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Erben ohne Testament - Wer und in welcher Form ist ein Erbschein zu beantragen?


16.12.2006 09:56 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Wir waren 4 Geschwister, unsere Eltern sind verstorben.
Im August 2006 ist unser Bruder verstorben, der unverheiratet war und keine Kinder hatte.
Er besaß eine Immobilie und ein Bankguthaben. Es liegt kein Testament vor.

Seine Geschwister:

Bruder A : verheiratet , zwei Kinder
Bruder B: bereits verstorben, seine Ehefrau lebt noch, sie haben gemeinsam drei Kinder
Schwester C: bereits verstorben, Ehemann ebenfalls verstorben, ein gemeinsames Kind

Bruder A und seine Tochter besitzen eine Bankvollmacht des Verstorbenen und haben seine Beisetzung veranlasst und bezahlt.


Meine Frage:

1. Wer und in welcher Form ist ein Erbschein zu beantragen?

2. Wer ist zu welchen Teilen erbberechtigt?

3. Die Geschwister sind sich nicht einig, in welcher Form kann die Höhe des Bankguthabens ermittelt und das Erbe aufgeteilt werden?

4. In welcher Form und wie lange zurück können eventuelle Geldschenkungen des Verstorbenen ermittelt werden.

5. Die Immobilie soll verkauft werden, welche Voraussetzungen sind hierfür erforderlich?

6. Welche Fristen bestehen um das Erbe auszuschlagen?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Zuerst einmal möchte ich festhalten und bestätigen, dass die Kollegen mit Ihren Ausführungen nicht Unrecht haben.
Aus diesem Grunde werde ich Ihre Anfragte getreu Ihres Einsatzes bearbeiten.

Es werden die drei übrigen Geschwister bzw. deren Nachkommen untereinander eine Erbengemeinschaft bilden. Nach Ihren Aufzeichnungen wären dies Bruder A, Ehefrau und die drei Kinder des Bruders B und das Kind der Schwester C.
Der Bruder A und das Kind der Schwester C wären je zu 1/3 an der Erbengemeinschaft beteiligt. Das übrigen Drittel würden sich die Ehefrau und die drei Kinder des Bruders B teilen. Dies würde bei einem gesetzlichen Güterstand bedeuten, dass die Ehefrau des Bruders B zu 1/6 und die drei Kinder je zu 1/12 an der Erbengemeinschaft beteiligt wären.
Ein Erbschein könnte entweder getrennt oder gemeinsam durch die Erbengemeinschaft beim Nachlassgericht beantragt werden.
Eine Aufteilung des Erbes müsste ggf. durch Erbauseinandersetzung mit gerichtlicher Hilfe durchgeführt werden.
Die Frage fünf ist nicht pauschal zu beantworten, aber es kann soviel vorgetragen werden, dass die Erbauseinandersetzung in diesem Zusammenhang bis hin zur Teilungsversteigerung führen kann, wenn sich die Erbengemeinschaft über eine freihändige Veräußerung mit anschließender Aufteilung des Veräußerungserlöses nicht einigen kann.
Das Erbe kann innerhalb von sechs Wochen nach Eintritt des Erbfalles bzw. Kenntnis der Erbenstellung beim Nachlassgericht ausgeschlagen werden.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt
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