kinder eigentlich laut Gesetz sehen? Und wie regelmaessig? Sollte oder muss er auch die Kinder mal fuer eine laengere Zeit nehmen wenn zB der Kindergarten Urlaub hat und die Mutter somit nicht arbeiten kann?

Zum Zeitpunkt direkt vor der Schwangerschaft bis heute noch ist der Vater als Student immatrikuliert, verdient allerdings nebenbei Geld (unklar wie viel, allerdings pflegt er einen recht guten Lebensstandard und ist in einer grossen wohlhabenden Familie das einzige Kinder. Es ist bekannt, dass er aus seiner Familie fuer seine Kinder ein gewisses "Taschengeld" erhaelt, welches er allerdings nie an die Mutter weitergab. Allgemein passierte bis heute keine einzige Unterhaltszahlung von ihm an die Mutter. Sie bezieht lediglich den Vorschuss vom Jugendamt.)

Die Mutter ist selbststaendig und hat einen geringen Verdienst von circa 1000 Euro brutto (exklusive Kindergeld und andere zuschuesse).

Nun wurde bekannt dass der Vater wahrscheinlich ab 1.3. eine Festanstellung wahrnehmen wird. Dadurch sollte er schonmal den Studentenstatus verlieren, richtig? Somit muesste er, sofern er mehr als den Selbstbehalt von 1080 Eur verdient, Unterhalt zahlen, richtig? Was aber, wenn er schon die ganze Zeit als Student durch lukrative Nebenjobs mehr als 1080 netto verdient hatte? Hat er sich dann quasi bis jetzt zu unrecht vor den Unterhaltszahlungen gedrueckt? Kann man diese rueckwirkend geltend machen?

Wie schaut es ausserdem mit einer Unterhaltszahlung an die Mutter selbst aus? Wie lange muesste der Vater diese zahlen, vorrausgesetzt er verdient ueber seinem Selbstbehalt? Wird dies ab 1.3. nun auch fuer ihn faellig werden oder ist die uneheliche Trennung dafuer schon zu lange her?

Noch zu erwaehnen ist, dass der neue Freund der Mutter (mit Festanstellung) bei der Mutter ab 1.5. einziehen wird und somit eine eheaehnliche Lebensgemeinschaft ohne eigentlichen Eheschluss bestehen wird, richtig? Dieser neue Freund wird zu einem gewissen Masse auch indirekt fuer den Unterhalt der Kinder aufkommen. Aendert dies etwas fuer den Vater?

Was aendert sich prinzipiell, sobald die Mutter und der neue Freund heiraten und weiterhin in einem Haus mit den Kindern zusammen fest wohnen?

Wann kann es zu einer Unterhaltspflicht der Eltern des Vaters (Grosseltern der Kinder) kommen?


Ich waere Ihnen dankbar, wenn Sie mir angesichts der von mir geschilderte Lage sagen koennten, was der Vater alles zu zahlen hat, egal ob Student oder als Festangestellter Student oder als Festangesteller fertig Studierter.

Ausserdem: Was passiert mit den Kinderfreibetraegen sobald der Freund und die Mutter heiraten im Falle der Steuerklasse 4 oder der Steuerklasse 3+5?


Vielen herzlichen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,
der Vater muss gemäß seinem Einkommen zahlen und zwar kindesunterhalt gemäß der Düsseldorfer Tabelle. hierzu ist das bereinigte Nettoeinkommen zu ermitteln,d.h. Einkünfte und Abzüge wie etwa Versicherungen, berufliche Aufwendungen, u.a. hierzu kann die Mutter Auskunft verlangen , ggf. gerichtlich. hierzu ist sie sogar verpflichtet, denn der Kindesunterhalt ist ein Anspruch des Kindes nicht der Mutter. wenn Sie nur Unterhaltsvorschuss erhält, so wird auch die Unterhaltsvorschusskasse diese Auskunft verlangen, denn sie will das Geld zurück haben, es ist wie eine Art Darlehen.
eine genaue unterhaltsbetechnung kann erst nach der Ermittlung des Einkommens stattfinden. das Einkommen der Mutter ist dabei egal.
zum Umgang: eine gesetzliche Regelung gibt es nicht, die Eltern können alles frei vereinbaren. üblich ist jedes zweite Wochenende und die Ferien und hohen Feiertage hälftig. hierbei sind die Umstände des Einzelfalles und das jeweilige Alter der Kinder zu berücksichtigen.
Mit freundlichen Grüßen
Draudt
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 01.02.2015 | 01:22

Sehr geehrte Frau Draudt,

Vielen Dank fuer Ihre schnelle Antwort!

Koennten Sie bitte nochmals genauer auf meine Fragen eingehen? Sie haben nicht alles beantwortet. (Ueberall dort, wo ich ein Fragezeichen gesetzt habe.)

Vor allem: Ist der Studienstatus des Vaters relevant oder nur die Hoehe seines Einkommens?

Dankesehr!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.02.2015 | 10:02

Der Studentenstatus an sich ist egal. maßgeblich ist das Einkommen.
Unterhalt für die Vergangenheit kann grundsätzlich nicht gefordert werden , außer Es liegt ein Auskunftsverlangen bereits vor oder eine Zahlungsaufforderung mit in Verzug setzen oder aber es gibt bereits einen Unterhaltstitel.
jedenfalls aber tritt nach drei Jahren Verjährung ein.
Unterhalt wird hier nur für die Kinder geschuldet, aber nicht für die Frau, weil es ja keine Ehe war.
Der neue Freund spielt bei dem hier geschuldeten Kindesunterhalt keine Rolle.

Bitte beachten Sie dass dieses Forum eigentlich die Beantwortung einer Frage vorsieht und steuerliche Fragen nicht zum Gegenstand hat.

mit freundlichen Grüßen
Draudt
Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71437 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Durch die Nachfrage wurde alles geklärt! Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Antwort hat meine Fragen beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Kurze, klare eindeutige Antwort auf die Frage. Rechtssicherheit gegeben. ...
FRAGESTELLER