Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Konflikt nach Erbvertrag - Pflichteilsverzicht noch gültig?

| 18.10.2013 17:06 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


08:20

Zusammenfassung: Erbvertrag und spätere letztwillige Verfügung

Meine Bruder und ich haben im Jahr 1995, seinerzeit noch zusammen mit meiner Mutter und meinem Vater, einen Erbvertrag nebst Pflichtteilsverzichtsvertrag beider Kinder vor dem Notar abgeschlossen. Eine Eigentumswohnung und ein Wohnhaus wurden als Vorausvermächtnis an uns Kinder weitergegeben. Mein Bruder bekam die Wohnung, ich das Haus.
Ich habe außer meinem Bruder keine weiteren Geschwister.

Im Jahr 2007 wurde , jetzt nur noch mit meinem Bruder und meiner Mutter,
unser Vater war zwischenzeitlich verstorben, ein zweiter Erbvertrag vorm Notar abgeschlossen. In diesem zweiten Erbvertrag ging es um ein weiteres inzwischen zur Erbmasse gehörendes Wohn- und Geschäftshaus. Es wurde ebenfalls im Wege des Vorausvermächtnisses an mich vermacht. Einen konkreten Übernahmetermin haben wir im Erbvertrag nicht vereinbart. Meine Mutter hat die Einnahmen aus dem Haus weiterhin auf ihrem Konto verbucht. Die Ausgaben, bezogen auf das Haus, wurden ebenso weiterhin von ihr beglichen. Das Haus wurde auch nicht auf meinen Namen überschrieben. Ich habe mich lediglich um die Verwaltung gekümmert .
Meine Auflage , bezogen auf das Vorausvermächtnis war, wenn es zum Verkauf es Hauses kommt, soll mein Bruder 2/3 und ich 1/3 des Verkaufserlöses bekommen.
Der Grund hierfür : Beim ersten Erbvertrag aus 1995 wurde ich angeblich bevorzug.

Drei Jahre später kam es zu einem Streit zwischen mir und meiner Mutter.
In der Folge darauf verkaufte sie das Haus, was sie schon an mich vermacht hatte und bricht den Kontakt zu mir ab. Kürzlich ist sie verstorben.
Kurz vor ihrem Ableben hat sie testamentarisch verfügt, dass mein Bruder den Erlös aus dem Hausverkauf ca.210.000 € gekommen soll. Ich soll nichts mehr erhalten.
Von mir hatte sie vor ihrem Tod mehrfach verlangt , bezogen auf den letzten Erbvertrag, eine Verzichtserklärung zu unterschreiben, was ich natürlich abgelehnt habe.

Meine Frage: Hat der Pflichtteilsverzicht aus dem ersten Erbvertrag (1995) noch eine Bedeutung ?
Wenn überhaupt... in welcher Form?

Meiner Meinung nach steht mir jetzt , nach dem Tod meiner Mutter 1/3 des Erlöses aus dem Haus zu .
Wie sehen Sie das ?


18.10.2013 | 17:30

Antwort

von


(1162)
Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls die Beauftragung eines Anwalts ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Das Testament Ihrer Mutter, als eine spätere letztwillige Verfügung nach dem Erbvertrag, ist nach § 2289 Absatz 1 Satz 2 BGB unwirksam, weil dadurch Ihr Recht als vertragsmäßig Bedachten beeinträchtigt würde.

Ihre Einschätzung ist daher richtig.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse.



Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Rechtsanwaltskanzlei K. Roth
info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de
<a target="_blank" href="http://www.kanzlei-roth.de/kontakt.php" rel="nofollow">http://www.kanzlei-roth.de/kontakt.php</a>
Tel. 040/317 97 380
Fax: 040/31 27 84
Johannisbollwerk 20
20459 Hamburg


Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 18.10.2013 | 19:16

Sehr geehrter Herr Roth,
zunächst vielen Dank für Ihre Anwort.
Mir ist auch wichtig zum ersten Teil meiner Frage eine Antwort zu bekommen.
Es geht um meinen Pflichtteilsversicht, den ich im Zusammenhang mit dem ersten Erbvertrag unterschrieben habe.
Ist es so, dass ich jetzt aus der restlichen Erbmasse, abgesehen von dem Drittel aus dem Hausverkauf,
nichts bekomme, weil ich 1995 den Pflichtteilsverzicht unterschrieben habe ?
Mit freundlichen Grüßen !

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.10.2013 | 08:20

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ist der Verzicht auf das Pflichtteilsrecht beschränkt, so entsteht der gesetzliche Anspruch auf den Pflichtteil nicht. Das gesetzliche Erbrecht des Verzichtenden und der übrigen gesetzlichen Erben bleibt daher insoweit unberührt.

Fragen Sie gerne nochmal per E-Mail nach, wenn Ihnen etwas unklar geblieben ist. Kosten entstehen Ihnen dadurch nicht.


Mit freundlichen Grüßen

RA K. Roth

Bewertung des Fragestellers 20.10.2013 | 12:08

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Mir wurde die Möglichkeit gegeben eine zweite Nachfrage per Mail zu stellen,weil ich nach der ersten Nachfrage noch nicht verstanden hatte,wie sich der Sachverhalt darstellt.
Das fand ich sehr entgegenkommend.Vielen Dank."
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Karlheinz Roth »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 20.10.2013
3,8/5,0

Mir wurde die Möglichkeit gegeben eine zweite Nachfrage per Mail zu stellen,weil ich nach der ersten Nachfrage noch nicht verstanden hatte,wie sich der Sachverhalt darstellt.
Das fand ich sehr entgegenkommend.Vielen Dank.


ANTWORT VON

(1162)

Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Internet und Computerrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht, Immobiliensteuern, Strafrecht, Baurecht, Gesellschaftsrecht, Wettbewerbsrecht, Familienrecht