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Scheidung - Schenkung - Zugewinnausgleich


18.09.2006 22:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich habe die Scheidung von meiner Frau beim Gericht eingereicht. Wir besitzen gemeinsam ein Haus. Es besteht eine Restschuld von EUR 160.000,-. Zum Bau des Hauses hat meine Frau EUR 110.000,- als vorgezogene Erbschaft von Ihren Eltern erhalten. Eine Schenkungsurkunde gibt es nicht. Es kann durchaus sein, dass der Verkauf des Hauses einen Erlöss von weniger als EUR 270.000,- ergibt. Das Haus steht leer und soll verkauft werden.

Wie wird rechtlich entschieden, ob die Schenkung nur meiner Frau oder uns beiden galt? (das Geld ging auf Ihr Konto, es wurde aber nie explizit zum Ausdruck gebracht, dass es nur für meine Frau ist)
Kann es sein, dass ich wegen Zugewinnausgleich einen negativen Zugewinn erziele?
Meine Frau hat im Grunde einen negativen Zugewinn erziehlt (Hauserlöss - Restschuld - Eigenkapital). Oder? Wird dieser zu null gerechnet? (Was sicher gut für mich wäre)
Gehe ich bei Erlöss unter EUR 270.000,- leer aus?
18.09.2006 | 22:56

Antwort

von


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ehr geehrter Ratsuchender,

1.Wenn es sich tatsächlich um eine Erbschaft Ihrer Frau gehandelt hat, so zählt diese zu dem Anfangsvermögen Ihrer Frau. Das bedeutet, dass dieses Geld nicht zum Zugewinn gerechnet wird und Sie davon auch nicht provitieren können.

2.Ihre Frau wird im Scheidungsverfahren im Zweifel nachweisen, dass es sich bei der Schenkung nicht um eine Schenkung an sie beide, sondern um eine vorgezogene Erbschaft handelte. Wenn der Beweis geführt wird, stehen vom Hauskauf noch der Restwert des Hauses als Zugewinn zur Verteilung an.

3.Sie gehen nach Ihrer Schilderung zwar nicht „leer“ aus, jedoch wird die Restschuld zwischen Ihnen beiden aufgeteilt werden.
Es kommt hier darauf an, was beim Hauskauf im Hinblick auf die Schuldverteilung vereinbart wurde (Darlehen bei der Bank). Hierzu müsste Einblick in die Unterlagen gewährt werden.

Bitte nutzen Sie die Nachfragefunktion, um den Sachverhalt zu ergänzen.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München
Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 19.09.2006 | 22:58

Hallo Frau Heussen,
danke für Ihre Antwort. Zwei Rückfragen dazu:
Wie kann meine Frau beweisen, dass das Geld ausschließlich für sie war? Reicht die Aussage ihrer Eltern?
Wenn ich vom Erlöss des Hauses den Anteil meiner Frau und die Restschuld der Darlehen (inkl. Gebühren) abziehe und es ergibt sich ein negativer Betrag, muss ich meiner Frau dann noch Geld zahlen oder wird das zu null gerechnet?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.09.2006 | 10:27

Die Aussage der Eltern reicht aus. Sie können natürlich den Gegenbeweis antreten, dass das Geld gerade für das gemeinsame Leben und hier für den Haus des gemeinsamen Wohnhauses gedacht war. Vielleicht gibt es hierzu einen Brief oder E-Mail oder etwas ähnliche, woraus sich das ergibt.

Sie müssen Ihrer Frau dann einen Zugewinnausgleich bezahlen, wenn tatsächlich ein Zugewinn erzielt wurde. Wenn nach Abzug der Verbindlichkeiten und Gegenüberstellung von Anfangs- und Endvermögen bei Ihnen kein Zugewinn verbleibt, müssen Sie auch nichts bezahlen. Das kann aber erst konkret beurteilt werden,wenn der gesamte Sachverhalt bekannt ist.

Mit freundlichen Grüssen

Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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