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Kindesunterhalt im freiwilligen ökologischen Jahr


| 12.04.2007 21:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich lebe alleinerziehend mit meinen 3 Töchtern. Der Vater, mein Exmann, zahlt Unterhalt für die Mädchen nach der Düsseldorfer Tabelle und ist stets bemüht, diesen nach Möglichkeit zu reduzieren.

Unsere mittlere Tochter ist 18 Jahre alt, war bisher Schülerin und möchte nach Schulabschluss ab September 2007 ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren (Einsatzstelle Landwirtschaft). Sie würde monatlich 154 € Taschengeld und freie Unterkunft und Verpflegung erhalten und käme alle 14 Tage über das Wochenende nachhause(ca. 120 km = eine Strecke)

Was könnte an Unterhaltsabzügen von seiten meines Exmannes auf mich zu kommen? Wie wird das FÖJ angerechnet?
Von dieser Klärung ist abhängig, ob wir dann in unserer Wohnung bleiben können oder umziehen müssen.

Im voraus herzlichen Dank für Ihre Mühe und freundliche Grüße.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Wer sich für ein freiwilliges Jahr entscheidet ist erst einmal sozial abgesichert. Die FSJ/FÖJ`ler sind in der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Unfall-, Renten-, und Arbeitslosenversicherung versichert.
FSJ-/FÖJ-ler bekommen eine Unterkunft, werden verpflegt und erhalten ein Taschengeld. Während des „FSJ“ übernimmt also der Anbieter oder der Staat vollständig den Unterhalt.
Die Ableistung eines freiwilligen sozialen Jahres wird folglich im Ergebnis nicht anders behandelt, wie die Ableistung eines Zivildienstes.
Die Bedürftigkeit eines Kindes(und damit der Kindesunterhalt) entfällt dann in der Regel, wenn durch die Gewährung von Unterkunft, Verpflegung und Taschengeld der Bedarf des volljährigen Kindes gedeckt ist. Ist der Bedarf Ihrer Tochter also vollständig gedeckt, ruht die Kindesunterhaltspflicht für Ihrem Exmann.

Ob der Unterhalt während dem freiwilligen sozialem Jahr Ihrer Tochter wirklich ruht, ist allerdings eine Einzelfallentscheidung des zuständigen Gerichts. Wie diese Einzelfallentscheidung dann ausfällt, kann Ihnen leider niemand genaustens vorhersagen.

Als entscheidungserhebliche Kriterien in der Einzelfallentscheidung sind anzusehen:
• die finanzielle Höhe der Verpflegung und des Taschengeldes
• hat der Unterhaltsverpflichtete zugestimmt
• ist dieses Jahr Voraussetzung/Bedingung für eine weitere Ausbildung
• kann sich der Unterhaltsverpflichtete dieses Jahr leisten?

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt





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