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Erbausschlagung Enkelin

31.08.2018 14:20 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Großmutter ist am 23.07.18 verstorben, Sie hatte zwei Töchter und hat zuletzt in Potsdam gelebt. Ein Testament gibt es nicht.
Da wir davon ausgehen, dass Schulden vorhanden sind, haben meine Mutter und meine Tante heute vor dem Amtsgericht Potsdam die Erbausschlagung bekannt gegeben, da wir informiert wurden, dass dies innerhalb von 6 Wochen nach Tod geschehen muss.
Meine Befürchtung ist nun, dass ich ebenfalls innerhalb dieser Frist das Erbe ausschlagen muss, da ich und meine 3 Geschwister ja die nächsten in der Erbfolge sind.
Meine Fragen sind nun welche Frist für mich gilt, muss ich vorher vom Amtsgericht angeschrieben werden? Wo (und wie) muss diese Ausschlagung erfolgen? Auch in Potsdam vor Ort? Denn ich wohne etwa 500 KM weit weg und ich komme dort nicht ohne Weiteres vorbei.
Vielen Dank und Freundliche Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Die Frist zur Ausschlagung der Erbschaft beträgt sechs Wochen. Maßgebend für den Beginn dieser Frist ist der Tag, an dem Sie Kenntnis vom Tod Ihrer Großmutter erlangt haben.


2.

Vom Amtsgericht müssen Sie vorher nicht angeschrieben werden. Die Erbausschlagung kann beim Nachlassgericht Ihres Wohnorts erfolgen. Dort erklären Sie die Ausschlagung. Das Nachlassgericht nimmt diese Erklärung auf.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 31.08.2018 | 17:31

Laut dem Amtsgericht Potsdam werde ich von diesem angeschrieben und habe ab dem Zeitpunkt 6 Wochen Zeit, die Ausschlagung bei einem Amtsgericht bekannt zu geben, da ich ja nur die Enkelin bin.
Meine Mutter hatte zwischenzeitlich dort nochmal nachgefragt, daher möchte ich nun nochmal die Nachfrage stellen und wissen wie ich jetzt mit dieser Information vom Amtsgericht Potsdam umgehen soll, da ich es vermutlich nicht bis zur nächsten Woche schaffe zum Amtsgericht zu gehen.
Danke!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.08.2018 | 17:49

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


Haben Sie vom Nachlassgericht von der Ausschlagung durch Mutter und Tante erfahren, sowie davon, dass Sie als nachrückende Erbin in Frage kommen, beginnt wiederum der Lauf der sechswöchige Ausschlagungsfrist gem. §§ 1944 BGB, 1953 Abs. 3 BGB.

Allerdings sollten Sie genau rechnen, da es erhebliche Nachteile mit sich bringt, die Ausschlagungsfrist zu versäumen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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