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Scheidung: Zugewinnausgleich

| 11.10.2015 16:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Sehr geehrte Damen und Herren,
zum Thema Zugewinn benötige ich eine Klärung einer speziellen Situation.
Meine Noch-Ehefrau spricht das Thema Zugewinnausgleich an.

Folgender Status besteht:
- Anfangsvermögen Ehemann: eigenes Grundstück, Wert laut Bodenrichtwertkarte 80.000 €. Kein weiteres Barkapital oder sonstige Werte.
Anfangsvermögen Ehefrau: Null.

Während der Ehe wurde auf diesem Grundstück ein Einfamilienhaus (EFH) errichtet.
Das Darlehen dazu wurde von meiner Noch-Ehefrau und mir gemeinsam aufgenommen und unterschrieben, jedoch ausschließlich von meinen Einkünften bedient.
Dies ist auch seit der Trennung Anfang 2014 so geblieben.
Für das Haus selbst bin aber allein ich grundbuchlich eingetragen. Ich bin somit alleiniger Eigentümer der Immobilie.
Restschuld gemeinsames Darlehen zum Endzeitpunkt der Ehe: 150.000 €
Wert der Immobilie inkl. Grundstück: 200.000 €.

Nun stellt sich mir folgende Frage: Da das Darlehen gemeinsam aufgenommen wurde, werden auch die Restschulden hälftig als Schulden zur Berechnung des Endvermögen sowohl bei Ihr als auch bei mir betrachtet?
Wenn ja, muss meine Noch-Ehefrau dann auch hälftig die Raten tragen - obwohl der Darlehensgegenstand (das EFH) in meinem alleinigen Besitz ist und bleibt?

Wie berechnet sich bei diesen Eckdaten der Zugewinnaugleich?

Zusatzhinweis: meine Noch-Ehefrau verlangt eine Entlassung zumindest im Innenverhältnis zu Ihren Darlehensverpflichtungen.

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung.

Mit freundlichen Grüßen.

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Grundsätzlich ist es unerheblich, wofür der Kredit aufgenommen wurde. Die Schuldnerstellung entscheidet darüber, wem der Kredit zuzuordnen ist. In Ihrem Fall also jedem Ehepartner zur Hälfte.

Allerdings: Es wird eine wirtschaftliche Betrachtungsweise vorgenommen. Wenn also klar ist, dass Sie den Kredit alleine abtragen, sollte eine Vereinbarung mit der Bank dahingehend erfolgen, dass Ihre Frau aus der Schuldhaft entlassen wird. Dann sind es zukünftig nur noch Ihre Schulden, mit der Folge, dass die restliche Valuta des Kredits (nur) bei Ihnen als Verbindlichkeit zu berücksichtigen ist.

In diesem Fall hätten Sie keinen Zugewinn erzielt, weil Ihr Endvermögen mit 50.000 € geringer ist als Ihr Anfangsvermögen mit 80.000 €.

Wenn auch Ihre Frau keinen Zugewinn erwirtschaftet hat, ergibt sich rechnerisch kein Zugewinnausgleichsanspruch in die eine oder die andere Richtung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Bewertung des Fragestellers 12.10.2015 | 12:12

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