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Unterschriftsverweigerung vom Arbeitgeber


| 10.11.2011 19:24 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte Sie um eine verbindliche und rechtlich sichere Beantwortung meiner Frage:

Ich bin als Außendienstarbeiter in einem Werkzeug- und Maschinenhandel tätig. Zum Jahresende ist es üblich guten Kunden ein kleines Dankeschön in Form eines gemeinsamen Frühstücks, oder eines Sachwertes unter 20,00 Euro zu überreichen. Mein Arbeitgeber hat den in der Firma arbeitenden AD's Glühwein, Kalender, Feuerzeuge usw. zur Verfügung gestellt. Da ich auch mit großen Kunden mit gutem Jahresumsatz zu tun habe und mir die zur Verfügung gestellten Sachwerte der Firma nicht angemessen erschienen sind, habe ich auf eigene Rechnung Kleinigkeiten wie Taschenlampen, Kaffee, Pralinen und auch beim Fleischer belegte Platten für ein gemeinsames Frühstück gekauft. Ich babe dies mit meinem Arbeitgeber nicht abgesprochen und wollte die Rechnungen als Werbungskosten in meiner Steuererklärung abgeben. Nach einem Schreiben vom Finanzamt benötigt man jedoch eine Unterschrift vom Arbeitgeber, daß die Rechnungen nicht von der Firma bezahlt worden sind, eine Aufstellung der Kunden die Sachwerte erhalten haben und eine Bestätigung das die Überreichung solcher Sachwerte üblich sind.
Ich habe das gewünschte Schreiben mit allen relevanten Daten verfasst und meinem Chef zur Unterschrift vorgelegt. Nach einem kurzen Gespräch gab er mir zu verstehen, daß er dieses Schreiben nicht unterschreibt. Begründung :
Ich bin der einzige AD, der sich so verhalten hat. Nebendem Glühwein und Kalendern hätte auch noch Sekt zur Verfügung gestanden . Er dem Finanzamt keine Daten von Kunden zuarbeiten möchte, da dies eventuell geldwerter Vorteil wäre. Wie schon gesagt die von mir überreichten Kleinigkeiten bzw. das ausgegebene Frühstück fällt nicht in diese Kategorie.Ich betonte das es mein Geld ist und ich der Firma keinen Schaden zugefügt habe,sondern nur über meine Steuererklärung ein Teil meines Geldes wieder holen möchte. Desweitern sagte er mir, das er nicht weiß was ich dort ausgegeben habe.Es handelt sich ca. um 250 Euro. Nach meiner Schilderung das die Rechnungen beim Finanzamt wären usw. bin ich dann ziemlich frustriert ( aber nicht frech oder bösartig ) gegangen.
Ohne Unterschrift vom Chef streicht das Finanzamt meine Rechnungen von den Werbungskosten. Ich habe heute bei meinem Gespräch mit dem Arbeitgeber vergessen zu fragen,ob er mir die Rechnungen im Nachgang noch erstattet ? Ich behaupte aber, daß er dies auch verneint weil ich im Vorfeld nicht um Erlaubnis gebeten habe. Hat der Arbeitgeber das Recht mir diese Unterschrift zu verweigern, obwohl ich eigentlich nur zum Wohle der Firma gehandelt habe und wie kann ich zu einer Unterschrift für das gewünschte Formular kommen ?

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragestellern,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Leider muss ich Ihrem Arbeitgeber zustimmen, Sie haben keinen Anspruch darauf, dass Ihr Arbeitgeber das Formular unterschreibt. Denn Sie haben – wie Sie es schildern – eigenmächtig gehandelt und ohne Rücksprache mit dem Arbeitgeber die Sachwerte eingekauft. Dies gilt erst Recht, weil Ihr Arbeitgeber mit seiner Argumentation hinsichtlich eines möglichen geldwerten Vorteils ggf. gar nicht so falsch liegen kann – einerseits – und andererseits durchaus die Gefahr einer strafrechtlichen Ahndung besteht, wenn die Geschenke einen zu großen Umfang einnehmen. Zu denken wäre hierbei an die einschlägigen Korruptionsdelikte im geschäftlichen Verkehr.

Daher sehe ich leider keine Möglichkeit, Ihren Arbeitgeber dazu zu bringen, das Formular zu unterschreiben.

Dennoch ist es nicht unmöglich, Ihre Kosten als Werbungskosten abzusetzen. Denn zwar hat das Finanzamt Ihnen aufgegeben, die erforderlichen Bestätigungen einzureichen. Dies stellt jedoch nicht Ihr einzig mögliches Beweismittel dar, auch nicht dem Finanzamt gegenüber. Möglich ist ebenfalls die Benennung Ihres Chefs/Vorgesetzten als Zeugen. Problematisch erscheint jedoch, dass er sicherlich nicht bestätigen wird, dass die von Ihnen überreichten Sachwerte üblich sind, was jedoch Voraussetzung für eine Abzugsfähigkeit wäre.

Ich bedauere, Ihnen keine bessere Auskunft geben zu können, hoffe aber dennoch, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben.



Mit freundlichen Grüßen

-Gräber-
Rechtsanwalt



www.rechtsanwalt-graeber.de
Bewertung des Fragestellers 13.11.2011 | 19:58


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FRAGESTELLER 13.11.2011 4,4/5.0
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