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Kindesunterhalt / Nebentätigkeit


| 10.03.2006 23:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Meine Tochter (15 Jahre/schulpflichtig) lebt seit kurzem bei mir und meiner Lebensgefährtin. Wir sind beide berufstätig.

Die Kindsmutter/meine Ex-Frau ist wiederverheiratet und hat mit ihrem neuen Ehemann 2 Kinder (1 Jahr + 4 Jahre).
Der Ehemann arbeitet in Festanstellung; die Kindsmutter arbeitet nebentätig für Tupperware und erhält somit kein regelmäßiges Einkommen.

Nun meine Fragen:
1) Wird die Kindsmutter durch ihre Nebentätigkeit barunterhaltspflichtig gegenüber unserer gemeinsamen Tochter?

2) Wenn ja: Wird das Einkommen der Nebentätigkeit voll angerechnet oder ist diese Nebentätigkeit "überobligatorisch" und das Einkommen somit nicht voll anrechenbar?

3) Wie wird ein unregelmäßiges Einkommen wie z.B. durch Provisionen berechnet?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!
10.03.2006 | 23:29

Antwort

von


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63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
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Sehr geehrter Ratsuchender,

es kommt darauf an, wieviel Ihre Ex-Frau verdient. Liegt Sie mit Ihrem Einkommen über dem notwendigen Selbstbehalt, dann ist Sie barunterhaltspflichtig.

Auf jeden Fall haben Sie gegenüber Ihrer Frau einen Auskunftsanspruch über ihr Einkommen. Diesen Anspruch sollten Sie auf jeden Fall geltend machen. Antwortet Ihre Frau auf ihr Auskunftsverlangen nicht, dann können ihn ohne weiteres gerichtlich durchsetzen.

Zur Berechnung des Kindesunterhalts ( also Unterhalt für die leibliche Tochter) wird das Nebeneinkommen in der Regel voll angerechnet. Bei der Berechnung des Ehegattenunterhalts normalerweise nur zu 50 %.

Bei unregelmäßigen Einkommen wird der Jahresdurchschnitt genommen.

Ich hoffe, Ihnen weitegeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 10.03.2006 | 23:40

Ich habe auf einer Internetseite gelesen, dass bei Unterhaltspflichtigen, die erneut verheiratet sind und die in der neuen Ehe die Rolle des Hausmanns/Hausfrau übernommen haben, gar kein Selbstbehalt zu berücksichtigen ist, wenn sie nebentätig arbeiten.
(Hausmann-Rechtsprechung (FamRZ 2004, 364)

Ist diese Rechtssprechung auch hier anzuwenden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.03.2006 | 10:42

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Hausmann Rechtssprechung findet dann Anwendung, wenn der barunterhaltspflichtige Elternteil wiederverheiratet ist und die Betreuung eines Kleinkindes aus der neuen Ehe übernommen hat (Hausmann, bzw Hausfrau).

Diese Situation trifft auf Ihre Ex-Frau zu, da Sie das Kind aus Ihrer Ehe betreuen und Ihre Ex-Frau daher barunterhaltspflichtig ist.
Eine wiederverheiratete Mutter soll aber dann nach Ansicht des Oberlandesgerichts Nürnberg ( FamRZ 1998,981) zur Deckung des Mindestunterhalts des Kindes aus erster Ehe anteiliges Kindergeld, Unterhaltsleistungen des zweiten Ehemannes und sogar Erziehungsgeld einsetzen. Auch das das vom neuen Ehegatten geschuldete Taschengeld der Ehefrau muss diese zur Erfüllung der Barunterhaltspflicht einsetzen.
Auch ein Selbstbehalt steht der Hausfrau nicht zu, da , da Ihr Eigenbedarf durch den neuen Ehepartner gedeckt wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort helfen

mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt

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