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Schichtarbeit nach Elternzeit, Änderung bei Teilzeit

23.01.2015 21:25 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Fragen zum Anspruch auf Teilzeitarbeit

Nehmen wir an, Arbeitnehmerin AN kommt nach 8 Monaten Elternzeit zurück und arbeitet erst einmal Vollzeit weiter, da ihr Partner noch 6 Monate Elternzeit nimmt.
AN arbeitet in einem großen Unternehmen, welches ein alle sechs Wochen rotierendes Schichtsystem hat (alle sechs Wochen beginnt es erneut, allerdings variiern die Anfangszeiten)und hat einen Schichtdienstvertrag. Es gibt zwei Varianten von Schichtmustern, entweder hat man 14 Frühdienste und 14 Spätdienste oder 21 Frühdienste und 7 Spätdienste. Die Anfangszeiten im Frühdienst können zwischen 03.00 Uhr bis 9.00 Uhr und im Spätdienst zwischen 11.30 Uhr und 14.30 Uhr liegen. Wenn im Frühdienst ein Dienst erst ab 8.00 Uhr beginnt, wird er als Mitteldienst bezeichnet.
Nun stellt man sich vor, die AN bittet ihren Arbeitgeber, den Schichtplan auf ein Frühlastiges Raster umzustellen, damit sie weniger Spätdienste hat. Dies lehnt der AG aus wirtschaftlichen Gründen ab. Da der Partner der AN auch wieder im Schichtdienst arbeiten gehen würde, bittet AN ihren AG, die Arbeitszeit auf 50 % zu reduzieren. Um eine Kinderbetreuung zu gewährleisten wünscht sich die AG, dass dieser ihr jede Woche die gleichen zwei aufeinanderfolgeden Tage (zusätzlich zwei Sonntage wären Pflicht) in ihrem Schichtplan festlegt, wobei sie abwechselnd jeweils einen Frühdienst und einen Mitteldienst bräuchte.
Da es sich um ein festes routierendes Rasters handeln würde, könnte der AG der AN theoretisch aber auch ein Raster geben, welches z.b. wie folgt aussehen könnte:
Woche 1 Mittwoch Frühdienst, Donnerstag Frühdienst
Woche 2 Montag Spätdienst Freitag Spätdienst, Samstag Spätdienst, Sonntag Spätd.
Woche 3 Donnerstag Frühdienst
Woche 4 Freitag Spät, Sonntag Spät
Woche 5 Dienstag Früh, Mittwoch Früh
Woche 6 Freitag Spät
danach würde es wieder mit Woche 1 losgehen, wobei die Anfangszeit immer unterschiedlich wäre.
Nun wüsste die AN, dass es auch Kolleginnen mit kleinen Kindern gibt, auf deren Wünsche eingegangen wurde (z.b. ausschießlich Mitteldienste von Donnerstag bis Samstags/zwei Sonntage), die Rastergestaltung der Kollegin würde erst ein halbes Jahr zurückliegen. AN hat in ihrem Bereich mind.. 100 Kollegen/Kolleginnen, davon viele Teilzeit/flexibel auf Abruf.
Sollte der AG auf sein vorgegebenes Raster mit der Begründung wirtschaftliche Faktoren beharren, hätte die AN vor einem Arbeitsgericht eine Chance, ihre Grundwünsche durchzusetzen? z.b. wegen Diskriminierung, Gleichbehandlung oder einen anderen Grund?
25.01.2015 | 15:26

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie können Ihren Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit und der dazugehörigen Verteilung gem. § 8 TzBfG drei Monate vor Beginn der Teilzeitarbeit schriftlich gem. den in §§ 8 ff TzBfG benannten Formalien geltend machen.

Der Arbeitgeber darf nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen die Ablehnung erklären. Nach § 8 TzBfG ist darf eine Ablehnung nur erfolgen: „….soweit betriebliche Gründe nicht entgegenstehen. Ein betrieblicher Grund liegt insbesondere vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht. Die Ablehnungsgründe können durch Tarifvertrag festgelegt werden."

Die Gründe müssen vom AG genau benannt werden. Nach dem vorliegenden Sachverhalt scheinen die Gründe so nicht gegeben zu sein, nur Unwirtschaftlichkeit ist nicht ausreichend. So dass Sie nach der Ablehnung ohne Vorleigen der Gründen Ihren Anspruch auf Teilzeit beim zuständigen Arbeitsgericht beanspruchen können.
Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.




Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)





Rückfrage vom Fragesteller 26.01.2015 | 18:43

Es geht weniger darum, ob die Teilzeit allgemein möglich ist, dies wird vom Arbeitgeber akzeptiert. Die Frage ist, ob ich die Möglichkeit habe, nur Frühdienste durchzusetzen, trotz Schichtdiensvertrag, da andere auch nur Frühdienste haben. Danke für eine Rückmeldung.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.01.2015 | 11:06

Gleiches gilt für die Verteilung der Arbeitszeit, d.h., die Schichteinteilung unterliegt ebenso demm Anspruch aus dem Gesetz und nur wenn tatsächliche betriebliche Gründe vorleigen, kann der Antrag abgelehnt werden.

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