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Erbfolge - In welcher Höhe würden meine Kinder erben?


14.01.2007 19:59 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Ich habe 1996 zum 2. Mal geheiratet. Aus erster Ehe habe ich 2 Kinder 24 und 28 Jahre. Aus meiner jetzigen 2. Ehe habe ich keine Kinder. Mein jetziger Mann ist kinderlos.
Wir haben vor 8 Jahren ein Haus gekauft. Mein Mann brachte 200.000 DM (Erbe). Ich habe 100.000 DM in die Ehe eingebracht.
Ich habe noch eine Lebensversicherung und einige Sparverträge, welche allein auf meinem Namen lauten.
Frage:
Wie sieht die gesetzliche Erbfolge aus, wenn ich vor meinem Mann sterbe. In welcher Höhe würden meine Kinder erben.
Kann ich meine Kinder als Alleinerben einsetzen? Was und in welcher Höhe würden diese dann erben, wenn ich vor meinem Mann sterbe. Besteht ein Pflichtteil gegenüber meinem Mann?
Werden die 100.000 DM Haus)gesondert bewertet, hinsichtlich des Erbes meiner Kinder.
Kann ich meine Kinder als alleinige Begünstigte in meiner Lebensversicherung einsetzen ohne das dieser Betrag auf ihr anderes Erbeangerechnet wird?
Geht das auch bei dem restlichen Barvermögen.

2. Wie sieht die Erbfolge aus, wenn mein Mann vor mir stirbt. Er hat noch eine Mutter und einen Bruder, der wiederum Frau und 2 Kinder hat. Welche Ansprüche, in welcher Höhe bestehen dort.
Können die Ansprüche seiner Familie durch ein Testament ausgeschlossen werden?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

1. Wie sieht die gesetzliche Erbfolge aus, wenn ich vor meinem Mann sterbe. In welcher Höhe würden meine Kinder erben.

In diesem Fall würde Ihr Ehemann neben Ihren beiden Kindern ein Viertel erhalten.
Haben Sie zudem im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt, erhielte Ihr Ehegatte zu dem vorgenannten Viertel noch ein weiteres Viertel der Erbschaft (vgl. § 1371 Abs. 1 BGB).

Quotenregelung: Ehegatte 1/2, Kind 1 1/4 und Kind 2 1/4.


2. Kann ich meine Kinder als Alleinerben einsetzen? Was und in welcher Höhe würden diese dann erben, wenn ich vor meinem Mann sterbe. Besteht ein Pflichtteil gegenüber meinem Mann?
Werden die 100.000 DM Haus)gesondert bewertet, hinsichtlich des Erbes meiner Kinder.

Selbstverständlich können Sie Ihre Kinder als Alleinerben einsetzen.
Ihrem Ehegatten stünde durch diese Erbeinsetzung ein Pflichtteilsanspruch zu, dessen Höhe die Hälfte des gesetzlichen Erbteils beträgt.
Wenn Sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft lebten würde der gesetzliche Erbteil Ihres Mannes 1/2 betragen, so dass er einen Anspruch auf Geld in Höhe von 1/4 des Nachlasswertes hätte.

Zum Nachlasswert würden auch die DM 100.000,00 zählen.


3. Kann ich meine Kinder als alleinige Begünstigte in meiner Lebensversicherung einsetzen ohne das dieser Betrag auf ihr anderes Erbeangerechnet wird?
Geht das auch bei dem restlichen Barvermögen.

Der Anspruch aus einem Lebensversicherungsvertrag zählt nicht zum Nachlass, wenn der Erblasser im Versicherungsvertrag einen Begünstigten als Bezugsberechtigten benannt und das Versicherungsunternehmen so für den Todesfall zur direkten Leistung an diesen Begünstigten verpflichtet hat. Der Anspruch aus dem Versicherungsvertrag entsteht dann unmittelbar zugunsten der im Vertrag aufgeführten Person.

Benennt der Erblasser im Versicherungsvertrag keinen Bezugsberechtigten, gehört der Anspruch somit zum Nachlass. Insoweit müssten Sie Ihre Kinder als Bezugsberechtigte benennen um zu erreichen, dass der Anspruch aus dem Versicherungsvertrag nicht zum Nachlass zählt.

Das restliche Barvermögen zählt hingegen zum Nachlass.


4. Wie sieht die Erbfolge aus, wenn mein Mann vor mir stirbt. Er hat noch eine Mutter und einen Bruder, der wiederum Frau und 2 Kinder hat. Welche Ansprüche, in welcher Höhe bestehen dort.
Können die Ansprüche seiner Familie durch ein Testament ausgeschlossen werden?

Sie würden neben der Mutter und dem Bruder Ihres Ehegatten die Hälfte der Erbschaft erhalten zuzüglich eines Viertels, wenn Sie im Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelegt haben (Quote: 3/4).
Die Quote für die Mutter und den Bruder Ihres Mannes betrüge jeweils 1/8 des Nachlasses.

Die Kinder des Bruders Ihres Ehemannes würden erst zu dem Zeitpunkt erben, wenn deren Vater verstirbt.

Die Mutter und der Bruder Ihres Mannes können durch eine testamentarische Verfügung Ihres Ehegatten ausgeschlossen werden mit der Folge des Entstehens eines Pflichtteilsanspruchs der beiden.
Die Höhe des Pflichtteilsanspruchs betrüge jeweils 1/16 des Nachlasses.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 15.01.2007 | 14:16

Wie berechnet sich der Erbteil meiner Kinder, wenn ich vor meinem Mann sterbe. Wir stehen beide gemeinsam im Grundbuch, aber mein Mann hat den größeren finanziellen Anteil bezahlt, bzw. in die Ehe gebracht. Die Höhe seines damaligen Erbes ist auch nachzuweisen. Wird das Haus vom Gutachter geschätzt und anteilig (nach Geldanteil geschätzt)? Ansonsten haben wir keine gemeinsamen Konten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.01.2007 | 21:55

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Die Berechnung der Erbteile Ihrer Kinder habe ich Ihnen in meiner ersten Antwort mitgeteitl (Ehegatte 1/2 und die Kinder jeweils 1/4 Erbanteil).

Wenn Sie beide gemeinsam im Grundbuch stehen gehe ich davon aus, dass Sie jeweils mit Ihrem Mann Eigentümer zu 1/2 sind.
Durch den Erbfall würden Ihre Kinder im Verhältnis zu Ihrem Ehegatten in die Miteigentümerposition gelangen.

Sollten Ihre Kinder eine Auszahlung Ihrer Anteile an der Immobilie verlangen, könnte Ihr Ehegatte durch einvernehmliche Regelung Ihre Kinder entsprechend Ihrer Erbquoten auszahlen.
Dies würde allerdings voraussetzen, dass der Immobilienwert durch ein Verkehrswertgutachten belegt ist.

Sollte es zwischen Ihrem Ehegatten und Ihren Kindern hinsichtlich des unbeweglichen Vermögens keine Einigung geben, könnten Ihre Kinder die Miteigentümergemeinschaft aufheben mit der Folge, dass es zu einer Versteigerung käme.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

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