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Grunderwerbsteuer, wenn ein Partner das gemeinsame Haus behält

| 23.05.2019 10:34 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


13:06

Zusammenfassung: Grunderwerbsteuer bei Erwerb von einem Lebensgefährten

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage bezüglich der Grunderwerbsteuer, wenn ich nach einer Trennung von meiner Lebensgefährtin (nicht verheiratet) deren Anteil des gemeinsamen Hauses übernehmen möchte.

Meine Lebensgefährtin und ich haben uns im Jahr 2015 ein Grundstück für ca. 93.000 Euro gekauft und hierfür Grunderwerbsteuer usw. bezahlt. Wir haben uns beide mit 50 % im Grundbuch eintragen lassen.

Im Jahr 2016 haben wir auf dieses Grundstück ein Fertighaus gebaut. Für Grundstück und Haus haben wir einen Kredit von 383.000 Euro aufgenommen. Im Kreditvertrag stehen beide mit jeweils 50 % drin. Den Hausvertrag haben ebenfalls beide Unterschrieben.

Laut einem Gutachter ist das Haus inklusive Grundstück nun 414.000 Euro wert.

Meine Lebensgefährtin hat sich nun von mir getrennt und ist bereits ausgezogen. Ich würde gerne das Haus behalten, frage mich aber nun, welche Kosten auf mich zukommen. Hierzu vermerke ich, dass wir auch den Kredit mit jeweils 50 % tilgen wollten, aber mit der Tilgung noch gar nicht begonnen haben.


Wenn ich das Haus nun komplett übernehmen will:

o muss ich dann lediglich die Grunderwerbsteuer für die 50 % vom Grundstück bezahlen, oder

o muss ich Grunderwerbsteuer für die 50 % vom Grundstück UND 50 % vom Haus bezahlen?


Das Haus wurde nachträglich auf das Grundstück gebaut und steht somit gar nicht im Grundbuch. Da wir den Kredit noch nicht tilgen, gibt es ja keinen finanziellen Wert, welcher meiner Lebensgefährtin „gehört". Das Haus gehört ja theoretisch noch der Bank.

o Gibt es eine Möglichkeit nur für das Grundstück Grunderwerbsteuer zu bezahlen oder anderweitig Kosten zu sparen? Ansonsten würden mich die Grunderwerbsteuer für Grundstück und Haus finanziell ziemlich hart treffen.

Ich bedanke mich jetzt bereits für Ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen

D.S.
23.05.2019 | 11:38

Antwort

von


(37)
Tackheide 74a
47804 Krefeld
Tel: 02151 4467408
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen und des Einsatzes für eine online-Ersteinschätzung wie folgt beantworten:

Gem. § 3 Nr. 4 Grunderwerbsteuergesetz sind im Falle eines Grunderwerbs von der Besteuerung ausgenommen durch den Grundstückserwerb durch den Ehegatten oder den Lebenspartner des Veräußerers. Voraussetzung hierfür ist eine wirksame Ehe oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft. Grundstückserwerbe sind nach der Rechtsprechung selbst zwischen Verlobten nicht steuerbefreit.

Auch der Erwerb eines Anteils an einem Grundstück unterliegt der Grunderwerbsteuer.

Der Umstand nur das Grundstück, nicht aber der Hausbau im Grundbuch eingetragen wurde, führt nicht zu einem anteiligen nicht steuerbaren Grundstückserwerb. Eine fest mit dem Grundstück verbundene Sache ist zivilrechtlich und grunderwerbsteuerlich wesentlicher Bestand Grundstück. Es ist Teil des Grundstücks und kann grundsätzlich nicht Gegenstand eigener Rechte sein. Das Gebäude wird daher grundsätzlich nicht neben dem Grundstück im Grundbuch eingetragen. Daher unterliegt der Erwerb eines Grundstücks mit aufstehendem Gebäude in vollem Umfang der Grunderwerbsteuer.

Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer ist beim Kauf gem. § 10 der Kaufpreis einschließlich der vom Käufer übernommenen Leistungen und der dem Verkäufer vorbehaltenen Nutzungen. Hierzu gehört auch die Befreiiung des Veräußerer von einer Verbindlichkeit.

Leider kann ich Ihnen beim Kauf keine große Hoffnung machen.

Nur aus Haftungsgründen möchte ich darauf hinweisen, dass evtl. steuergünstigere mögliche Steuergestaltungen, die nicht ausgeschlossen werden können, weit über eine Online-Erstberatung hinausgehen. Insoweit sollten Sie sich ggfs. vor Ort steuerlich beraten lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Franz Meyer
Steuerrecht Steuerstrafrecht








Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Franz Meyer

Nachfrage vom Fragesteller 23.05.2019 | 12:34

Sehr geehrter Herr Meyer,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich habe mir bereits gedacht, dass ich nun für Grundstück und Haus die Grunderwerbsteuer bezahlen muss.

Ich hoffe, ich muss nur für die 50 %igen Anteil Grundstück und Haus meiner Lebensgefährtin bezahlen. Oder wie sieht es mit den 50 % von meinem Hausanteil aus? Muss ich hierfür auch nochmal bezahlen, weil ich ja vor 4 Jahren schließlich nur für 50 % Grundstück gezahlt habe. Oder bleiben mir diese Kosten erspart. Ich hoffe, Sie verstehen was ich meine.

mit freundlichen Grüßen

D.S.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.05.2019 | 13:06

Sehr geehrter Herr Fragesteller,

es tut mir leid, dass ich mich nicht klarer ausgedrückt habe.

Der grunderwerbsteuerliche Erwerbsvorgang bezieht sich auf Grund und Boden sowie Gebäude. Das liegt daran, dass das Gebäude wesentlicher Bestandteil des Grund und Bodens ist und nicht Gegenstand eigener Rechte sein kann.

Bemessungsgrundlage ist daher der komplette Kaufpreis für den Erwerb des 1/2 Anteils an dem Grundstück incl. Gebäude. Das Gebäude erwerben Sie ja auch und bezahlen auch hierfür.

Mit freundlchen Grüßen

Franz Meyer
Rechtsanwalt
Steuerrecht Steuerstrafrecht

Bewertung des Fragestellers 24.05.2019 | 09:37

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