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Erbfolge Kinder - Haus des jetzigen Ehemannes

10.08.2016 20:51 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alex Park, LL.B.


Ich habe 3 Kinder,mein Mann hat 2 Kinder. Wir haben vor 3 Jahren geheiratet. In meiner vorherigen Ehe hatte ich mit meinem Exmann ein Einfamilienhaus, welches nach der Scheidung verkauft wurde, vom Verkaufserlös habe ich die Hälfte erhalten. Mein jetziger Mann hatte bei unserer Ehesschließung ein mit ca. 100 T€ belastetet Haus ist, welches noch immer eine Baustelle ist. Das Geld aus meinem Hausverkauf habe ich (bzw. werde ich - nur jährliche Sondertilgung möglich, Kreditablösung eines Darlehens bei Auslauf der Zinsbindung im nächssten Jahr) in das Haus in dem wir wohnen, bei welchem mein Mann nach der Auszahlung seiner Exfrau alleiniger Eigentümer ist, stecken. Ich weiß, dass ich mich mit einem "Berliner Testament" absichern kann. Aber was ist, wenn wir beide sterben? Was können wir tun, dass meine Kinder das gleiche Erbrecht haben, wie die Kinder meines Mannes?





Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Aus §§ 2265, 2270 BGB wäre es in der Tat möglich, dass sich die Eheleute gegenseitig zum Alleinerben einsetzen und die Kinder zu Schlusserben bestimmt werden.

Im Wege der so genannten Einheitslösung würden sodann alle Kinder zum Schlusserben und erst Erben, wenn der überlebende Ehegatte verstorben ist.

Grundsätzlich haben auch Schlusserben, die nicht warten möchten, die Möglichkeit den Pflichtteil zu fordern, also aus § 2303 BGB die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Dies aber nur in Bezug auf den leiblichen Elternteil, nur wenn dieser zu erst verstirbt, kann der Pflichtteil vorweg verlangt werden. Verstirbt er andere Ehegatte zu erst, könnten die nicht-leiblichen Kinder keinen Pflichtteil fordern, sondern müssten warten, bis auch der andere Ehegatte verstirbt.

Ist es also gewünscht, dass alle fünf Kinder zu gleichen Teilen erben, so wären diese als gemeinsame Schlusserben in Ihrem Berliner Testament zu benennen.

Sollen die Kinder des nicht-versterbenden Ehegatten bereits beim ersten Todesfall erben, so könnte man mit einem Vermächtnis arbeiten, also der Zuordnung eines konkreten Vermögensgegenstandes an das Kind. allerdings besteht keine verwandtschaft, somit wären die Steuerfreisätze sehr gering und es wäre wohl Erbschaftssteuer zu entrichten. Bei den eigenen Kindern beträgt der Freisatz 400.000,00 EUR.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Ergänzung vom Anwalt 11.08.2016 | 11:52

Meinen Vortrag von gestern darf ich an dieser Stelle ergänzen:

Auch Stiefkindern steht aus § 15 Abs. 1 ErbStG der vollen Freibetrag von 400.000,00 EUR zu, dies für den Fall, dass tatsächlich ein Vermächtnis in Frage kommen sollte.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

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