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Entgeltfortzahlung bei Krankheit in der Probezeit

02.06.2011 21:27 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Ich bin jedes Jahr nun schon seit 5 Jahren bei der gleichen Zeitfirma von April - Dezember beschäftigt. Ich war nie krank und die Firma hatte keine Probleme mit mir. Nun bin ich leider durch eine Opertion länger krank geschrieben. Ich habe dann promt die Kündigung in der Probezeit erhalten. Die Kündigung habe ich akzeptiert und sie ist auch in Ordnung. Ich bin nur der Meinung, dass die Zeitfirma nach § 8 des Entgeltfortzahlungsgesetzes zur Zahlung von Entgelt nach den Kündiungstermin bis zu 6 Wochen verpflichtet ist. Ist das so?
Ich wurde in der Probezeit ohne angaben von Gründen gekündigt. Da jedoch sonst nie was vorgefallen ist, ist es doch klar das die Zeitfirma mich wegen meiner Krankheit gekündigt hat. Deshalb die weitere Entgeltfortzahlung auch über den Kündiungstermin hinaus bis max. 6 Wochen. Oder?
Ist eine Probezeit bei der gleichen Firma also mehrere Jahre immer für 9 Monate beschäftigt rechtskräftig? Die Firma kennt ja bereits meine Arbeitsleistung? Den Vertrag habe ich mit Probezeit jedens mal unterzeichnet.

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

1) Ich bin nur der Meinung, dass die Zeitfirma nach § 8 des Entgeltfortzahlungsgesetzes zur Zahlung von Entgelt nach den Kündigungstermin bis zu 6 Wochen verpflichtet ist. Ist das so? Deshalb die weitere Entgeltfortzahlung auch über den Kündigungstermin hinaus bis max. 6 Wochen. Oder?

Nach § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz besteht ein Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, wenn man ununterbrochen mindestens 6 Wochen in dem Arbeitsverhältnis steht.

In der Tat greift hier auch der von Ihnen erwähnte § 8 Entgeltfortzahlungsgesetz.

Demnach besteht auch in Ihrem Fall ein Anspruch auf Lohnfortzahlung für den Zeitraum von 6 Wochen.

Danach erhalten Sie Krankengeld bzw. müssen sich arbeitssuchend melden und ALG beantragen.

2) Ist eine Probezeit bei der gleichen Firma also mehrere Jahre immer für 9 Monate beschäftigt rechtskräftig? Die Firma kennt ja bereits meine Arbeitsleistung?

Da Sie hier schon mehrfach wiederholt abschnittsweise bei derselben Firma eingestellt waren, war eine weitere Probezeit nicht zulässig.

Nachfrage vom Fragesteller 02.06.2011 | 22:02

Sehr geehrter Herr Schwerin,

vielen Dank für Ihre Antwort. Also ist die Kündigung in der Probezeit nichts rechtskräftig und muss von mir nicht akzepiert werden? Gibt es da einen Paragraphen für?
Das bestätigt ja wiederum mein Anspruch auf Entgeltfortzahlung, da sich ja dadurch meine Kündigungsfrist erhöht. Oder? Desweiteren muss mir ja dann ein Kündigungsgrund genannt werden? Oder?
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.06.2011 | 22:13

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Sie haben doch aber geschrieben, dass Sie die Kündigung akzeptiert haben?

Ansonsten haben Sie ab Zugang der schriftlichen Kündigung bei Ihnen 3 Wochen Zeit, Klage zum Arbeitsgericht zu erheben.

Da man davon ausgeht, dass die Probezeit nicht wirksam war, kann die Kündigung jedenfalls nicht auf die Krankheit gestützt werden.

Andere Gründe sind nicht ersichtlich. Daher kann man die Kündigung auch angreifen.

Wenn die 3 Wochen noch nicht vorbei sind, kann Kündigungsschutzklage erhoben werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

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