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Ferien Sommer Kind Urlaub

| 05.08.2019 14:55 |
Preis: 28,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


09:45
Guten Tag bitte um Einschätzung was ist zu tun.

Ich bin Vater eines 10 jährigen Jungen welcher bei der Kindesmutter lebt. Es besteht das gemeinsame Sorgerecht. Es wurden Umgänge in Eigenregie alle zwei Wochen bei mir mit Übernachtungen vereinbart. In dieser Zeit hole ich und bringe Ihn wieder pünktlich zurück. Eine gerichtliche Vereinbarung gibt es nicht. In den letzten drei vier Jahren gab es kaum bis keine Probleme um Ablauf.

Mittlerweile stellen sich jetzt aber wie auch in den Sommerferien letztes Jahr erhebliche Probleme dar. Es gibt sechs Wochen Sommerferien. Die ersten beiden geht mein Sohn immer in eine Freizeit. Die anderen vier Wochen plant die Kindesmutter irgendwelche Urlaube und teilt mir dann mit wann sie weg sind (Sie mein Kind Ihr Mann und deren gemeinsamen Tochter). Ich habe dann bspw. 4 Tage in der einen Kalenderwoche und drei Tage in der anderen KW und ich soll schauen wie ich mit ihm da etwas unternehme. Vernünftige Urlaubsplanungen sind leider aufgrund des engen zeitlichen Angebots der Mutter nicht möglich. Bin selbst verheiratet und habe mit meiner Frau weitere Kinder. Ich bekomme immer wieder nur zu hören das von mir vorheschlagene Urlaubsziel würde ihr nicht passen oder sie muss 10 Monate vor August Urlaub einreichen und hat deshalb schon den eigenen Urlaub buchen müssen sodass mir die restlichen Tage verbleiben mit denen ich nichts anfangen kann und schon gar nicht mit mehreren Kindern. Meiner Meinung nach hat das Einreichen von Urlaub bei ihrem AG nichts mit den Umgangsplanungen während der Ferien zu tun weil mein Sohn hat ja sowieso frei egal ob die Mutter Urlaub nimmt oder nicht. Meine Sommerurlaubsplanungen können frühstens ein halbes Jahr zuvor losgehen aber da hat die Mutter schon alles unter Dach und Fach.

Was kann ich machen dass ich im Jahr 2020 im Sommer mit meinem Sohn in Urlaub gehen kann. Ich habe keine großen Ansprüche aber man muss mir doch mal die Gelegenheit geben auch mit meinem Sohn in Urlaub fahren zu können ohne das ich der Mutter ein gutes dreiviertel Jahr vorher schon mitteilen muss wann und wo ich hingehen werde.

Ich möchte das ganze nach Ihrer Einschätzung gerne selbst abwickeln. Da die Mutter sowohl Ratschlag.- als auch Vorschlagsresistent ist machen Gespräche keinen Sinn. Derzeit werden für diese Sommerferien sogar abgesprochene Kurzzeitumgänge in den oben genannten Lückentagen wieder abgesagt oder zurückgestellt mit der Begründung sie muss mit meinem Sohn Gepäck packen für den nächsten eigenen Urlaub bzw. sie muss ihn auch mal fragen ob ihm das Ganze nicht zu viel wird weil er ist ja kaum daheim ist in den Ferien. Was muss ich tun Einschreiben, Fristsetzung dann Klage beim Familiengericht. Wer zahlt die Gerichtsgebühr ggf. Anwaltskosten der Mutter und wie hoch wird das Ganze ausfallen.

Vielen Dank Ihnen für eine Antwort.
05.08.2019 | 15:55

Antwort

von


(416)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sollten hier eine klare Regelung treffen, wonach die Ferien hälftig geteilt werden und insbesondere auch, welche Hälfte welcher Elternteil übernimmt.

Sie als Vater haben ein Anrecht auf diese Ferienzeit und Ihr Sohn hat ein Recht darauf, diese Zeit mit Ihnen zu verbringen.

Solange Sie einen Urlaub mit dem Kind planen, der nicht in ein Krisengebiet oder in ein "gefährliches" Land geht, insbesondere z.B. einen Urlaub in Europa, brauchen Sie keinerlei Zustimmung der Mutter, sondern können im Rahmen Ihres Sorgerechtes diesen Urlaub bestimmen.

Sie sollten hier die Mutter nochmals außergerichtlich um Einigung bitten, ansonsten einen Antrag beim zuständigen Familiengericht einreichen.

Sofern Sie den Antrag einreichen, müssen Sie grds. die Kosten für Ihre Vertretung, und gegebenenfalls anfallende Gerichtsgebühren zumindest vorstrecken, bis eine Entscheidung ergangen ist. Fällt diese positiv aus, wird dem Antrag also stattgegeben, so muss in der Regel die Gegenseite die Kosten tragen. Bei einer Einigung werden die Kosten zumeist geteilt. Sie könnten aber auch, wenn die wirtschaftlichen Voraussetzungen vorliegen, einen Antrag auf Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe stellen.

Der Gebührenstreitwert in Umgangssachen liegt bei 3.000€, d.h. dies ist nicht der Wert, der zu zahlen ist, sondern der Wert, nach dem berechnet wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 05.08.2019 | 18:40

Sehr geehrte Frau Türk,

vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung.

Erlauben Sie mir nochmals einen kurzen Einstieg in mein Anliegen. Darf ich Ihren Ausführungen entnehmen dass die Ansicht der Mutter, also das Vorpreschen nicht gerechtfertigt ist (bsp. ihr Grund das Einreichen von Urlaub so weit im Voraus) oder generell was ich geschrieben habe.

Meine Idee wäre die dritte und vierte Woche bei mir und die fünfte und sechste Woche bei Ihr. Die ersten beiden Wochen ist ja das Kind sowieso unterwegs.
Ist es ratsam etwas schriftliches dem Antrag bei Gericht beizulegen also einen Brief oder Email worauf sie mit meinem Angebot nicht einverstanden ist oder sich nicht gemeldet hat oder ist das nicht nötig und man schreibt einfach in freien Stücken wie sich das alles zugetragen hat.
Auch habe ich die Erfahrung gemacht dass mündliche Absprachen dbzgl. nicht immer eingehalten werden. Dann habe ich z.B. eine Reise gebucht und dann macht sie einen Rückzieher und dann stehe ich da.

Können Sie mir die Kosten noch genau betiteln bei einem Streitwert von 3000,- Euro und muss ich den Antrag beim Gericht stellen wo das Kind wohnt oder wo ich wohne und das Ganze dann in dreifacher Ausfertigung hinschicken richtig?
Und ist es ratsam alle Ferien gleich zu bestimmen?

Ich würde mich freuen wenn Sie mir nochmals antworten und danke Ihnen vielmals.

Wünsche Ihnen noch eine schöne Woche.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.08.2019 | 09:45

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten.

Sie müssen hier wegen der Aufteilung ganz klare Vereinbarungen treffen. Wer welche Woche bekommt, ist da fast egal. die Eltern müssen sich später aber daran halten.

Sie müssen dem Antrag nicht zwingend etwas Schriftliches beilegen. Allerdings haben solche Schriftstücke selbstverständlich Beweiskraft und können hilfreich sein.

Buchen Sie nach Vereinbarung eine Reise, welche durch die Mutter ohne tatsächlichen Grund vereitelt wird, so könnten schließlich Schadenersatzansprüche wegen der finanziellen Aufwendungen gegen die Mutter bestehen.

Die Gerichtskosten belaufen sich auf 324€, welche vorab zu zahlen sind. Je nach Ausgang des Verfahrens wird das Gericht dann entscheiden, wer die Kosten zu tragen hat.
Wird Verfahrenskostenhilfe bewilligt, so sind zunächst keine Gerichtskosten zu zahlen.

Anwaltszwang herrscht nicht, so dass Sie den Antrag ohne Anwalt stellen können. Dann fallen auch keine Anwaltsgebühren an.

Dreifache Ausfertigung an das Gericht am Wohnort des minderjährigen Kindes oder Antrag direkt bei den Rechtspflegern im Gericht am Wohnort des minderjährigen Kindes stellen!

Sie können allerdings vor Einreichung eines gerichtlichen Antrages auch zunächst den Weg über das Jugendamt suchen, um dort eine verbindliche Umgangsregelung zu schaffen.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, so erreichen Sie mich über die hinterlegte E-Mail-Adresse.

Bewertung des Fragestellers 06.08.2019 | 13:21

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Vielen Dank alles super gerne wieder.


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(416)

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Familienrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Reiserecht