Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Gibt es eine Mindestmietdauer damit der Makler Anspruch auf Provision hat?

13.06.2011 14:09 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Sehr geehrte Damen und Herren,

obwohl ich im Internet schon gewisse Informationen zum Thema gefunden habe, möchte ich diese (für Juristen sicherlich relativ simple Frage) von einem Fachmann beantwortet haben.

Zum 01.06.2011 bin ich in eine neue Wohnung umgezogen. Nachdem ich einige Nächte in dieser Wohnung verbracht habe, habe ich festgestellt das ich schnellstmöglich wieder ausziehen möchte.

Leider habe ich dem Immobilienmakler welcher mir die Wohnung vermittelt hat (also er hat die Anzeige geschaltet) bereits eine Provision bezahlt. Es handelt sich um knappe 1000 € inkl. Mwst bei einer mtl. Warmmiete von 520 €.

Es gibt keinen schriftlichen Vertrag und keine besonderen Vereinbarungen.

Meine Frage nun: Wenn ich die Wohnung jetzt wieder kündige, hat der Makler dann ungeachtet der kurzen Mietdauer trotzdem Anspruch auf die volle Provision oder gibt es da gesetzliche Regelungen die eine Mindestmietdauer oder ähnliches voraussetzen?
13.06.2011 | 14:26

Antwort

von


(265)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Zunächst gilt: Pacta sunt servanda - Verträge sind einzuhalten, und zwar von beiden Seiten. Zwischen Ihnen und dem Makler ist offenbar ein Vertrag zustande gekommen: die Maklerprovision wird fällig, wenn ein Mietvertrag unterschrieben worden ist. Das ist hier geschehen, und somit steht dem Makler auch die Provision zu.

Dass zwischen Ihnen und dem Makler kein Vertrag in Schriftform besteht, ist zwar eher ungewöhnlich, aber es bedarf auch gar nicht notwendigerweise der Schriftform. Wenn durch mündliche Absprachen klar war, dass die Maklerprovision fällig wird, wenn Sie den Mietvertrag unterzeichnen, so ist kein schriftlicher Vertrag notwendig. Auch mündliche Absprachen sind bindend für beide Seiten.

Die Fälligkeit der Maklerprovision hat nichts mit der Mietdauer zu tun. Bedenken Sie, dass der Makler auch nichts dafür kann, dass Ihnen die Wohnung offenbar doch nicht gefällt. Ich gehe davon aus, dass Sie ja vorher Gelegenheit hatten diese zu besichtigen und erst dann den Mietvertrag unterzeichnet haben. Es ist also nicht vom Makler zu vertreten, dass Sie Ihre Meinung hinsichtlich der Wohnung geändert haben.

Natürlich ist es für Sie ärgerlich, eine Maklerprovision bezahlt zu haben, wenn Sie nun aber nur wenige Tage später wieder auf Wohnungssuche gehen. Ich weise aber nochmals darauf hin, dass dies nicht das Verschulden des Maklers ist.

Zusammenfassend betrachtet sehe ich hier also leider keine Möglichkeit für Sie, die Provision zurückzufordern. Dafür besteht keinerlei Rechtsgrundlage. Ich bedaure sehr, Ihnen keine für Sie günstigere Auskunft geben zu können!

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, möglich ist. Sollten hier wichtige Angaben hinzugefügt oder weggelassen worden sein, kann die rechtliche Beurteilung völlig anders aussehen. Diese Plattform kann und will den Gang zu einem Berufskollegen nicht ersetzen. Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Rein vorsorglich erlaube ich mir aufgrund entsprechender Vorkommnisse in der jüngsten Vergangenheit auf dieser Plattform den allgemeinen, aber eindringlichen Hinweis, dass der für die Beantwortung dieser Frage ausgelobte Einsatz unbedingt sofort zu entrichten ist. Eine Rücklastschrift bzw. eine Nichtzahlung wird strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, denn der Tatbestand des Eigehungsbetrugs wäre durch bewusstes Inkaufnehmen von Rücklastschriften erfüllt.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

(265)

Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Kaufrecht, Familienrecht, Mietrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Internet und Computerrecht, Urheberrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69615 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Schnelle und kompetente Hilfe - super! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Eine gute Erfahrung und eine verständliche Schilderung des Sachverhaltes. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Gute und schnelle Antwort. Danke. ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen