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Kann ich einen Pflichtteil von meinen Brüdern erwarten, die ja eigentlich schon geerbt haben?

14.07.2011 20:35 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich weiblich, 46 Jahre, ledig, ein Kind (16 Jahre) habe noch zwei jüngere Brüder, die von unseren Eltern (leben beide noch) gewisse Objekte vererbt bzw. notariell überschrieben bekommen haben. Einer bekam einen Gastronomiebetrieb mit Gästezimmern, Grundstück, Garten, Hof, Garagen etc. und ein Grundstück mit Eigenheim (Neubau), das auf seinen Namen steht. In diesem Haus befindet sich eine Eigentumswohnung meiner Mutter, in der ich und meine Tochter leben. Dafür bezahle ich Miete (150€). Mein Bruder zahlt 300€. Da das Haus auf seinem Namen (Grundbuch) steht, zahlt er also sein Eigentum ab. Finanziert wurde das Ganze, auch dieses Grundstück, von unseren Eltern. Mein zweiter Bruder bekam diverse Teichanlagen sowie Fischzuchtbruthaus samt Fuhrpark, Hänger usw. Somit können beide ihren Lebensunterhalt samt Familie davon bestreiten. Ich lebe jetzt von Harz VI. Falls beide Elternteile gestorben sind werde ich wahrscheinlich ihr Privathaus (Baujahr 1970) bekommen.
Also hätte ich folgende Fragen: Wenn zu Lebzeiten (meiner Eltern) etwas überschrieben wird, müsste ich dann beim Notar nicht auch benachrichtigt oder gefragt werden? Oder eine Einverständniserklärung einwilligen?
Kann ich einen Pflichtteil von meinen Brüdern erwarten, die ja eigentlich schon geerbt haben?
Oder hätte mir man nicht eine Halbtagsstelle sichern können?
Wenn ich das Haus meiner Eltern erbe, kann es sich ja noch um ca. bis zu 25 Jahren handeln, da beide erst 66 Jahre alt sind.
Kann ich das anfechten oder Einspruch erheben? Was können wir jetzt tun?

Vielen vielen herzlichen Dank im Voraus

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfragen möchte ich unter Berücksichtigung Ihres Mindesteinsatzes wie folgt zusammenfassend beantworten:

Ihre Eltern sind vollkommen frei und ungehindert zu Lebzeiten Vermögensgegenstände an Ihre Geschwister oder an Sie zu übertragen. Dafür ist weder Ihr Einverständnis noch sonst eine Benachrichtigung erforderlich.

Auch auf die Einräumung eines Arbeitsplatzes im elterlichen Betrieb habe sie bedauerlicherweise keinen Anspruch.

Sofern Sie einen Pflichtteil im Erbfalle geltend machen wollen, so besteht bei Übertragungen zu Lebzeiten an Ihre Geschwister allerdings tatsächlich ein Pflichtteilsergänzungsanspruch nach § 2325 BGB. Danach wird der NAchlasswert um den Wert des verschenkten Gegestandes erhöht und dann der Pflichtteil berechnet. Allerdings ist zu beachten, dass die Schenkung unberücksichtigt bleibt, wenn seit die Schenkung zur Zeit des ERbfalles bereits 10 Jahre oder länger her ist.

Da dies wohl zu erwarten ist, sind Sie besser beraten, eine auch geringfügige Erbschaft anzunehmen. Dies wäre aber zu gegebener Zeit konkret zu überprüfen. Zur Zeit können Sie also nur versuchen, Ihre Eltern davon zu überzeugen, Sie ebenfalls angemessen am Nachlass zu beteiligen.

Ich bedaure, Ihnen keine bessere Nachricht geben zu können und wünsche noch einen angenehmen Abend.

Nachfrage vom Fragesteller 14.07.2011 | 21:59

Vielen Dank für Ihre Bemühungen Herr Steidel.
Die Gastronomie wurde 2010 und die Fischerei 2011 überschrieben.
Bei wie viel Prozent liegt dann der Pflichtteil ungefähr?
Lohnt es sich da etwas einzuleiten?

Mit freundlichen Grüßen und recht vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.07.2011 | 22:10

Sie müssen wissen, dass Sie ein Pflichtteilsrecht erst mit Eintritt eines Erbfalles fordern können. Zu Lebzeiten Ihrer Eltern können Sie keinen Ausgleich der Übertragungen fordern.

Der Pflichtteil besteht immer in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.

Falls noch weiterer Klärungsbedarf besteht, so wenden Sie sich bitte per email an mich.

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