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Erben ohne Testament - Wer muss einen Erbschein beantragen und wo?

| 11.10.2012 14:59 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Tante verstirbt ohne Testament gemacht zu haben. Keine Kinder, Ehemann und Eltern schon verstorben. Es gab 3 Halbgeschwister und 2 Geschwister, wovon 4 gestorben sind. Ein verstorbener Halbbruder hat 2 Kinder, eine verstorbene Schwester hat eine Tochter, die Kontovollmacht über den Tod hinaus hat. Das Vermögen (Geld) muss aufgeteilt werden. Wer muss einen Erbschein beantragen und wo? Was wird zur Vorlage verlangt? Wer darf das Erbe aufteilen? Wie oder wer findet die unbekannten Erben?

Sehr geehrte Ratsuchende,

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Eine Verpflichtung zur Beantragung eines Erbscheins besteht nicht, doch kann der gesetzliche Erbe einen Erbschein beim zuständigen Nachlassgericht beantragen, § 2353 BGB. Dabei hat er die Angaben im Sinne des § 2354 Abs. 1 BGB zu tätigen. Deren Richtigkeit hat er durch Vorlage entsprechender Urkunden nachzuweisen, § 2356 BGB, etwa durch Personenstandsurkunden. Sind mehrere Erben vorhanden, kann diesen auf Antrag ein gemeinschaftlicher Erbschein erteilt werden, was sich aus § 2357 BGB ergibt.

Die Aufteilung des er habe es vollzieht sich über das Verfahren der Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft, die jeder Miterbe jederzeit verlangen kann, § 2042 Abs. 1 BGB. Wie sich diese in Ihrem Fall konkret entwickelt, kann an dieser Stelle mangels Kenntnis des Nachlasses nicht abschließend beurteilt werden, sollten sich die Erben z.B. nicht über die Aufteilung eines Hauses einig werden, kann das Gericht angerufen und die Zwangsversteigerung betrieben werden.

Die Ermittlung unbekannter Erben hat gemäß §§ 1960 BGB das Nachlassgericht bzw. ein von diesem eingesetzter Nachlasspfleger zu übernehmen.

Ich rate Ihnen, einen auf das Erbrecht spezialisierten Rechtsanwalt vor Ort mit der detaillierten Prüfung ihres Falles zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.10.2012 | 11:56

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