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Grunderwerbssteuer nach Neugliederung des Eigentums?

08.04.2010 09:18 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Ich habe eine Frage zu folgendem Sachverhalt:

Vor ca. 15 Jahren erbten meine Schwester und ich ein Grundstück A (2800 m²) in ländlicher Gegend (Sachsen), bebaut mit einem Wohnhaus mit Nebengebäude und Garten. Wir waren beide mit
1/2-Anteilen im Grundbuch eingetragen. Im Jahre 2005 wurde das Grundstück geteilt. Grundstück A1 (1200 m²) enthielt das Wohnhaus mit Nebengebäude, Grundstück A2 (1600 m²) den Garten.
Meine Schwester und ich standen weiterhin mit 1/2-Anteilen in beiden Teilgrundstücken im Grundbuch. Anschließend erschloss ich das Grundstück A2 und baute darauf ein Einfamilienhaus.
Zur Absicherung des Bankkredites wurde das Grundstück A2 im Grundbuch belastet. Alle Kreditverträge, Baukosten, Erschließungskosten wurden von mir getragen.
Die Grundsteuer für beide Grundstücke wurde nach Teilung und Neubau im Jahre 2005 neu berechnet.
Im Februar diesen Jahres lösten meine Schwester und ich den 1/2-anteiligen Miteigentum notariell dahingehend auf, das meine Schwester das Grundstück A1 und ich das Grundstück A2
erhalte. Wir machen gegenseitig keine weiteren Ansprüche geltend, alle Belastungen des Grundstückes A2 übernehme ich. Der Besitzübergang wurde auf den 1. Juni 2004 datiert,
also vor dem Bau des neuen Einfamilienhauses.
Kurz darauf erhielten meine Schwester und ich vom Finanzamt die Aufforderung, den Wert des Gesamtgrundstückes A und der Teilgrundstücke A1 und A2 anzugeben.
Nun zu meiner Frage:
Fällt bei diesem Sachverhalt Grunderwerbssteuer für die Neugliederung des Eigentums an, obwohl uns beiden nach wie vor die Hälfte des Gesamteigentums gehört.
Und wenn ja, dann für den "Erwerb" beider Teilgrundstücke oder wird nur ein Wertausgleich ermittelt?
Sollte Grunderwerbssteuer fällig werden, wie hoch wird sie etwa ausfallen und wird das von mir gebaute Haus in die Wertermittlung mit eingeschlossen, obwohl meine Schwester keine Belastungen trägt?
Soll ich mich bei der Angabe des Wertes der Grundstücke an der Bodenrichtwerttabelle orientieren, es wurden im Notarvertrage ja keine Zahlungen oder Kaufpreise vereinbart?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.

Grundsätzlich unterliegt die Übertragung eines Grundstück der Grunderwerbssteuer (§ 1 Abs. 1 Nr. 2 GrEStG). So unterliegt auch die Übertragung Ihres hälftigen Eigentums an A1 auf Ihre Schwester und des hälftigen Eigentums Ihrer Schwester an A2 auf Sie der Grunderwerbssteuer .

Ein Befreiungstatbestand nach § 3 GrEStG greift nicht ein, da Sie mit Ihrer Schwester nicht in gerader Linie verwandt sind.

Sie müssen für den Erwerb des hälftigen A2 Grunderwerbssteuer zahlen und ihre Schwester für den Wert des hälftigen A1. (Hinweis:Der Erwerb des A von Todes wegen (Erbfall) ist von Grunderwerbssteuer frei.)

Bemessungsgrundlage für die Steuer ist der Wert des Grundbesitz zum Besteuerungszeitpunkt (§ 8 Abs. 2 Nr. 1 GrEStG i. V. m. § 138 Abs. 1 BewG ). Dies weil der Übertragungsvertrag keinen Kaufpreis oder ähnliches enthielt (Schenkung). Daher ist der einstige Wert von A irrelevant für das Festsetzungsverfahren. Für Ihr Grundstück bedeutet das, dass das Haus sowie die Belastungen mit in die Wertbildung miteinfließen. Die Orientierung am Bodenrichtwert ist eine Möglichkeit. Sie sollten hierbei beachten, dass der zeit die Immobilienpreise aufgrund der wirtschaftlichem Verhältnisse im Keller sind.

Der Steuersatz beträgt 3,5 % (§ 11 GrEStG). Also werden 3,5 % des derzeitigem Grundstückswertes angesetzt werden.
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Ich darf Sie abschließend darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es wird ausschließlich das Ziel verfolgt, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres geschilderten Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen im Rahmen Ihrer Sachverhaltsschilderung kann eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Sie können sich gern im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir in Verbindung setzen. Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


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