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Makler Provision - Kann er die Provision verlangen?

13.10.2005 14:27 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


wir haben die Mietwohnung mit einem Makler angeschaut und ein Notiz unterschrieben, dass falls es zur eine erfolgsreiche Vermittlung kommen würde, wäre Maklerprovision fällig in Höhe 2 KM. Zwei Wochen später haben wir in der Zeitung eine Wohnungsanzeige gefunden mit den gleichen Kriterien, als die Wohnung von Makler, aber von privat Person. Zuverlich war es auch die selbe Wohnung. Vermieter haben mehrmals privat inseriert. Wir haben den Mietvertrag privat abgeschlossen.
Der Makler hat sich zwei Monate später gemeldet und verlangt von uns seine Provision. Hat er einen Anspruch/oder Recht darauf? Kann er die Provision verlangen? Der war ja nicht bei dem Vertragabschlüss dabei und hat uns auch keine Adressdaten vom Vermieter gegeben.

Sehr geehrte Ratsuchende,

da es sich hier offenbar um eine Wohnraum-Mietwohnung handelt, wird hier das Wohnungsvermittlungsgesetz Anwendung finden.

Danach steht dem Makler die Provision nur zu, wenn der Vertrag INFOLGE seiner Tätigkeit zustande gekommen ist.

Dieses war hier, wie Sie schon richtig erkannt haben, eben nicht der Fall, so dass Sie hier die Ansprüche des Maklers ablehnen sollten.

ABER dieses gilt natürlich nur, sofern individual nichts anderes vereinbart worden ist. Sie schreiben ja, dass Sie eine "Notiz" unterzeichnet hätten, wobei der Inhalt natürlich wesentlich ist und auch ggfs. zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen könnte (wenn nicht wiederum eine Unwirksamkeit dieser Vereinbarung nach § 307 II 1 BGB vorliegt). Der genaue Inhalt der "Notiz" könnte also hier von entscheidender Bedeutung sein.

Mangels Einsicht in diese "Notiz" (die Sie mir gerne einmal zufaxen können) kann man daher Ihnen nur dazu raten, hier ggfs. eine weitere individuelle Beratung durch einen Kollegen vor Ort vornehmen zu lassen (siehe Button "Hilfe"), da diese "Notiz" sicherlich zu prüfen ist, falls der Makler weiter auf seine Forderung drängt.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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