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Wenn ich einen Erbschein hole muss ich das Erbe auch annehmen?

12.08.2008 10:26 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marc Weckemann


Hallo hoffe Ihr könnt mir helfen !
Vor einem Monat ist mein Vater verunglückt. Davon hat meine Mutter erst jetzt telf. von seiner Lebensgefährtin erfahren.
Es gibt kein Testament. Ich bin die einzige Tochter.
Ich weiss nichts über seine Verhältnisse. Jetzt wollte ich mir einen Erbschein holen. Die Frau vom Nachlassgericht sagte zu mir - wenn ich einen Erbschein hole muß ich das Erbe auch annehmen ??? Habe aber gehört das ich 6 Wochen Zeit hätte. Woher weiss ich ob das Erbe verschuldet ist oder ob Vermögen da ist, sie will mir keine Auskunft geben. Sie sagte es ist nichts eröffnet u. einer hätte schon ausgeschlagen ??? Muss ich nicht automatisch auch oder sogar als erstes auschlagen falls Schulden da sind ? Und dann gehts an den nächsten weiter? Habe jetzt Angst den Erbschein zu beantragen. Was soll ich tun ? Bitte helft mir !

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Sehr geehrte Fragestellerin,

unter Berücksichtigung der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen kann ich Ihnen Ihre Frage wie folgt beantworten:

gemäß § 1943 BGB verliert der Erbe sein Ausschlagungsrecht durch die Annahme der Erbschaft und ebenso dadurch, dass die Ausschlagungsfrist abläuft (6 Wochen, Die Frist beginnt für Sie zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie Kenntnis von der Erbschaft hatten), da die Erbschaft dann als angenommen gilt.

Die Beantragung eines Erbscheins wird dabei von der Rechtsprechung als Annahme der Erbschaft gewertet. Sie könnten dann nicht mehr ausschlagen, auch wenn die Frist nocht nicht abgelaufen ist.

Das Nachlassgericht prüft bei der Entgegennahme der Ausschlagungserklärung neben der Form nur die örtliche Zuständigkeit. Somit ist es durchaus auch möglich, dass nicht "der Reihenfolge nach" ausgeschlagen wird.

Sofern Sie nicht wissen, ob der Nachlass überschuldet ist, sollten Sie zunächst keinen Erbschein beantragen. Es besteht hier z.B. die Möglichkeit eine Nachlassverwaltung beim zuständigen Nachlassgericht zu beantragen. Es wird dann ein Nachlassverwalter eingesetzt. Stellt sich heraus, dass der Nachlass tatsächlich überschuldet ist, kann vom Erben oder vom Nachlassverwalter Nachlassinsolvenz beantragt werden. Auch besteht die Möglichkeit durch ein Aufgebotsverfahren vermutete, aber nicht bekannte Gläubiger auszuschließen. Darüber hinaus gibt es noch weitere haftungsbeschränkende bzw. haftungsausschließende Einreden gegenüber Nachlassgläubigern. Letzlich müsste in einem umfassenden Beratungsgespräch, wie es im Rahmen dieser Plattform leider nicht möglich ist, geklärt werden, was in Ihrem konkreten Fall die beste Handlungsmöglichkeit darstellen würde.

Ich empfehle Ihnen daher dringend, sich in dieser Angelegenheit anwaltlich beraten und ggf. vertreten zu lassen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser ersten rechtlichen Einschätzung weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Marc Weckemann
Rechtsanwalt
_____________
Marc Weckemann
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
Fax.: (07251) 392 44 31

Internet: www.c-g-w.de
E-Mail: info@c-g-w.de



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