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Probezeit: Kündigung bei Krankheit


02.09.2005 15:01 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich bitte um Hilfe in folgender Sache:

Ich arbeite in einem Altersheim als Pflegehelfer und bin noch in der 6-monatigen Probezeit. Man hat mir nun nahegelegt, Mitte September 2005 zum Monatsende selbst zu kündigen, da mir ansonsten mein Arbeitgeber kündigen will. Die Kündigungsfrist beträgt 14 Tage. Ich bin derzeit gesundheitlich sehr angeschlagen, aber habe bis heute trotz Schmerzen jeden Tag durchgehalten.

Meine Frage nun:

Kann man mir, für den Fall, dass ich nächste Woche nicht mehr kann und krank geschrieben werde, trotzdem ohne Angabe eines Grundes unter Einhaltung der 14-Tages-Frist kündigen oder wäre eine derartige Kündigung erst wirksam, wenn ich dann wieder zum Dienst erscheinen würde? Bin ich als Probezeitler völlig schutzlos der Kündigungswillkür meines Arbeitgebers ausgeliefert, selbst bei ärztlich attestierter Krankheit, wie lange diese auch dauern mag?

Vielen Dank.

PS: Ich kann leider derzeit aus finanziellen Gründen nicht mehr als 15,-- EUR für eine Antwort anbieten und bitte um Vertändnis.
02.09.2005 | 16:10

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

für Ihre Anfrage bedanke ich mich recht herzlich und möchte Sie sogleich unter Berücksichtigung der mir von Ihnen mitgeteilten Informationen summarisch (s. Hilfe-Button) beantworten.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Sie gegen die „Willkür“ des Arbeitgebers im Zweifel nichts ausrichten werden können. Solange Sie nämlich in der Probezeit sind, kann das Arbeitsverhältnis von jeder Vertragspartei mit der vereinbarten oder gesetzlichen Mindestkündigungsfrist (nach § 622 Abs. 3 BGB=2 Wochen) ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Lediglich bei einer sehr schweren Erkrankung könnte von einer Kündigung zur Unzeit gesprochen werden, sodass dann eine Kündigung unwirksam wäre. Dafür ist aber ein vertiefter Begründungsaufwand notwendig. Im Rahmen dieser Erstberatung kann ich mangels Kenntnis der Erkrankung und der Intensität keine weiteren Angaben dazu machen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben. Gerne stehe ich auch für die weitere Vertretung zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich dazu einfach über den untenstehenden link!

mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

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Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 04.09.2005 | 10:11

Sehr geehrter Herr Hellmann,

zunächst danke ich Ihnen für Ihre schnelle Antwort.

Es ist für mich noch völlig unklar, was Sie unter einer schweren Erkrankung im vorliegenden Fall verstehen.

Wann würde also bitte ganz konkret eine Kündigung zur Unzeit vorliegen, die dann zunächst keine Wirksamkeit entfaltet?

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich an dieser Stelle nicht weiter über meinen Gesundheitszustand schreiben möchte.

Nochmals herzlichen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.09.2005 | 11:16

Eine derartige Krankheit wäre beispielsweise eine Krebserkrankung oder Ähnliches, was zu einer schweren Bettlgrigkeit führt. Jedenfalls darf im Ergebnis eine Kündigung schlechthin unzumutbar sein. Die sist aber der absolute Ausnahmefall und wird, da Sie immerhin noch in der Lage sind, im I-Net zu agieren, nicht vorliegen. Sie werden verstehen, dass ich ohne Angabe einer Erkrankung (trotz meiner Schweigepflicht) keine vertiefende Aussage hierzu treffen kann.

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

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