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Pflichtteil trotz Testament ???


| 03.12.2007 20:35 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Hallo, hier meine Geschichte.

Frau A und Herr A sind 50 Jahre glücklich verheiratet.
Das gesamte Vermögen ( Haus , Geld, Auto, usw. ) gehöhrt ihnen gemeinsam.
Sie haben Eine Tochter B und einen Sohn B welcher 2004 stirbt.

Sohn B hat eine Tochter C, welche das Erbe ihres Vaters ( Sohn B ) 2004 ausschlägt.

Frau und Herr A machen im Juni 2007 ein Testament, in welchem sie sich als gegenseitige Alleinerben einsetzen.

Herr A stirbt im Oktober 2007.
Nun geht es um die Pflichtteile.
Frau A hat gedacht, durch das Testament gehört ihr nun alles allein.
Tochter B will auch nichts einklagen und verzichtet quasi auf ihren Pflichtteil.

Nun die Angst von Frau A, dass Enkelin C auf ihren Pflichtteil, trotz Testament besteht.
Hat sie Anspruch, obwohl sie ja das Erbe ihres Vaters B, 2004 ja schon ausgeschlagen hat???

Frau A möchte ihrer Enkelin C nichts vererben, weil sie schon so viel geschenkt bekommen hat, ( Auto, Führerschein, kostenfreies wohnen und Verpflegung über Jahre, usw. ).

Frau A möchte, das nach ihrem Ableben ihre Tochter C, welche als befreite Vorerbin im Testament bedacht ist, möglichst alles bekommt, und jetzt möglichst das gemeinsame Vermögen bei ihr bleibt.

Wie und was macht man in diesem Fall am Besten???


Mit freundlichen Grüßen

Heiko

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Sehr geehrte(r) FragestellerIn,

Ihre Frage beantworte ich Ihnen gerne wie folgt:

1. Tochter C ist im Erbgang nach Herrn A gesetzliche Erbin erster Ordnung. Sie tritt gem. § 1922 Abs. 3 BGB an die Stelle ihres verstorbenen Vaters. Daran ändert auch die Erbausschlagung nichts, denn diese bezog sich ja nur auf den Erbgang nach ihrem Vater, dem Sohn B.
Somit ist C pflichtteilsberechtigt.

Das Pflichtteilsrecht sichert den Pflichtteilsberechtigten Personen ein Mindestmaß an Teilhabe am Nachlass. Es ist gesetzlich in den §§ 2303 ff BGB geregelt und kann grundsätzlich nicht durch testamentarische Verfügung des Erblassers eingeschränkt werden.


2. Zunächst kann Frau A die Pflichtteilsansprüche der Tochter C grundsätzlich nicht abwenden, s.o.
Somit ist der Nachlass Zahlungsansprüchen in Höhe des bestehenden Pflichtteils ausgesetzt. Dieser Anspruch mindert sich gegebenenfalls gem. §§ 2325 i.V.m. 2327 BGB um die Schenkungen, die die Tochter C bereits zu Lebzeiten des Erblassers von diesem erhalten hat. Es muss sich aber tatsächlich auch um echte Schenkungen handeln.

Frau C kann ihre Tochter B als alleinige Erbin in ihrem Testament bestimmen, dann ist die C widerum auf den Pflichtteil gesetzt. Ob und ggf. welche weiteren Maßnahmen sonst noch zweckmäßig wären, kann nicht ohne Kenntnis weiterer konkreter Details zum Sachverhalt beantwortet werden.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort geholfen und einen ersten Überblick verschafft zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen gerne für weitere Fragen zum Thema Erbrecht und Pflichtteil zur Verfügung. Nutzen Sie hierzu die Nachfrageoption oder nehmen Sie direkt per e-mail Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Torsten Stumm-Hagendorn
Rechtsanwalt

tsh@anwaltskanzlei-rose.de

Nachfrage vom Fragesteller 03.12.2007 | 21:56

Was würde Frau C zustehen, wenn Frau A ihre Tochter B nicht als alleinige Erbin im Testament bedenken würde und diese somit nicht auf den Pflichtteil zurückgesetzt würde???

Pflichtteil = 25 % ???

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.12.2007 | 22:31

Der Pflichtteil ist immer die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.
Tochter C ist Erbin erster Ordnung nach Frau A. Auch Tochter B ist Erbin erster Ordnung. Ohne Testament der Frau A bilden beide eine erbengemeinschaft als Erben zu je 1/2. Als Pflichtteilsberechtigte stünde der C dagegen 1/4 zu, allerdings als direkter Zahlungsanspruch gegen die B.
Frau A kann zu Lasten der C testamentarisch auch andere Erbquoten anordnen. C hat aber immer die Möglichkeit, die Erbschaft ggf. auszuschlagen und den Pflichtteil zu fordern.

Bewertung des Fragestellers |


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