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Schenkung an Kind vor Scheidung bei Zugewinngemeinschaft

19.01.2019 20:01 |
Preis: 56,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer


Hallo,
Mann und Frau leben seit einigen Jahren in Trennung.
Der Mann hat der Frau vor über 10 Jahren eine Immobilie überschrieben.
Die Immobilie war hoch belastet und die Frau hat sich in der Trennungszeit mit den Gläubigern verglichen. Sie hat dafür Ihre Altersvorsorge verwendet. Der Mann hat sich nach der Trennung nicht mehr an den Nebenkosten beteiligt oder Unterhalt für Frau oder Kinder (4) gezahlt.
Die Frau überlegt die Immobilie aus finanzieller Not zu verkaufen. Wenn der Mann davon erfährt, wird er die Scheidung einreichen und den Zugewinnsausgleich fordern. Sie möchte allerdings verhindern, dass er die Hälfte der Kaufsumme erhält.
Macht eine Schenkung an die Kinder Sinn? (Geld nach dem Verkauf vor der Scheidung oder Anteile der Immobilie vor dem Verkauf vor der Scheidung). Wäre die Schenkung an die Kinder vor der Scheidung beim Zugewinnausgleich anfechtbar? Gäbe es eine andere Mögkichkeit den Zugewinn zu schmälern? Es gab keine finanzielle Aufstellung zu Beginn der Ehe und auch nicht bei der Trennung.
Wenn die Schenkungen nicht angefochten werden könnten, wäre die Restsumme der gemeinsame Zugewinn von beiden Parteien und müsste geteilt werden?

Vielen Dank für eine Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Stichtag für die Berechnung des Zugewinns ist die Rechtsgängiger des Scheidungsantrags (Zustellung bei der Gegenseite). An diesem Tag wird das Endvermögen ermittelt.

Wenn der Ehemann bislang nicht zur Unterhaltszahlung aufgefordert wurde, so sind hier keine Rückstände aufgelaufen. Unterhalt ist nicht rückwirkend zu gewähren sondern erst ab dem Zeitpunkt in dem er gefordert wurde. Insoweit besteht also keine Möglichkeit der Aufrechnung mit Rückständen.

Wenn Sie Ihre Immobilie verschenken (auch an die eigenen Kinder) so ist zwar das Vermögen zum Stichtag nicht mehr vorhanden, es handelt sich aber um eine illoyale Vermögensverfügung. Die Schenkung könnte somit zurückgefordert werden. Jedenfalls aber müsste Zugewinn gezahlt werden als ob sich die Immobilie noch in Ihrem Besitz befände.

Eine Möglichkeit den Zugewinn "klein zu rechnen" gibt es nicht. Der Gesetzgeber hat hier bewusst jede Benachteiligung ausschließen wollen.

Ein sinnvoller, gangbarer Weg wäre ein Ehevertrag in dem der Zugewinn ausgeschlossen wird. Allerdings müssten dann andere Zugeständnisse gemacht werden. Da Sie Ihre Altersvorsorge bereits verwendet haben, können Sie im Gegenzug vielleicht auf den Versorgungsausgleich verzichten (dadurch würde es für Ihren Mann attraktiv einen Ehevertrag zu schließen).

Es tut mir leid, Ihnen keine für Sie positivere Antwort geben zu können. Bei Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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