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Maklercourtage auf den Erwerb eines Grundstückes


06.02.2007 10:54 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben uns im August 2006 auf die Suche nach einer Hausbaufirma begeben.
Da wir noch kein geeignetes Grundstück vorweisen konnten wurde uns vom Verkäufer eine Liste mit Grundstücken in unser gewünschten Gegend per E-Mail als Worddokument zugesandt. Wir haben keinen Vertrag unterschrieben!
Es wurde uns mündlich zugesichert, dass beim Hauskauf keine Courtage fällig wird (ist bei dem Verkäufer auch gängige Praxis / wurde uns auch von einer
3. Person bestätigt). Dem oben genannten Dokument ist schriftlich folgendes zu entnehmen:

• Der Grundstücksnachweis gereicht Herrn X als Bestätigung, dass
folgende Grundstücke zum Verkauf angeboten wurden

• Maklerkaution ist sofort bei notarieller Beurkundung zahlbar

• Mehrere Grundstücke unter anderem auch unser gewünschtes
Grundstück ( mit folgendem Wortlaut : Baufeld „südliche Moritzstraße.“ a 500 m2 für 72.000 €)

Es wurde uns ferner mündlich mitgeteilt, dass das Grundstück sofort bebaut werden kann und eine Bebauung nach Bebauungsplan erfolgen kann. Diese Aussage ist auch den Internetangeboten unseres Maklers schriftlich zu entnehmen.
Ende Oktober 2006 wurde uns der Notarvertragsentwurf per E-Mail zugesandt.
Diesem Vertrag war zu entnehmen, dass der Verkäufer eine Altlastenfreiheitsbescheinigung beibringen wird.
Beim Bauamt haben wir erfahren, dass der Entwurf des Bebauungsplans erst nach der Beibringung der Altlastenfreiheitsbescheinigung genehmigt werden kann.

Somit ist das Grundstück nur Bauerwartungsland, da die Umwandlung in Bauland nur zu erwarten ist.
Das gesamte zu verkaufende Grundstück umfasst eine Größe von ca.10.500 m2 und ist zu ca. 60 % beräumt. Unser gewünschtes Teilgrundstück befindet sich im geräumten Teil. Die Altlastenfreiheitsbescheinigung muss aber für das gesamte Grundstück erbracht werden. Der Verkäufer will erst nach unserer
notariellen Beurkundung mit der weiteren Beräumung beginnen. Es handelt sich hier also eindeutig nicht um ein sofort zu bebauendes Grundstück, wievom Makler versprochen wurde.
Der Verkäufer ist bereit den bezahlten Kaufpreis bis zur Genehmigung des Bebauungsplans auf dem Anderkonto zu belassen und gewährt ein Rücktrittsrecht bei Nichterfüllung.
Eine Preisminderung aufgrund der oben genannten Gründe hat der Makler abgelehnt.

Somit haben wir jetzt die Verhandlung mit dem Eigentümer (auch Immobilienmakler) direkt aufgenommen. Dieser ist bereit einen Preisnachlass beim Kauf eines größeren Teilgrundstückes (750 m2) und den oben genannten Einschränkungen (Bau erst später möglich)zu gewähren. Eine Maklercourtage wird nicht erhoben, da er selbst der Besitzer ist.
Inzwischen haben wir uns für eine andere Baufirma entschieden, da das Angebot der Hausbaufirma nicht unseren Wünschen entsprach. Der Makler 1 will daraufhin eine Provision.

Hier meine Fragen:

1. Muss eine Maklercourtage an den ersten Makler bezahlt werden?

[Ist ein Vertrag überhaupt zustande gekommen ? / Ist die Kopplung mit der Hausbaufirma (keine Provision beim Hauskauf) zulässig (Bauerwartungsland wird als Bauland angeboten; der Makler hat uns 500 m2 angeboten und nicht 750 m2; im Internet werden von diesem Makler nur folgende Größen angeboten:
500 m2, 655 m2, 830 m2)?)


2. Falls eine Provision fällig werden sollte, müssen wir diese
für die 500 m2 oder die jetzt gewünschten 750 m2 bezahlen?

3. Auf welchen m2-Preis muss die Courtage bezahlt werden (bei dem
ersten Makler war der Preis pro m2 144 € und nun ist er 138 €)?


4. Kann die Maklerkaution bei Nichterfüllung des Kaufvertrages
zurückverlangt werden (der Makler will die Courtage sofort bei notarieller Beurkundung haben)?

Für eine schnelle Beantwortung der Fragen bin ich Ihnen dankbar.


Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Sachverhaltsschilderung ist nicht ganz klar, aber ich gehe davon aus, daß Ihr Makler die ihm obliegende Leistung, nämlich die Vermittlung einer Verkaufsgelegenheit, erbracht hat. Wenn die Zahlung der Maklercourtage bei Vertragsschluß vereinbart war, wird der Makler nun, nachdem es nach Ihrer Schilderung auch tatsächlich zum Abschluß des Kaufvertrages gekommen ist, die Courtage verlangen können.

Sofern der Kaufvertrag über 500 qm zustandegekommen ist, schulden Sie auch die Maklercourtage auf dieser Grundlage, wobei von dem Quadratmeterpreis auszugehen ist, der Vertragsgrundlage geworden ist.

Bei Nichterfüllung des Kaufvertrages seitens des Verkäufers stehen Ihnen gegen diesen Ansprüche zu (auf Erfüllung, nach Fristsetzung ggf. Schadensersatz). Der Anspruch auf Zahlung der Maklercourtage wird davon nicht berührt.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Eine genauere Prüfung der Rechtslage ist nur nach Einsichtnahme in die gesamten Vertragsunterlagen und die gewechselte Korrespondenz möglich, wozu ich selbstverständlich gerne bereit bin.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395
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