Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
501.916
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ist das eine letzwillige Verfügung, ein Erbvertrag oder ein Vermächtnis?

30.08.2008 19:32 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrter Herr Liebmann,
kürzlich erhielt ich Info zum Berliner Testament und der Möglichkeiten der Mutter bei Pflichtteilsverzicht der Kinder Schenkungen vorzunehmen.
Nun ist eine neue Situation,die Mutter die nach dem Berliner Testament und dem Pflichtteilsverzicht Alleinerbin wurde, möchte nun vor Ihrem Ableben konkretere Regelungen über das Erbe,welches an Ihre drei Kinder und den Enkel gehen soll treffen.Mir fällt die Aufgabe zu für Sie einen Entwurf anzufertigen,wie könnte die Überschrift dazu lauten,denn Testament darf Sie es ja nicht nennen ?Nennen wir es letzwillige Verfügung/Erbvertrag /Vermächtnis?
Vielen Dank für Ihre Antwort und freundliche Grüße an Sie !!

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich möchte Ihre Frage auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Ich nehme Bezug auf meine hier bereits erfolgte Beantwortung Ihrer früheren Frage und muss Ihnen bedauerlicherweise mitteilen, dass eine anderweitige Erbeinsetzung durch die Mutter nach dem gemeinschaftlichen Ehegattentestaments und dem Versterben des Vaters nicht mehr vornehmen kann. Insbesondere verweise ich auf die Beantwortung Ihrer Nachfrage und dort der Rechtsauffassung des BGH.

Dabei kommt es nicht auf die Bezeichnung einer solchen Verfügung an, da dass tatsächlich gewollte an Hand der Auslegung zu ermitteln ist. Sofern sich danach eine anderweitige Erbeinsetzung als aus dem gemeinsamen Ehegattentestaments ergibt, kann eine solche spätere Verfügung von Todes wegen angefochten werden, so dass eine gesicherte Erbeinsetzung durch eine neue Verfügung von Todes wegen ausscheidet.

Ein Erbvertrag scheidet ebenfalls aus, da ein solcher die Bestimmungen aus dem gemeinschaftlichen Ehegattentestaments umgehen würde, was gerade auf Grund der wechselbezüglichen Regelung des gemeinschaftlichen Ehegattentestaments nicht möglich ist.

In der Tat bleibt der Mutter nur, dem Enkel das Hausgrundstück zu schenken. Im Übrigen verbleibt es bei der Erbeinsetzung der Kinder nach dem Letztverstorbenen, also der Mutter.

Nur wenn diese weniger als den Pflichtteil erhalten, käme eine Pflichtteilsergänzungsanspruch gegen den Enkel in Betracht.

Darüber hinaus erhebe ich erhebliche Zweifel, ob ohnehin eine Vorlage eines Entwurfes einer letztwilligen Verfügung von Todes wegen, die dann unreflektiert durch die Mutter übernommen wird, dem Grundsatz der Eigenhändigkeit entspricht. Dies gilt unabhängig davon, ob überhaupt eine anderweitige Erbeinsetzung durch die Mutter möglich ist oder nicht.

Bedauerlicherweise lässt sich kein günstigeres Ergebnis mitteilen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen dennoch einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.
Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 31.08.2008 | 08:52

Sehr geehrter Herr Liebmann,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.Ich sehe als einzige Lösung in diesem Fall,das sich alle 3 im Testament genannten Kinder als künftige Erbengemeinschaft unwiderruflich in einem Vertrag über die Aufteilung des Nachlasses insbesondere des Hauses (mit der Verpflichtung,dem Enkel Wohnrecht einzuräumen)
sowie der Grundstücke etc. einigen.
Der Vertrag soll auch Regelungen für die jetzige Betreuung der Mutter und der Verwaltung von Grundstücken etc. enthalten.
Was halten Sie davon ?
Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag und bedanke mich für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.08.2008 | 10:48

Sehr geehrte Ratsuchende,

einen solchen Vertrag halte ich für sinnvoll, da dadurch Rechtssicherheit zwischen den potentiellen Erben geschaffen wird.

Insbesondere steht so ein Vertrag auch nicht der vorgenommenen Erbeinsetzung entgegen, da diese dadurch nicht berührt wird.

Zu beachten ist jedoch, dass der Erbfall noch nicht eingetreten ist und somit noch keine hundertprozentige Klarheit über den Nachlass besteht, da die Mutter immernoch jederzeit über ihr Vermögen zu Lebzeiten nach Belieben verfügen kann und so zum Beispiel Schenkungen vornehmen kann, die den Nachlass ggf. schmälern.

Ich hoffe ich konnte Ihnen Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Für zukünftige Fragen und Problemlösungen stehe ich Ihnen jederzeit gerne wieder zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt


Wir
empfehlen

Berliner Testament

Mit dem interaktiven Muster von 123recht.net schreiben Sie Ihr wasserdichtes Berliner Testament. Einfach die Fragen beantworten, Ihr Testamentstext wird für Sie formuliert.

Jetzt Testament schreiben
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 64716 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle und kompetente Antwort vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehc schnell, innerhalb von 30 Minuten, eine Antwsort erhalten. Sehr freundliche, ausführliche und hilfreiche Antwort erhalten. Bestens weiterzuempfehlen. ...
FRAGESTELLER